Werder-Transfer-News
Abschied im Winter? Hansen-Aaröen und Alvero haben bei Werder Bremen weiterhin einen schweren Stand
Wie geht es für Skelly Alvero und Isak Hansen-Aaröen beim SV Werder Bremen weiter? So planen die Grün-Weißen mit den beiden Mittelfeldspielern.
Bremen – Als am Sonntagvormittag die Spieler des SV Werder Bremen, die am Tag zuvor beim Unentschieden gegen den FSV Mainz 05 (1:1) entweder gar nicht oder nur per Einwechslung zum Einsatz gekommen waren, ihr übliches Auslaufen auf den Trainingsplätzen absolvierten, waren auch Skelly Alvero und Isak Hansen-Aaröen dabei. Und das, obwohl beide im Auswärtsspiel bei den Rheinhessen gar nicht zum Spieltagskader gehört hatten. Was für Hansen-Aaröen (nur in vier von neun Partien im Kader) in dieser Spielzeit kein komplett neues Szenario ist, dürfte für Alvero hingegen als erneuter kleiner Rückschlag gelten. Schließlich zählte der Franzose in dieser Saison ansonsten immer zum Aufgebot und stand bereits in zwei Spielen auf dem Platz. „Es ist für sie keine einfache Situation, da sie schon seit längerer Zeit nicht auf die Spielzeit kommen, die sie sich wünschen“, sagt Werders Leiter Profifußball Peter Niemeyer im Gespräch mit der DeichStube über die derzeitige Lage der beiden Profis.
Werder Bremens Peter Niemeyer über Skelly Alvero und Isak-Hansen-Aaröen: „Beide müssen dranbleiben und im Training weiter Gas geben“
Während Alvero (2,02 m) und Hansen-Aaröen (1,73 m) von der Statur her kaum unterschiedlicher sein könnten, teilen sie in Bremen schon seit geraumer Zeit ein ähnliches Schicksal. Beide kamen im Januar 2024 als vielversprechende Talente – finanziert durch das damals frische Geld des Investorenbündnisses. Doch bis heute konnten sich weder der Franzose noch der Norweger bei Werder Bremen durchsetzen. Während Skelly Alvero sein Potenzial zumindest in Ansätzen andeutete, etwa nach seiner Einwechslung als Innenverteidiger in dieser Saison gegen Bayer Leverkusen (3:3), kommt Isak Hansen-Aaröen bislang lediglich auf vier Pflichtspiele für die Profis – zumeist Kurzeinsätze in den Schlussminuten. „Auf ihren Positionen ist der Konkurrenzkampf groß, und bislang haben sie es noch nicht geschafft, sich durchzusetzen“, erklärt Peter Niemeyer und betont: „Beide müssen dranbleiben und im Training weiter Gas geben.“
Doch das allein dürfte irgendwann weder den Spielern noch den Verantwortlichen mehr reichen. Zwar zeigen sich beide in den Trainingseinheiten engagiert – besonders bei Skelly Alvero ist zu erkennen, dass er im Vergleich zur vergangenen Rückrunde wieder mehr Selbstvertrauen in seinen Aktionen besitzt. Wirklich nah dran an Einsätzen, geschweige denn an einem Platz in der Startelf, sind dennoch beide Profis nicht. Dafür ist die Konkurrenz im Mittelfeld nicht nur qualitativ, sondern auch quantitativ zu stark. Ein Umstand, den man bei Werder Bremen bereits im Sommer geahnt hatte – auch wenn die leise Hoffnung bestand, dass beide womöglich unter dem neuen Cheftrainer Horst Steffen aufblühen könnten. Den möglichen Kaderplatz als zweite oder dritte Einwechseloption im offensiven Mittelfeld, den beispielsweise Isak Hansen-Aaröen anstrebte, besetzt mittlerweile allerdings Nachwuchstalent Patrice Covic, dem man im Verein eine vielversprechende Zukunft zutraut.
Werder Bremens Peter Niemeyer über Skelly Alvero und Isak Hansen-Aaröen: „Klar ist, dass sie Spielzeit brauchen“
Daher waren die Bremer bei beiden Profis bereits im Sommer gesprächsbereit, als es um einen möglichen Abgang ging. Während Isak Hansen-Aaröen sich jedoch gerne am Osterdeich durchsetzen wollte, versuchten die Verantwortlichen bei Skelly Alvero zum Ende der Transferphase, im Ausland noch einen Abnehmer für eine Leihe zu finden. Da sich jedoch kein passender Verein fand, blieb der 23-Jährige in Bremen. Sollte sich die Situation beider Spieler in den kommenden sechs Wochen nicht entscheidend verändern, dürfte es somit im Winter entweder auf ein Leihgeschäft oder sogar auf einen Verkauf hinauslaufen. Zwar stellt Peter Niemeyer klar, dass Werder Bremen „noch nicht entschieden hat, wie es mit beiden im Winter weitergeht“, doch der Ex-Profi macht ebenso deutlich: „Klar ist aber auch, dass sie Spielzeit brauchen.“ (bvo)
Rubriklistenbild: © gumzmedia
