Finanz-Planung
„Wirtschaftliches Standbein“: Werder Bremen will neue Anleihe auf den Markt bringen
2021 hatte der SV Werder Bremen mit einer Mittelstandsanleihe viel Geld eingenommen, doch die läuft bald aus. Jetzt plant der Verein, eine neue Anleihe auf den Markt zu bringen.
Bremen - Als es während der Corona-Pandemie wirtschaftlich dramatisch schlecht um den SV Werder Bremen stand, war die Mittelstandsanleihe ein wichtiges Instrument, um die Liquidität und damit letztlich das Überleben des Vereins zu sichern. Insgesamt 17 Millionen Euro haben die Bremer im Jahr 2021 durch die Anleihe am Kapitalmarkt eingesammelt, in zwei Zeichnungsphasen wurde sie zunächst institutionellen Investoren sowie Freunden und Sponsoren des Clubs angeboten, ehe auch Privatanleger zuschlagen durften. Im Sommer 2026 läuft die Anleihe in ihrer jetzigen Form aus - soll allerdings abgewandelt fortgeschrieben werden. Die Pläne dazu sind bereits sehr konkret.
Werder Bremen plant, Mittelstandsanleihe neu aufzulegen - Geschäftsführer Klaus Filbry nennt sie „wirtschaftliches Standbein“
„Wir planen, die Mittelstandsanleihe im Sommer neu aufzulegen. Da laufen gerade die letzten Prüfungen, die im Januar abgeschlossen sein sollten“, sagt Werder Bremens Geschäftsführer Klaus Filbry gegenüber der DeichStube. Und weiter: „Die derzeitigen Anleger könnten dann zu veränderten Konditionen verlängern, zudem könnten neue einsteigen. Die Anleihe hat eine gute Performance am Kapitalmarkt gezeigt und ist zu einem wirtschaftlichen Standbein für uns geworden.“
Mit einem jährlichen Zinssatz von 6,5 Prozent war die aktuelle Mittelstandsanleihe ein äußerst attraktives Finanzprodukt für die Anleger. Die letzte Ausschüttung ist auf den 31. Juli 2026 terminiert, was nach dann gut fünf Jahren das Ende der bisherigen Anleihe bedeutet. Schon bald dürften die Konditionen für das neue Angebot feststehen. (dco)