Wer verteidigt gegen Augsburg?
Werder-Coach Ole Werner wünscht sich noch mehr von Deman – und nun macht Agu Druck
Eigentlich hatte es so ausgesehen, als habe sich Olivier Deman auf der linken Seite bei Werder Bremen festgespielt. Doch zuletzt zeigte der Belgier schwankende Leistungen und fand sich gegen den VfB Stuttgart auf der Bank wieder. Trainer Ole Werner hat jetzt erklärt, was dem Neuzugang noch fehlt.
Bremen – Spätestens seit vergangenem Samstag ist er entfacht, der neue Konkurrenzkampf auf der linken Seite. Bei der 0:2-Niederlage des SV Werder Bremen gegen den VfB Stuttgart setzte Trainer Ole Werner überraschend auf Felix Agu als Schienenspieler anstelle des zuletzt gesetzten Olivier Deman und erklärte das hinterher mit Agus Geschwindigkeit und der Anpassung an die schnellen Stuttgarter Stürmer. Zur Wahrheit gehört aber auch: Werner verspricht sich noch mehr von Deman – und der hatte inzwischen wohl auch mal eine Pause nötig.
„Man hat es in den letzten Wochen gemerkt: Er hat ein halbes Jahr hinter sich, wo extrem viel passiert ist“, sagte Werner während der Pressekonferenz des SV Werder Bremen vor dem Bundesligaspiel gegen den FC Augsburg (Samstag, 15.30 Uhr/DeichStube-Liveticker) – und zählte auf: „Es war erst mal ein ganz später Wechsel, was auch lange für ihn eine Nervenprobe war. Dann kommst du in eine neue Mannschaft, spielst in dieser Mannschaft sehr viel, dann kommt die Nationalmannschaft dazu, du hast nie eine Pause. Andere Liga, andere Sprache. Dass du dann auch irgendwann mal ein bisschen Luft brauchst zum Durchatmen, das ist normal.“
Werder Bremens Ole Werner über Olivier Deman: „Wir sind von ihm überzeugt“
Zuletzt seien dann auch noch leichte Verletzungsprobleme dazugekommen. Schon in den vergangenen Wochen habe Olivier Deman Probleme am Fuß gehabt, „die ihn dann auch in der Trainingswoche behindert haben“, erklärte Werner. Doch die Wehwehchen sind inzwischen überstanden: „Es ist jetzt so, dass er wieder komplett gesund ist.“ Was aber noch Zeit braucht, ist der Anpassungsprozess an Werder Bremen und die Bundesliga. Deman habe für Werner in seinen bisherigen Einsätzen insgesamt „verlässliche Leistungen“ gezeigt, doch da sei noch Luft nach oben: „Natürlich ist es so, dass wir uns von ihm immer noch mehr wünschen, dass er gerade auch seine Flankenqualität für uns einsetzen kann.“
Wie es bei Werder Bremen halt so ist, sei auch Neuzugang Deman noch längst kein fertig entwickelter Spieler, der von Tag eins an einer Mannschaft seinen Stempel aufdrücken müsse, so Werner: „Olivier ist ein junger Kerl, der jetzt das erste Mal in einer großen Liga spielt, der sich ans Spieltempo gewöhnen, seine Schritte gehen muss. Dabei unterstützen wir ihn und dann sind wir auch von ihm überzeugt.“ Und zu diesen Schritten gehört nun auch der Konkurrenzkampf mit Felix Agu. Der 24-Jährige, der sonst eher als Backup für den rechten Schienenspieler Mitchell Weiser galt, hat gegen Stuttgart in einer insgesamt ganz schwachen Bremer Mannschaft zwar keine große Eigenwerbung betreiben können, sich nach langer Rehaphase nun aber endgültig im Rennen um die Startelf zurückgemeldet.
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Felix Agu oder Olivier Deman? Werder Bremens Ole Werner lässt Linksverteidigerposition gegen den FC Augsburg offen
Für den gebürtigen Osnabrücker spricht die Geschwindigkeit, das hat Werner klar gemacht, für Deman die Ballsicherheit und der linke Fuß. „Deshalb ist das insgesamt einfach so, dass es zwei Spieler mit unterschiedlichen Stärken sind“, sagte der Coach des SV Werder Bremen, ohne zu verraten, welche Fähigkeiten er fürs Spiel gegen Augsburg wie gewichtet. „Es ist nicht so, dass einer ganz klar die Nase vorn hat, sondern wir Konkurrenz haben. Dann werden wir am Samstag sehen, für wen wir uns entscheiden.“ (han)