Lob für Werders Derbyhelden
Werder-Profi Stage überragt im Nordderby gegen den HSV: „Was der Junge uns gibt, ist unglaublich“
Zwei Tore und eine bärenstarke Leistung beim Comeback: Jens Stage ist der gefeierte Held beim SV Werder Bremen nach dem Derbysieg gegen den HSV!
Für den Mann des Tages trat Clemens Fritz gerne einen Schritt beiseite. Als der Geschäftsführer des SV Werder Bremen gerade den anwesenden Journalisten Rede und Antwort stand, tauchte hinter ihm Jens Stage auf. Fritz unterbrach das Gespräch, nahm den Doppeltorschützen des 3:1-Heimsiegs gegen den Hamburger SV im Nordderby herzlich in den Arm und gab anschließend zu Protokoll: „Jens hat ein überragendes Spiel gemacht, er war einfach Weltklasse. Er hat heute wieder unter Beweis gestellt, wie wichtig er für uns ist. Da mache ich dann auch gerne sofort Platz.“
Werder Bremens Jens Stage: „Das war vielleicht eines der besten Tore meiner Karriere“
Und weg war der Ex-Profi, der lieber dem dänischen Mittelfeldspieler die nächste Bühne überließ. Zuvor hatte Jens Stage auf dem Rasen einmal mehr im Fokus gestanden. Zunächst sorgte er mit einem wuchtigen Kopfball für die 1:0-Führung, in der zweiten Hälfte gelang ihm dann sogar ein Treffer der Kategorie „Traumtor“ zum zwischenzeitlichen 2:1 gegen den HSV. „Das war vielleicht eines der besten Tore meiner Karriere“, sagte Stage schmunzelnd. Es waren die Saisontore acht und neun für den Mittelfeldmotor, der damit – wie schon in der Vorsaison – die interne Torschützenliste beim SV Werder Bremen anführt.
„Was der Junge uns und dem Verein gibt, ist unglaublich. Er ist nicht zu ersetzen“, lobte Innenverteidiger Amos Pieper seinen Mitspieler nach dem Sieg gegen den HSV in den allerhöchsten Tönen. Dabei ließ der Profi des SV Werder Bremen lachend durchblicken, dass auch die Mannschaft versucht hatte, Jens Stage noch einmal zusätzlich zu pushen, nachdem dieser in den vergangenen Wochen mit muskulären Problemen zu kämpfen hatte: „Der hat die ganze Woche nicht trainiert, und dann sagen ihm alle: ‚Jetzt reiß dich mal zusammen, es wäre schon gut, wenn es klappt.‘ – und dann kommt er zurück.“
Dass es am Ende tatsächlich funktionierte, lag laut Jens Stage selbst vor allem an der Arbeit der medizinischen Abteilung. „Für mich persönlich waren die letzten Wochen sehr schwer, aber der Staff hat wirklich alles dafür getan, dass es klappt“, so der Däne, der zugab: „Die ganze Woche über habe ich nicht gedacht, dass ich spielen kann.“ Gereicht hat es letztlich für etwas mehr als 60 Minuten – danach „war ich von der Luft her tot“, sagte Stage nach der Partie gegen den HSV mit einem Lächeln. Seinen Job hatte er bis dahin jedoch mit Bravour erledigt und Werder auf die Siegerstraße gebracht. Etwas, das im aktuellen Kader des SV Werder Bremen am verlässlichsten in dieser Spielzeit nur er leisten kann. Ein Grund mehr, warum unter der Woche nichts unversucht blieb, um den Vizekapitän spielfit zu bekommen. „Wir haben alles probiert und waren in ganz Deutschland unterwegs“, erklärte Stage, der sich weitere Meinungen zu seinem körperlichen Zustand eingeholt hatte.
Werder Bremens Daniel Thioune über Jens Stage: „Er ist der ‚Glue Guy‘ in der Kabine, der die Mannschaft zusammenhält“
Schlussendlich gaben die Mediziner grünes Licht für einen Einsatz – womöglich das entscheidende Signal vor diesem Nordderby, wie auch Cheftrainer Daniel Thioune betonte: „Es war sehr wichtig, dass er da war. Er ist der ‚Glue Guy‘ in der Kabine, der die Mannschaft zusammenhält und verbindet.“ Dass Jens Stage selbst ohne hundertprozentige Fitness einen solchen Unterschied gegen den Hamburger SV ausmachen würde, hatte allerdings auch der Cheftrainer des SV Werder Bremen nur bedingt erwartet: „Ich hätte mir niemals ausgemalt, dass er so ein Tor schießt wie bei seinem zweiten Treffer. Wir sind einfach unheimlich froh, dass er uns heute so geholfen hat.“ (bvo)
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