Zukunft ungewiss
Trotz Lobs für ihre Auftritte: Alvero und Kownacki bleiben Abgangskandidaten bei Werder
Skelly Alvero und Dawid Kownacki sind klare Abgangskandidaten beim SV Werder Bremen. So steht es um die Zukunft der beiden Profis.
Es kommt nicht allzu häufig vor, dass Skelly Alvero nach Spielen des SV Werder Bremen etwas in den sozialen Medien postet. Nach dem Testspiel bei Energie Cottbus war das anders. Zwar verzichtete der Franzose auf Worte, veröffentlichte dafür aber drei Bilder, die ihn in Aktion zeigten. Die 60 Minuten in der Lausitz waren Alveros bislang längster Einsatz in dieser Vorbereitung.
Die ersten beiden Testspiele hatte der 24-Jährige noch krankheitsbedingt verpasst, gegen den VfL Bochum stand er lediglich eine halbe Stunde auf dem Platz. „Skelly hat gegen Cottbus ein gutes Spiel gemacht“, lobt Werders Leiter Profifußball Peter Niemeyer gegenüber der DeichStube. „Er war sehr präsent, hat viele Bälle erobert und war in den Zweikämpfen stabil. Durch solche Auftritte wie jetzt gegen Cottbus kann sich jeder bei uns zeigen und für mehr empfehlen.“
Skelly Alvero und Dawid Kownacki zeigen sich engagiert – aber reicht das für Verbleib bei Werder Bremen?
Auch wenn Skelly Alvero längst nicht alles gelang, fiel vor allem sein deutlich besseres Timing in den Zweikämpfen auf. Insgesamt wirkt der Franzose in dieser Vorbereitung engagiert und deutlich präsenter als noch in der Vergangenheit – auch wenn sich in seinem Spiel weiterhin Fehler einschleichen. Alvero dürfte selbst wissen, dass die neue Saison wohl seine letzte echte Chance ist, sich beim SV Werder Bremen nachhaltig zu beweisen. Eine ähnliche Ausgangslage hat Dawid Kownacki. Während Alveros Vertrag noch bis 2028 läuft, endet das Arbeitspapier des Angreifers an der Weser bereits im kommenden Sommer. Zwar kennt der Pole Cheftrainer Daniel Thioune noch aus der gemeinsamen Zeit bei Fortuna Düsseldorf, dennoch gilt auch der Angreifer weiterhin als Verkaufskandidat.
Dawid Kownacki und Skelly Alvero bleiben Transfer-Kandidaten bei Werder Bremen
„Bei Dawid sieht man im Training immer wieder, was für eine Abschlussstärke er hat“, sagt Niemeyer. Einen definitiven Verbleib des 29-Jährigen leitet er daraus allerdings nicht ab. „Aber klar muss man schauen, wie das weitere Transferfenster für beide verläuft.“ Nach DeichStube-Informationen sind die Bremer bei passenden Angeboten sowohl für Skelly Alvero als auch für Dawid Kownacki weiterhin gesprächsbereit.
Das Problem: Konkrete Verhandlungen mit interessierten Vereinen gibt es bislang nicht. Gleichzeitig möchte Werder Bremen sowohl auf der Mittelstürmer-Position als auch im zentralen defensiven Mittelfeld noch nachlegen. Sollten dort die erhofften weiteren Neuzugänge kommen, dürften die Chancen auf regelmäßige Einsatzzeiten für Alvero und Kownacki trotz ihrer bislang engagierten Eindrücke in der Vorbereitung noch weiter sinken. Und einen Abgang in diesem Sommer nicht unwahrscheinlicher machen. (bvo)
Rubriklistenbild: © gumzmedia
