Werder in Noten

Die Werder-Spieler in der Einzelkritik: Dreimal Note 1,5 beim Sieg gegen den FC Augsburg

Der SV Werder Bremen schlägt den FC Augsburg und holt drei ganz wichtige Punkte - die Bremer Spieler in der Einzelkritik mit Noten!
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Der SV Werder Bremen schlägt den FC Augsburg und holt drei ganz wichtige Punkte - die Bremer Spieler in der Einzelkritik mit Noten!

Der SV Werder Bremen hat den FC Augsburg mit 2:0 (1:0) besiegt und drei ganz wichtige Punkte eingefahren. Besonders drei Bremer Spieler ragten dabei heraus - die Werder-Profis in der Einzelkritik mit Noten.

Michael Zetterer: Wurde während des ersten Durchgangs von den Augsburgern kaum geprüft, brachte sich dafür aber selbst gehörig in Not, als er gegen Tietz den Ball vertändelte (26.). Hatte Glück, dass die Szene folgenlos blieb. Erlebte danach wieder einen weitestgehend ruhigen Nachmittag. Note 3,5

Milos Veljkovic: Hatte auf der rechten Abwehrseite zwar hier und da mit Geschwindigkeitsnachteilen zu kämpfen, ließ aber insgesamt kaum etwas anbrennen, weil er sowohl in der Luft als auch am Boden wichtige Duelle für sich entschied. Traf viele richtige Entscheidungen. Note 2

Niklas Stark: Stand erstmals nach acht Spielen wieder in der Startelf und ersetzte den verletzten Kapitän Friedl auf der zentralen Position in der Dreierkette. Dort gegen die Augsburger Stürmer Tietz und Demirovic nahezu immer auf der Höhe, weil mit sehr überlegter Zweikampfführung. Erzielte zudem per cleverem Kopfball das 1:0 (39.). Note 1,5

Anthony Jung: Kurbelte auf der linken Seite wiederholt das Aufbauspiel mit risikobehafteten Pässen an, was für Raumgewinn sorgte. Brachte es vor der Pause auf eine starke Passquote von 96 Prozent und gewann zudem 100 Prozent seiner Zweikämpfe. Gegen Jensen immer wieder gefordert, löste die meisten Situationen aber sehr besonnen. Note 2

Werder Bremen in Noten gegen den FC Augsburg: Mitchell Weiser glänzt als Torvorbereiter

Mitchell Weiser: Benötigte einige Anlaufzeit, um richtig ins Spiel zu finden. Steigerte sich allerdings und kam in der 39. Minute zu einer guten Schusschance. In Durchgang zwei dann als Vorbereiter des 2:0, als er Ducksch herrlich per Flanke bediente (65.). Note 2

Jens Stage: Per Rechtsschuss verzeichnete er die erste richtige Chance des Nachmittags (10.), nach der Pause sorgte er dann per Drop-Kick für Gefahr (53.). Ansonsten war der Sechser mit der Organisation des Bremer Spiels beschäftigt, was er zuverlässig erledigte, weil er gegen robuste Augsburger körperlich dagegenhielt. Rückte nach Bittencourts Auswechslung auf die Achterposition vor. Note 1,5

Olivier Deman (bis 87.): In Stuttgart zunächst auf der Bank, dieses Mal wieder von Beginn an auf der linken Außenbahn dabei – und dort meist im Vorwärtsgang unterwegs. Seinen Hereingaben fehlte es allerdings an Präzision. Legte Dorsch hinten unfreiwillig eine große Chance auf (23.). Ganz wichtig war seine Rettungstat gegen Engels (74.). Note 3,5

Mit Kampf und Flanken: So knackte Werder Bremen den FC Augsburg - die Taktik-Analyse!

Werder Bremen in Noten gegen den FC Augsburg: Romano Schmid zunächst unglücklich, aber mit Steigerung nach der Pause

Romano Schmid (bis 75.): Suchte mit seinen Pässen in Hälfte eins immer wieder die Tiefe, fand aber zu selten das gewünschte Ziel. Agierte gewohnt energisch und lauffreudig, blieb dabei aber zunächst unglücklich. Steigerte sich nach dem Seitenwechsel und hätte für das 2:0 sorgen können (57.). Note 3

Leonardo Bittencourt (bis 58.): Vertrat Friedl als Kapitän und arbeitete viel im Mittelfeld. Ging bei einem Abschluss im Strafraum volles Risiko – und wurde nicht dafür belohnt (15.). Zündende Ideen in Richtung gegnerisches Tor gingen von ihm nicht aus. Wurde angeschlagen ausgewechselt. Note 3,5

Rafael Borré: Mit einem schlimmen Fehlpass in der eigenen Hälfte hätte er beinahe die Augsburger Führung auf den Weg gebracht (17.). Ließ sich immer wieder fallen, um sich die Bälle im Mittelfeld abzuholen, blieb vor dem Tor aber lange blass. Nach der Pause verbessert. Note 3,5

Werder Bremen in Noten gegen den FC Augsburg: Marvin Ducksch avanciert mit einem Tor und einer Vorlage zum Matchwinner

Marvin Ducksch (bis 87.): Werders Nationalspieler hatte zunächst Probleme, ins Spiel zu finden, ehe er kurz vor der Pause mit seinen Eckbällen für Gefahr sorgte. Einer davon wurde zur Vorlage von Starks Treffer zum 1:0. Im weiteren Verlauf dann viel besser ins Spiel eingebunden. Erhöhte per wuchtigem Kopfball auf 2:0 (65.) und verteilte die Bälle geschickt. Note 1,5

Senne Lynen (ab 58.): Übernahm die Sechserposition von Stage, wo er sich direkt mit einem Foul einführte. Zeigte insgesamt eine seriöse Vorstellung, hätte allerdings in der Nachspielzeit das 3:0 machen müssen. Note 3

Justin Njinmah (ab 75.): Der Joker kam zu seinem zwölften Einsatz der Saison, stach aber nicht mehr. Note -

Nick Woltemade (ab 87.): Setzte mit schlauen Pässen direkt Akzente. Note -

Felix Agu (ab 87.): Durfte auch noch ein paar Minuten sammeln. Note -

Weiter mit der Werder-Aufstellung:

Werder Bremen-Aufstellung gegen den FC Augsburg: Niklas Stark zurück in der Startelf, Marco Friedl fehlt

Update: Jetzt ist die Aufstellung da! Niklas Stark ist zurück in der Startelf, Marco Friedl ist überraschend nicht im Kader. Die komplette Werder-Aufstellung gegen den FCA gibt es hier im Liveticker!

Bremen – Die Mützen waren tief ins Gesicht gezogen, die Schaltücher umso höher in Richtung Nase. Es waren als Zuschauer schon gute Augen vonnöten, um am Freitag, die Profis des SV Werder Bremen beim Abschlusstraining vor dem Heimspiel gegen den FC Augsburg (Samstag, 15.30 Uhr im DeichStube-Liveticker) auseinanderzuhalten. Neben der Kälte waren es vor allem die Schneeflocken, die das Geschehen beeinträchtigten, mit Laubbläsern hatten die Greenkeeper ganz kurzfristig aus dem Weiß ein halbwegs vernünftiges Grün gemacht. Entsprechend unkontrolliert flutschte allerdings der orangefarbene Ball bei so manchem Pass über den Platz. Die gute Nachricht: Niemand verletzte sich bei der Rutschpartie, die bei wesentlich angenehmeren Temperaturen am Samstag im Wohninvest Weserstadion eher nicht droht. Jedoch sind einige Personalfragen in der Startelf-Aufstellung ungeklärt.

In der Vorwoche, beim enttäuschenden Auftritt in Stuttgart, betrieben die Profis des SV Werder Bremen nicht gerade Eigenwerbung für weitere Einsätze in der Startelf. Und doch ist es unwahrscheinlich, dass Trainer Ole Werner nun die ganz große Wechsel-Arie startet. Vielmehr dürfte der 35-Jährige darauf setzen, dass sich die Mannschaft gegen einen nicht ganz so spielstarken Gegner rehabilitieren möchte – mit kleinen Veränderungen in der Aufstellung. So ist es vorstellbar, dass Olivier Deman auf seine angestammte Position auf der linken Seite zurückkehrt. Der Belgier hat die kleine Verschnaufpause genutzt und zudem seine leichten Fußprobleme auskuriert. Felix Agu, für den sich Werder-Trainer Werner zuletzt in Stuttgart auch aufgrund einer höheren Laufgeschwindigkeit entschieden hat, müsste wieder auf die Bank.

Aufstellung: So dürfte die Startelf des SV Werder Bremen gegen den FC Augsburg aussehen.

Die Aufstellung des SV Werder Bremen gegen den FC Augsburg: So dürfte die Startelf von Trainer Ole Werner aussehen

Darüber hinaus könnte Niklas Stark gegen den FC Augsburg nach vielen Wochen Abstinenz in die Dreierkette der Startelf-Aufstellung zurückkehren. Während der 0:2-Niederlage im Schwabenland hatte der Innenverteidiger kurz nach seiner Einwechslung zwar einen Elfmeter verursacht, dennoch genießt der 28-Jährige weiterhin ein hohes Ansehen. Offen ist allerdings, wo Stark aufgeboten wird. Zuletzt kam er für Milos Veljkovic ins Spiel und übernahm den rechten Part in der Dreierkette, seine stärksten Partien hat er für Werder Bremen aber vor allem in der Zentrale gemacht. „Er kann auf beiden Positionen gleich wertvoll sein“, lobt Werner den Defensivakteur. „Bei der Entscheidung stellt sich immer die Frage, wie eventuell ein direkter Gegenspieler aussieht oder was für ein Spiel man allgemein erwartet“, sagt der Coach, betont aber: „Niklas ist jemand, der im Zweikampfverhalten extrem aggressiv ist und trotz seiner Größe eine gute Beweglichkeit mitbringt.“ Qualitäten, die Werder gerade jetzt gut gebrauchen kann. Sollte Niklas Stark in der Mitte der Kette aufgeboten werden, würde Kapitän Marco Friedl wohl wieder nach links rücken – und Anthony Jung säße vorerst auf der Bank.

In den anderen Mannschaftsteilen dürfte es dagegen beim Alten bleiben. Jens Stage ist als Sechser in der Aufstellung des SV Werder Bremen gesetzt, auch Leonardo Bittencourt und Romano Schmid sind aktuell im Mittelfeld recht konkurrenzlos unterwegs. In der Offensive gibt es da schon mehr Spielraum, neben Dawid Kownacki und Nick Woltemade hofft insbesondere Justin Njinmah auf mehr Spielzeit. Letzterer hat mit seinem Tempo jüngst wieder ein paar Akzente setzen können, ein Startelfeeinsatz gegen den FCA wäre deshalb keineswegs eine Überraschung. Doch womöglich wird genau dieses Tempo erst später in einer vermutlich kampfbetonten und wenig Raum bietenden Partie benötigt. Ole Werner dürfte deshalb auch dieses Mal auf die erfahrenere Paarung Marvin Ducksch/Rafael Borré setzen. (mbü)

SV Werder Bremen: Zetterer – Veljkovic, Stark, Friedl, Weiser, Stage, Deman, Bittencourt, Schmid, Ducksch, Borré

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