Im Interview verraten
Agu verdankt Thioune die Karriere: Werder-Profi rührte intern Werbetrommel für neuen Trainer
Felix Agu verrät, was er Trainer Daniel Thioune zu verdanken hat – und wie er bei Werder Bremen für die Anstellung des Coaches geworben hat.
Dass die Verbindung, die Daniel Thioune und Felix Agu haben, keine x-beliebige zwischen einem Trainer und seinem Spieler ist, ließ sich beim SV Werder Bremen von Tag eins an beobachten. Der neue Coach und der Außenverteidiger pflegen einen vertrauten Umgang. Sie kennen sich seit Jahren, verstehen sich bestens – und sind froh, jetzt wieder zusammenzuarbeiten. Mehr noch: Agu hat kurz vor Thiounes Anstellung Anfang Februar intern sogar ausgiebig für den 51-Jährigen als neuen Übungsleiter geworben.
Neuer Trainer bei Werder Bremen: Felix Agu warb für Daniel Thioune
„Als feststand, dass Horst Steffen entlassen wird, bin ich die Tage danach viel durch die Kabine gegangen und habe immer gesagt: Die sollen Daniel Thioune holen“, berichtet Felix Agu mit einem Lachen im Interview mit der DeichStube. „Ich dachte mir, der würde sehr gut zu uns passen. Er ist ein super Trainer, der vielleicht noch nicht in der Bundesliga den größten Namen hat, sodass er direkt als erste Wahl auf der Liste steht. Aber ich war mir sehr sicher, dass Daniel genau die richtige Lösung für Werder sein kann.“ Erst recht, als die Gerüchte in den Medien aufkamen, habe er für den Coach die Werbetrommel gerührt – „auch ungefragt“, sagt Felix Agu grinsend. Daniel Thioune funkte der 26-Jährige parallel per Handy an und holte sich eine kurze Bestätigung für die Verhandlungen zwischen den Partien ab. „Am nächsten Tag stand er bei uns in der Kabine, und da war ich sehr glücklich.“
Felix Agu dankt Daniel Thioune für frühere Förderung – und freut sich über Wiedersehen bei Werder Bremen
Felix Agu hat Daniel Thioune nämlich viel zu verdanken, vielleicht sogar die ganze Karriere. Beide kennen sich schon aus gemeinsamen Zeiten beim VfL Osnabrück, als Agu Jugendspieler und Thioune Jugendtrainer war. „Daniel kennt mich, seit ich 14 bin. Da war er schon U17-Coach in Osnabrück, dort habe ich ihn als Trainer kennengelernt“, erzählt Agu. „Daniel hat mich einfach schon damals sehr gefördert, obwohl nicht unbedingt abzusehen war, dass ich den Sprung zum Profi schaffe, weil ich ein Spätentwickler war.“ Und so bewahrte Thioune Agu womöglich sogar vor einem vorzeitigen Aus bei den Niedersachsen: „Er hat immer etwas in mir gesehen und dann auch mit dafür gesorgt, dass ich weiter übernommen werde – in die U19 und zu den Profis. Wir haben so viel zusammen erlebt, da wächst so eine Beziehung.“ Jetzt hat der Profifußball Schüler und Mentor in der Bundesliga beim SV Werder Bremen wieder zusammengeführt. (han/mwi)
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