Werder-Konkurrenzkampf auf links
„Es gibt für beide Spieler Argumente“: Agu spielt statt Deman auf links bei Werder - darf sich aber nicht zu sicher sein
Auf der linken Außenbahn des SV Werder Bremen liefern sich Felix Agu und Olivier Deman derzeit ein enges Rennen. Zuletzt stand der gebürtige Osnabrücker zweimal in Folge in der Startelf - Coach Ole Werner hat nun erklärt, warum.
Bremen – Es dauerte keine drei Minuten, da wurde Felix Agu rüde abgeräumt. Bochums Cristian Gamboa war mit ausgestrecktem Bein in den Profi des SV Werder Bremen gerauscht und hatte Agu unsanft landen lassen. Doch der 24-Jährige berappelte sich und zog weiterhin auf der linken Seite seine Bahnen. Eine Aufgabe, die er nun schon zum zweiten Mal in Folge von Beginn an erledigen durfte. Im teaminternen Duell mit Olivier Deman hat der gebürtige Osnabrücker im Moment also die Nase vorn – doch das kann sich schnell wieder ändern.
Als „sehr eng“ bezeichnete Werder Bremens Trainer Ole Werner später die Entscheidung pro Felix Agu, die ihm nach eigener Aussage keineswegs leichtgefallen sei. „Es gibt für beide Spieler Argumente, heute wollten wir aber mehr Geschwindigkeit auf den Platz bringen.“ Auch deshalb hatte der Coach nicht nur Agu gebracht, sondern auch Justin Njinmah, der anstelle von Romano Schmid begann und gemeinsam mit Mitchell Weiser auf der rechten Seite für Gefahr sorgen sollte. Ein Plan, der allerdings kaum einmal aufging. Auf beiden Flügeln.
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Werder Bremen-Konkurrenzkampf auf der linken Seite: Spielt Felix Agu auch gegen den FC Bayern?
Auch das bringt Olivier Deman schon für die kommende Partie beim FC Bayern München (Sonntag, 15.30 Uhr im DeichStube-Liveticker) wieder ins Spiel. Der Belgier galt nach seinem späten Transfer im Sommer schnell als gesetzt, gehörte in neun von 14 Partien zur Anfangsformation von Werder Bremen. Zuletzt avancierte er jedoch aus taktischen Gründen zum Kurzarbeiter. Werner stellt dem 23-jährigen Nationalspieler aber schon zeitnah wieder längere Einsätze in Aussicht.
„Olivier bringt seine Stärken mit dem linken Fuß mit“, meinte der Trainer und schob vielsagend hinterher: „Vermutlich kann er einige Situationen noch besser auflösen und hat seine Stärken bei den Hereingaben. Deswegen ist das ein offenes Rennen.“ Und das ist aktuell durchaus bemerkenswert, denn so richtig tobt der Konkurrenzkampf im schmalen Kader des SV Werder Bremen momentan nicht. Vielmehr scheinen fast alle Positionen fest vergeben. Das Duell Felix Agu/Olivier Deman bildet da eine angenehme Ausnahme. Entscheidend ist nur, dass am Ende auch der sportliche Erfolg der Mannschaft davon profitiert. (mbü/dco)