Werder gewinnt Nordderby

Vier Tore, vier Rote Karten: Werder holt turbulenten Derby-Sieg gegen HSV

Derbysieg! Der SV Werder Bremen hat das Bundesliga-Duell gegen den HSV mit 3:1 (1:1) gewonnen - Jens Stage avanciert zum Nordderby-Helden!

Durchatmen im Tabellenkeller – aber es war das erwartet schwere Stück Arbeit. Doch das interessierte am späten Samstagnachmittag niemanden so richtig, der es mit dem SV Werder Bremen hielt. Denn die Mannschaft von Trainer Daniel Thioune setzte sich in einem keinesfalls spielerisch hochklassigen, aber ansonsten prickelnden Nordderby mit 3:1 (1:1) gegen den Hamburger SV durch, nahm somit erfolgreich Revanche für die Niederlage aus dem vergangenen Dezember und sammelte drei enorm wichtige Punkte im Abstiegskampf ein. Die Emotionen kochten dabei über – auf beiden Seiten. Und es hagelte Rote Karten.

Jens Stage (rechts) erzielte beim Derbysieg des SV Werder Bremen einen Doppelpack gegen den HSV, Robert Glatzel (links) glich zwischenzeitlich aus.

Cameron Puertas, Jens Stage und Jovan Milosevic rücken bei Werder Bremen gegen den HSV in die Startelf

Doch der Reihe nach. Im Vorfeld der Partie war eifrig gerätselt worden, welche Aufstellung Werder-Trainer Daniel Thioune wählen würde – und exakt eine Stunde vor dem Anpfiff stand dann endgültig fest, dass der zuletzt verletzte Jens Stage tatsächlich zur Startformation gehörte. In der Abwehr vor Torhüter Mio Backhaus bildeten in Abwesenheit von Kapitän Marco Friedl (Rotsperre) Yukinari Sugawara, Amos Pieper, Karim Coulibaly und Olivier Deman die Viererkette. Felix Agu fehlte wegen muskulärer Probleme gänzlich. Im Zentrum waren neben Stage auch Senne Lynen und Cameron Puertas unterwegs, der zuletzt gelbgesperrt gefehlt hatte, die Offensive bildeten Romano Schmid, Justin Njinmah und Jovan Milosevic. Auf der Bank des SV Werder Bremen saß zum erst zweiten Mal in dieser Saison Defensivkraft Maximilian Wöber, Stürmer Victor Boniface wurde abermals nicht berücksichtigt. Beim HSV wurde derweil Star-Verteidiger Luka Vuskovic wegen einer Knieprellung schmerzhaft vermisst.

Als Schiedsrichter Florian Exner dann die Partie eröffnete, wurde sich auch auf dem Rasen keineswegs abgetastet. Es wurde sich gekabbelt und bekämpft, Werder Bremen erspielte sich durch Njinmah und Puertas erste Chancen (7./8.). Doch die Abschlüsse waren zu harmlos. Dann lag plötzlich der Ball auf der Gegenseite im Tor, nachdem der Hamburger SV einen Freistoß schnell ausgeführt und Werder damit komplett überrumpelt hatten – eine Abseitsstellung verhinderte allerdings einen frühen Bremer Schock (14.). Im weiteren Verlauf mühte sich die Heimelf um die Kontrolle, hatte häufig den Ball, sorgte aber wie so häufig in dieser Spielzeit kaum für Gefahr. Die Gäste warteten derweil ab und tauchten mit recht einfachen Mitteln vor SVW-Torhüter Backhaus auf. So genügte ein langer Ball, um Amos Pieper aus der Situation zu nehmen, doch Ransford Königsdörffer schoss knapp vorbei (27.). Sekunden später musste Backhaus bei einem Versuch von Fabio Vieira eingreifen.

Jens Stage köpft Werder Bremen in Führung, doch Robert Glatzel gleicht umgehend für den HSV aus

Sportlich hochklassig war das Geschehen auf dem Rasen keineswegs, vor allem Werder Bremen agierte phasenweise sehr fehlerhaft, brachte vorne kaum einen Ball an den Mann und gab hinten zu wenig Druck auf den Gegner. Trotzdem wurde plötzlich gefeiert. Sugawara hatte eine herrliche Flanke ins Zentrum geschlagen, wo Stage völlig unbedrängt zur Führung einköpfte (37.). Ekstase im Weserstadion – doch nur vier Minuten später gab es den Dämpfer. Und wieder genügte ein langer Ball, bei dem sich Coulibaly viel zu leicht von Robert Glatzel abschütteln ließ. Der HSV-Angreifer lief dann noch ein paar Schritte und markierte mit einem fulminanten Distanzschuss das 1:1 (41.). Ein Zwischenstand, der zur Pause völlig in Ordnung ging.

Nach dem Seitenwechsel galt auf beiden Seiten abermals die oberste Prämisse: Bloß nicht den entscheidenden Fehler machen. Strafraumszenen gab es so kaum, nach einer Puertas-Flanke köpfte Stage immerhin aufs Tor des Hamburger SV – jedoch zu zentral (55.). Doch keine 120 Sekunden ließ der Däne dann das Stadion erneut beben. Über Schmid und Puertas landete der Ball beim 29-Jährigen, der per traumhaftem Schlenzer von der Strafraumgrenze das 2:1 für den SV Werder Bremen besorgte (57.). Kurz danach wechselte Thioune erstmals, brachte Marco Grüll für den ausgelaugten und insgesamt unauffälligen Milosevic. Wenig später musste auch Doppelpacker Stage entkräftet vom Feld, für ihn kam Leonardo Bittencourt, der recht zügig seine fünfte Gelbe Karte in dieser Saison sah.

Cameron Puertas erhöht in der Nachspielzeit für Werder Bremen gegen den HSV - drei Rote Karten in der Nachspielzeit

Der rote Karton wurde aber auch noch ausgepackt, weil HSV-Profi Philip Otele im Mittelfeld Puertas voll aufs Schienbein stieg – nach Hinweis des VAR und Ansicht der Bilder schickte Schiedsrichter Florian Exner den Gäste-Akteur völlig zurecht in die Kabine (79.). Bei Werder Bremen kassierte dann Grüll seine fünfte Gelbe Karte und wird in einer Woche das Auswärtsspiel gegen den VfB Stuttgart verpassen. Der Österreicher war auch in den nächsten Aufreger involviert, denn es blieb farbenfroh: In der 85. Minute kassierte Hamburgs Bakery Jatta zunächst Rot wegen eines Fouls gegen Grüll – doch wieder schaltete sich der VAR ein, letztlich gab es lediglich Gelb. Anstelle einer doppelten Überzahl blieb es also bei einer einfachen für die Bremer.

Und Werder Bremen wusste sie zu nutzen. Just als die zwölfminütige (!) Nachspielzeit angezeigt wurde, leistete sich der HSV einen Fehler im Spielaufbau, Werder schaltete überlegt um und am Ende traf Puertas platziert ins kurze Eck zum 3:1. Das Weserstadion avancierte endgültig zum Tollhaus. Auch zwischen den Bänken brodelte es, bei einer Rudelbildung wurde wild geschubst und diskutiert. Werders Co-Trainer Jan Hoepner sah dabei ebenso Rot wie zwei Protagonisten der Gästebank. Danach war unter den Feiergesängen der Werder-Fans wieder Zeit für Fußball, Schmid ließ sogar noch das 4:1 liegen (90.+11) – aber dann durfte endgültig der Nordderby-Triumph am Osterdeich zelebriert werden. Am kommenden Sonntag (15.30 Uhr/DeichStube-Live-Ticker) geht es für Werder mit einem Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart weiter. (mbü)

SV Werder Bremen: Backhaus – Sugawara, Pieper, Coulibaly, Deman – Lynen, Stage (67. Bittencourt), Puertas – Schmid, Njinmah (90. Stark), Milosevic (60. Grüll)

Der Liveticker zum Nachlesen:

Werder Bremen im Liveticker gegen HSV: Schluss - Werder gewinnt turbulentes Nordderby!

Werder Bremen im Liveticker gegen den Hamburger SV: Alle Tore, News und Infos vom Nordderby gegen den HSV - alles live im Bundesliga-Live-Ticker der DeichStube. Endstand: 3:1 für Werder

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17.34 Uhr. Dann ist Schluss! Werder bezwingt den HSV im Nordderby mit 3:1 und feiert Big Points im Abstiegskampf! In einer spielerisch armen Partei nutzten die Bremer ihre wenigen Chancen eiskalt, während der HSV nur durch Glatzels Sonntagsschuss gefährlich wurde. Damit ziehen die Bremer in der Tabelle nach Punkten mit dem Erzrivalen gleich.

90 (+11). Min: Fast das 4:1! Hamburg wirft alles nach vorne und Werder kontert: Grüll treibt die Kugel über den halben Platz und hat das Auge für Schmid, der aus zehn Metern nur noch einschieben muss, aber an Heuer-Fernandes scheitert.

90 (+8.). Min: Werder bolzt sämtliche Hamburger Bälle nach vorne. Die Vorstöße der GHäste sorgen für überhaupt keine Gefahr.

90 (+7). Min: Die Bremer Fans feiern bereits lautstark den bevorstehenden Derbysieg. Fünf Minuten sind noch auf der Uhr.

90 (+5). Min: Puertas hat Blut geleckt und prüft Heuer-Fernandes mit einem Schuss aus spitzem Winkel.

90 (+2). Min: Nach dem Treffer gibt es eine Rudelbildung vor der HSV-Bank. Daraufhin gibt es dreimal Rot: 2x für HSV- und 1x für einen Bremer Betreuer.

Werder Bremen im Liveticker gegen HSV: Puertas mit der Entscheidung!

90 (+1). Min: Toooooooooor für Werder! Puertas mit der Entscheidung! Schmid hat im Bremer Gegenstoß die Übersicht für Puertas, der aus 20 Metern trocken ins Torwarteck einschießt.

89. Min: Niklas Stark kommt für Njinmah und soll helfen, die Führung über die Zeit zu bringen.

88. Min: Die Rote Karte wird nach VAR-Eingriff zurückgenommen! Jattas Einsteigen war zwar hart, aber für eine Rote Karte nicht hart genug. Es gibt nun Gelb.

85. Min: Rot für Jatta! Grüll legt sich den Ball zu weit vor. Jatta riecht den Braten, verschätzt sich dann aber komplett und trifft Pieper am Knöchel. Exner zeigt direkt Rot.

83. Min: Nächster Wechsel beim HSV: Mit Damion Downs kommt ein weitere Stürmer - Capaldo hat dafür Feierabend.

82. Min: Grüll steigt im Mittelfeld zu hart ein und wird verwarnt. Fünfte Gelbe Karte für den Österreicher.

82. Min: Die Rote Karte macht es nicht leichter fü die Hamburger. Werder hat derzeit keine Mühe, die Angriffe wegzuverteidigen.

79. Min: Der VAR greift ein - es gibt Rot für Otele nach dem Foul an Puertas! Der Joker ist mit offener Sohle in den Bremer gegangen - richtige Entscheidung!

77. Min: Das Spiel ist gerade unterbrochen, da in einem Bremer Angriff gleich mehrere Grün-Weiße von den Beinen geholt worden.. Sowohl Puertas als auch Deman bleiben nach klaren Fouls am Boden liegen!

76. Min: Für Muheim geht es nicht weiter, auch hat Königsdörffer hat Feierabend. Für die beiden kommen Jatta und Stange.

75. Min: Omari versucht es bei der folgenden Ecke aus der zweiten Reihe, schießt die Kugel aber Richtung Eckfahne.

73. Min: Bittencourt checkt Muheim ins Aus und gibt dem Schweizer noch ein paar nette Worte mit. Exner gibt hierfür Gelb. Das Stadion honoriert die Aktion aber mit Szenenapplaus.

72. Min: ... diesen fälscht Grüll mit dem Haupthaar zur Ecke ab.

71. Min: Muheim legt sich den Ball für einen Freistoß aus 25 Metern zurecht...

68. Min: Bittencourt fügt sich mit einer starken Grätsche ein, die zum Bremer Konter führt. Njinmah hat rechts das Auge für Puertas, der die Kugel aus zentraler Position auf die Tribüne schießt.

67. Min: Der bereits verwarnte Muheim mäht Njinmah um und hat Glück, nicht vom Platz zu fliegen. Thioune nutzt die Pause und bringt Bittencourt für Doppelpacker Stage.

66. Min: Polzin reagiert und bringt Otele für Grönbäk. Derweil deutet Stage an, dass es er bald raus muss.

64. Min: Momentan plätschert das Spiel ein wenig vor sich hin. Werder überlässt den Hamburgern den Ball, die hiermit wenig anzufangen wissen.

62. Min: Wie reagieren die Hamburger? Eine Ecke von rechts segelt ins Toraus. So wird es nichts mit dem erneuten Gegenschlag.

61. Min: Erster Wechsel der Partie: Für den engagierten, aber glücklosen Milosevic kommt Marco Grüll in die Partie.

58. Min: Der Treffer hälft auch dem VAR-Check stand - Muheim ist not amused und sieht Gelb.

Werder Bremen im Liveticker gegen HSV: Jens Stage-Traumtor zur Führung!

57. Min: Tooooor für Werder! Jens Stage mit einem Traumtor! Schmid hat das Auge für den freistehenden Stage, der aus 20 Metern nicht lange fackelt und mit einem herrlichen Schlenzer in den Knick zur erneuten Führung trifft!

55. Min: Wenn es bei Werder gefährlich wird, dann über Stage. Puertas flankt aus dem linken Rückraum in die Mitte, wo der Däne sich im Kopfballduell gegen Omari durchsetzt. Dem Kopfball fehlt es dann an Präzision, sodass Heuer-Fernandes zur Stelle ist.

53. Min: Auf der Gegenseite hat Schmid das Auge für den gestarteten Njinmah, der dann aber Tempo raus nehmen muss und den Ball von der rechten Seite in die Füße von Torunarigha spielt.

52. Min: Njinmahs Fehlpass leitet den nächsten Hamburger Angriff ein: Muheim flankt von links auf den langen Pfosten, wo Mikelbrencis ferei zum Kopfball kommt, diesen aber in die Arme von Backhaus nickt.

50. Min: Stage kommt nach einer Ecke zum Kopfball und verfehlt das Tor um einen knappen Meter. Zuvor wurde die Szene aber wegen eines Stürmerfouls von Milosevic unterbrochen.

48. Min: Der erste Abschluss gehört den Gästen: Grönbäk legt ab zu Capaldo, der die Kugel aus 25 Metern volley nimmt, diese aber nicht aufs Tor bringen kann.

47. Min: Die Bremer Fans zündeln eifrig Pyrotechnik - das wird teuer!

46. Min: Dann rollt der Ball wieder - wer erwischt den besseren Start in Durchgang zwei?

16.28 Uhr: Die Daten des 1. Durchgangs sprechen für Werder: 61:39% Ballbesitz, 6:5 Torschüsse und 0,94:0,31 expected goals aus Sicht der Grün-Weißen.

16.20 Uhr: Wir haben ein Derby! Nach vielen Fehlern auf beiden Seiten bekam das Spiel durch den Kopfballtreffer von Stage eine neue Dynamik. Glatzel küsste den HSV mit seinem wuchtigen Treffer wach. Danach wurden beide Teams mutiger, ohne dass es zu weiteren Chancen kam. Die zweite Hälfte verspricht Spannung!

16.18 Uhr. Dann ist Pause.

45 (+2). Min: Die letzten Sekunden der ersten Hälfte laufen. Werde rennt noch einmal an.

45. Min: Da ist die erste Rangelei: Königsdörffer und Deman geraten im Mittelfeld aneinander. Nach einem kurzen tete-a-tete sehen beide Gelb.

44. Min: Plötzlich ist hier richtig Musik drin! Deman mit einer scharfen Hereingabe voirs Tor, wo Omari in höchster Not entschärft.

41. Min: Robert Glatzel gleicht aus! Der Hamburger Stürmer wird rechts von Capaldo auf die Reise geschickt, fackelt nicht lange und hämmert die Kugel unhaltbar für Backhaus ins lange Toreck. Bitter!

37. Min: Tooooooooooor für Werder! Aus dem Nichts die Bremer Führung. Sugawara flankt von der rechten Seite auf Stage, der mutterseelenallein zum Kopfball ansetzt und die Kugel unhaltbar ins rechte Toreck köpft. Ist das wichtig!

36. Min: Torunarigha läuft einen langen Ball auf Milosevic ab.

34. Min: Vieira chipt einen Freistoß aus knapp 30 Metern ins Toraus. Da war mehr drin.

32. Min: Nach langer Zeit mal wieder ein Bremer Abschluss: Njinmah fasst sich ein Herz und zieht aus 25 Metern ab. Heuer-Fernandes taucht ab und hat den tückischen Aufsetzer sicher.

31. Min: Beiden Teams unterlaufen immer wieder einfache Fehlpässe. Genug Räume sind auf beiden Seiten vorhanden - es mangelt aber an der Nutzung.

27. Min: Hamburg wird mutiger: Diesmal ist es Vieira, der aus 25 Metern einfach mal abzieht. Backhaus hat den Ball im Nachfassen. Der Bremer Schlussmann hatte die Möglichkeit mit einem schlampigen Pass selbst eingeleitet.

26. Min: Was macht Pieper denn da? Der Bremer kann einen langen Ball der Hamburger nicht kontrollieren und vertendelt ihn an Königsdörffer, der direkt abzieht. Der Schuss rauscht - zum Glück für Werder - deutlich am langen Eck vorbei.

21. Min: Stage wirft sich mit allem, was er hat, in einen Schuss von Muheim und kann den Ball blocken.

20. Min: Werder bestimmt hier ganz klar das Spielgeschehen und hatte bereits einige vielversprechende Offensivaktionen. Die Hamburger lauern auf Gegenstöße.

18. Min: Werder kommt immer wieder über die rechte Seite, wo die Hamburger Hintermannschaft keinen sicheren Eindruck macht. Puertas Heringabe landet am Außennetz.

17. Min: Puertas führt aus und flankt in die Mitte, wo Torunarigha per Kopf entschärft.

16. Min: Njinmah holt gegen Grönbäk einen Freistoß aus guter Position raus...

Werder Bremen im Liveticker gegen HSV: Tor für den HSV - aber Abseits!

14. Min: Hamburg jubelt, aber nur kurz! Ein schnell ausgeführter Freistoß landet bei Königsdörffer, der Glatzel in der Mitte bedient. Der Ball landet im Tor, doch sowohl Königsdörffer als auch Glatzel standen im Abseits. Glück für Werder!

11. Min: Nächste gute Aktion der Bremer: Wieder spielt Njinmah die Kugel von rechts an die Strafraumgrenze, wo Puertas Direktabnahme einen guten Meter am rechten Pfosten vorbei rauscht.

8. Min: Wieder Werder, diesmal wird‘s gefährlich: Njinmah spielt die Kugel von rechts auf Milosevic, der abtropfen lässt zu Stage. Der Däne zieht aus 20 Metern ab, findet seinen Meister aber in Heuer-Fernandes.

7. Min: Erster Abschlzuss der Bremer: Schmid leitet einen Milosevic-Ball mit vollem Körpereinsatz weiter zu Njinmah, der dann aus spitzem Winkel keinen Druck an den Ball bringen kann. Heuer-Fernandes hat die Kugel ohne Probleme.

5. Min: Vieira schlägt einen Freistoß auf den Kopf von Glatzel, der zu Torunarigha verlängert. Der Kopfball des Verteidigers verfehlt das Tor zwar deutlich, die Bremer sollten aber gewarnt sein vor der Standardstärke der Hamburger,.

3. Min: Pieper schickt Njinmah auf rechts, doch Omari ist rechtzeitig da und klärt zum Einwurf.

2. Min: Der erste Bremer Freistoß aus dem Rückraum bringt direkt die erste Ecke ein. Diese wird aber geklärt.

Werder Bremen im Liveticker gegen HSV: Anpfiff - das Derby läuft!

1. Min: Los geht‘s! Werder spielt im ersten Durchgang auf die Ostkurve.

15.24 Uhr: Die große Choreo läuft und zieht sich durch das ganze Stadion. Über der Ostkurve thront das Banner „Wir waren Euer Untergang - Wir bleiben Euer Untergang!“ Es ist angerichtet, gleich laufen die Teams ein!

15.20 Uhr: Bei Werder kommt Olivier Deman heute zu seinem 50. Bundesliga-Einsatz. Sommer-Neuzugang Maximilian Wöber steht heute zum zweiten Mal überhaupt im Bremer Bundesliga-Kader. Ob der Österreicher im Saison-Endspurt doch noch zum Faktor wird?

15.16 Uhr: Das Hinspiel ging mit 3:2 an den HSV. Das letzte Duell im Weserstadion im September 2021 entschieden die Hamburger ebenfalls für sich (0:2). In der Bundesliga konnten die Grün-Weißen das letzte Aufeinandertreffen vor acht Jahren mit 1:0 gewinnen.

15.14 Uhr: Die Statistik spricht wettbewerbsübergreifend leicht für Werder. Von bislang 154 Duellen gingen 59 an Werder – 52 Mal jubelte der HSV, bei 43 Remis.

15.11 Uhr: Für Daniel Thioune ist das Spiel „out of the range – der Klassiker im Norden. Es geht darum, Dinge auf dem Feld persönlich zu nehmen. Es würde mich sehr überraschen, wenn meine Mannschaft nicht im Derby-Modus wäre.“ Bei Rückkehrer Stage schätzt Thioune die „außergewöhnliche Bedeutung für uns“. Gleichzeitig geht der 51-Jährige nicht davon aus, dass es beim Dänen für 90 Minuten reicht.

15.06 Uhr: Die Werder-Fans haben auf ihren Plätzen folgende Instruktionen für die anstehende Choreo aufgefunden: „Die Choreo findet auf der Nord, Süd und Ost statt. Auf allen Tribünen wird das Banner und/ oder Blockfahnen sowie Pappen geben.“ Verbunden mit der Aufforderung, die Pappen bis zum Anpfiff hochzuhalten.

15.05 Uhr: HSV-Trainer Polzin hat „maximal Bock auf ein geiles Duell. (...) Es geht für uns darum, an die eigenen Stärken zu glauben.“

15.01 Uhr: Die Bremer Fans empfangen ihre Mannschaft mit dem Banner „Auf geht‘s, Grün-Weiß!“

15.00 Uhr: Den Hamburgern ist nach starker Hinrunde in den letzten Wochen etwas die Luft ausgegangen: Nur ein Sieg aus den letzten sieben Partien lässt das Abstiegsgespenst immer näher Richtung Volkspark geistern. Umso wichtiger wäre heute in Sieg gegen den Nordrivalen.

14.56 Uhr: Zurück zum Sportlichen: Beide Teams können mit einem Sieg heute einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt machen. Derzeit liegt Werder mit 28 Zählern auf Rang 15 – zwei Zähler vor St. Pauli, die sich gestern 1:1 vom 1. FC Köln trennten. Der HSV ist mit 31 Zählern Dreizehnter.

14.54 Uhr: Bei Werders Einlauf wird jetzt auch ordentlich Pyrotechnik gezündet. Im Gegensatz zum HSV bleibt der Rasen aber verschont.

Werder Bremen im Liveticker gegen HSV: Hamburger Fans feuern Pyros aufs Spielfeld

14.48 Uhr: Bereits eine Dreiviertelstunde vor dem Anpfiff geht es heiß her: Die HSV Fans haben gerade Pyrotechnik in Richtung Ostkurve geschossen. Das Feuerwerk fliegt aber natürlich nicht sonderlich weit und landet auf Höhe des Sechzehners. Aktuell wird erneut im Gästeblock gezündelt. DAZN musste kurzzeitig sogar die Live-Moderation aus dem Weserstadion abbrechen, weil die Pyrotechnik gefährlich nah an Moderatorin Christina Rann und Experte Tobias Schweinsteiger heranflog.

14.45 Uhr: HSV-Trainer Merlin Polzin - einst Co-Trainer unter Thioune in Osnabrück - nimmt im Vergleich zur Stuttgart-Pleite drei Änderungen vor: Für Elfadli, Balde und Philippe beginnen Muheim, Capaldo und Glatzel.

14.42 Uhr: Die Hamburger Aufstellung dürfte von den Bremern wohlwollend zur Kenntnis genommen worden sein: So fehlt Star-Verteidiger Vuskovic mit Knieproblemen. Bereits beim 0:4 in Stuttgart musste der Kroate passen und fehlte dem HSV sichtlich. Mit fünf Treffern ist der 19-Jährige zudem geteilt bester Torjäger der Rothosen.

14.40 Uhr: Damit rotiert Thioune im Vergleich zum bitteren 1:3 beim 1. FC Köln gleich dreimal: Neben dem rot-gesperrten Kapitän Friedl werden auch Agu (muskuläre Probleme), Grüll und Bittencourt (beide Bank) ersetzt. Hierfür starten Coulibaly, Puertas, Stage und Milosevic.

Werder Bremen im Liveticker gegen HSV: Hamburg ohne Luka Vuskovic, Werder mit Jens Stage - die Aufstellungen sind da!

14.35 Uhr: Der HSV beginnt wie folgt: Heuer Fernandes - Mikelbrencis, Omari, Torunarigha, Muheim - Viera, Remberg, Grönbäk, Capaldo - Glatzel, Königsdörffer.
Bank: Tangvik – Elfadli, Philippe, Gocholeishvili, Jatta, Downs, Otele, Nandja, Stange .

14.30 Uhr: Here we go! Werder-Trainer Daniel Thioune schickt folgende Startelf aufs Feld: Backhaus - Sugawara, Pieper, Coulibaly, Deman - Lynen - Stage, Puertas - Schmid, Milosevic, Njinmah.
Bank: Kolke , Stark, Mganbula, Bittencourt, Grüll,, Schmidt, Covic, Musah, Wöber.

14.26 Uhr: Moin aus der Deichstube! In einer guten Stunde steigt das 110. Nordderby. Wir warten gespannt auf die Aufstellungen beider Teams.

13:51 Uhr: Der Mannschaftsbus des HSV kommt unter Schmähgesängen der Werder-Fans am Weserstadion an. Die DeichStube war mit einem Live-Stream vor Ort, hier das Video:

Der SV Werder Bremen im Liveticker gegen den HSV. Anpfiff des Bundesliga-Nordderbys gegen den Hamburger SV ist um 15.30 Uhr im Bremer Weserstadion, der Live-Ticker startet hier gegen 14.30 Uhr mit den Startelf-Aufstellungen beider Mannschaften. Alle Tore, News und Infos vom Derby zwischen dem SVW und dem HSV gibt es dann hier live im Liveticker der DeichStube.

Vorbericht Werder Bremen gegen den HSV:

Mehr als 1.500 Fans beim Abschlusstraining: Werder Bremen schwört sich mit eindrucksvollen Bildern aufs Nordderby gegen HSV ein

Es waren spektakuläre Bilder, die sich am Freitagnachmittag rund um das Abschlusstraining des SV Werder Bremen abspielten. Bereits im Vorfeld hatte die aktive Bremer Fanszene dazu aufgerufen, die Mannschaft bei der letzten Einheit vor dem enorm brisanten Nordderby gegen den Hamburger SV (Samstag, 15.30 Uhr/DeichStube-Liveticker) zu unterstützen. Diesem Ruf folgten deutlich mehr als 1.500 Menschen, die mit lautstarken Fangesängen und Pyrotechnik für eine atemberaubende Atmosphäre sorgten. Auch die Mannschaft bedankte sich im Anschluss an das Training ausgiebig bei den anwesenden Anhängern, die nochmal in Person von einem Bremer Ultra eine deutliche Botschaft an die Spieler sendeten: „Es gibt keinen Grund, Angst zu haben. Wir stehen hinter euch und sind morgen einer mehr. Macht uns und euch glücklich und holt den Derbysieg!“

Nordderby LIVE: Werder Bremen gegen den HSV im DeichStube-Liveticker - Anne-Kahtrin Laufmann fordert „Fair Play“

Genauso stimmungsvoll soll es aus Sicht des SV Werder Bremen dann auch am Samstag um 15.30 Uhr im Stadion gegen den HSV (live im TV) zugehen. Damit es am Ende aber auch wirklich ein erinnerungswürdiger Tag wird, stehen nicht nur das Ergebnis, sondern auch das Drumherum im Fokus. Ein Grund dafür, weshalb Anne-Kathrin Laufmann, Werders Geschäftsführerin Sport und Nachhaltigkeit, im Vorfeld der Partie über die Vereinskanäle noch einmal einen deutlichen Appell an die Anhänger richtet und diese in die Verantwortung nimmt. „Ein Derby lebt von Rivalität. Es lebt davon, dass zwei Mannschaften und ihre Fans alles geben, ihr Team mit voller Hingabe unterstützen und die besondere Atmosphäre spürbar machen“, so Laufmann. „Doch bei aller Leidenschaft gilt für uns ganz klar: Rivalität gehört dazu – Feindseligkeit und Gewalt haben keinen Platz. Fair Play steht über jedem Ergebnis. Ein Derby gewinnt man mit Herz – nicht mit Hass.“

Dieses „Herz“ sollen schlussendlich auch die Mannen von Daniel Thioune auf dem Platz lassen. Nach dem phasenweise blutleeren Auftritt vor einer Woche in Köln nimmt der Coach des SV Werder Bremen seine Mannschaft vor dem Nordderby – speziell mit Blick auf die Defensivarbeit – noch einmal besonders in die Pflicht. „Die Körpersprache hat mir nicht bei allen gefallen. Es soll am Wochenende nicht so aussehen, dass zehn Leute zugucken, wenn der Ball verloren geht, sondern dass sie sich darum streiten, wer ihn zurückerobern darf.“ Bereits unter der Woche stand daher das Thema Umschaltmomente gesondert auf der Tagesordnung, da Werder den Hamburger SV, der in der Tabelle drei Zähler vor den Grün-Weißen steht, „eher tief verteidigend“ erwartet.

Werder Bremen gegen HSV: Kurios, spektakulär, historisch – die legendärsten Nordderby-Momente

23. März 2025: Das Nordderby erreicht den Frauenfußball – und wie! Im ausverkauften Volksparkstadion vor 57.000 Zuschauern – damaliger Rekord für ein Frauenspiel im deutschen Vereinsfußball – setzt sich Werder Bremen im DFB-Pokal-Halbfinale dramatisch nach Verlängerung mit 3:1 gegen den HSV durch. Doppelpackerin Sophie Weidauer lässt die Werder-Frauen jubeln, Kapitänin Lina Hausicke feiert mit der Eckfahne.
23. März 2025: Das Nordderby erreicht den Frauenfußball – und wie! Im ausverkauften Volksparkstadion vor 57.000 Zuschauern – damaliger Rekord für ein Frauenspiel im deutschen Vereinsfußball – setzt sich Werder Bremen im DFB-Pokal-Halbfinale dramatisch nach Verlängerung mit 3:1 gegen den HSV durch. Doppelpackerin Sophie Weidauer lässt die Werder-Frauen jubeln, Kapitänin Lina Hausicke feiert mit der Eckfahne. © IMAGO / foto2press
27. Februar 2022: Das Nordderby findet eine Saison lang nur noch in der 2. Bundesliga statt. Das Rückspiel im Volksparkstadion gewinnt Werder Bremen nach zwei Toren von Marvin Ducksch und einem von Niclas Füllkrug mit 3:2, die Grün-Weißen klettern damit an die Tabellenspitze. Am Ende der Saison steigen die Bremer auf – der HSV bleibt unten.
27. Februar 2022: Das Nordderby findet eine Saison lang nur noch in der 2. Bundesliga statt. Das Rückspiel im Volksparkstadion gewinnt Werder Bremen nach zwei Toren von Marvin Ducksch und einem von Niclas Füllkrug mit 3:2, die Grün-Weißen klettern damit an die Tabellenspitze. Am Ende der Saison steigen die Bremer auf – der HSV bleibt unten. © gumzmedia
24. Februar 2018: Werder gewinnt das für fast acht Jahre letzte Bundesliga-Nordderby und schickt den HSV mit in die 2. Liga. Bekämpft von Ishak Belfodil unterläuft HSV-Verteidiger Rick van Drongelen ein spätes Eigentor, die Hamburger stehen danach sieben Punkte hinter dem Relegationsplatz, von dem sich der SVW distanziert. Drei Monate später ist es offiziell: Der HSV steigt nach 55 Jahren Bundesliga erstmals ab.
24. Februar 2018: Werder gewinnt das für fast acht Jahre letzte Bundesliga-Nordderby und schickt den HSV mit in die 2. Liga. Bekämpft von Ishak Belfodil unterläuft HSV-Verteidiger Rick van Drongelen ein spätes Eigentor, die Hamburger stehen danach sieben Punkte hinter dem Relegationsplatz, von dem sich der SVW distanziert. Drei Monate später ist es offiziell: Der HSV steigt nach 55 Jahren Bundesliga erstmals ab. © Franz Waelischmiller/Sven Simon
19. April 2014: Zum 100. Nordderby präsentieren die Fans des SV Werder Bremen im Weserstadion eine beeindruckende Choreografie: „100 Spiele wie im Märchen“ – auf Bannern wird wie durch ein riesiges Buch geblättert. Am Ende steht: „Und die Moral von der Geschicht‘, Bremen ist geil, Hamburg nicht.“
19. April 2014: Zum 100. Nordderby präsentieren die Fans des SV Werder Bremen im Weserstadion eine beeindruckende Choreografie: „100 Spiele wie im Märchen“ – auf Bannern wird wie durch ein riesiges Buch geblättert. Am Ende steht: „Und die Moral von der Geschicht‘, Bremen ist geil, Hamburg nicht.“ © IMAGO / osnapix
22. April 2009: Der Auftakt der legendären Serie von vier Nordderbys in 19 Tagen. Werder Bremen kickt den Hamburger SV im DFB-Pokal-Halbfinale aus dem Turnier und zieht ins Endspiel ein. Tim Wiese wird zum großen Helden. Der Torwart pariert im Elfmeterschießen gegen Marcell Janssen, Ivica Olic und Jerome Boateng – und legt einen Sprint quer über den Platz hin, den kein Werder-Fan vergisst, der ihn damals gesehen hat.
22. April 2009: Der Auftakt der legendären Serie von vier Nordderbys in 19 Tagen. Werder Bremen kickt den Hamburger SV im DFB-Pokal-Halbfinale aus dem Turnier und zieht ins Endspiel ein. Tim Wiese wird zum großen Helden. Der Torwart pariert im Elfmeterschießen gegen Marcell Janssen, Ivica Olic und Jerome Boateng – und legt einen Sprint quer über den Platz hin, den kein Werder-Fan vergisst, der ihn damals gesehen hat. © IMAGO / Contrast
7. Mai 2009: Einfach legendär! Frank Baumanns Kopfballtreffer sichert Werder Bremen den Einzug ins UEFA-Cup-Finale – wohl das berühmteste Tor der Nordderby-Geschichte. Kurios die Entstehung: Der Ball hoppelt über eine Papierkugel, die ein HSV-Fans auf den Rasen geworfen hat, HSV-Verteidiger Michael Gravgaard trifft ihn nicht richtig. Die daraus resultierende Ecke verwertet dann Baumann. Ein weiterer Sieg in den historischen 19 Tagen mit vier Derbys, in denen Werder schließlich auch noch in der Bundesliga gewinnt.
7. Mai 2009: Einfach legendär! Frank Baumanns Kopfballtreffer sichert Werder Bremen den Einzug ins UEFA-Cup-Finale – wohl das berühmteste Tor der Nordderby-Geschichte. Kurios die Entstehung: Der Ball hoppelt über eine Papierkugel, die ein HSV-Fans auf den Rasen geworfen hat, HSV-Verteidiger Michael Gravgaard trifft ihn nicht richtig. Die daraus resultierende Ecke verwertet dann Baumann. Ein weiterer Sieg in den historischen 19 Tagen mit vier Derbys, in denen Werder schließlich auch noch in der Bundesliga gewinnt. © IMAGO / Thorge Huter
Kurios: Ausgerechnet ein Wahl-Hamburger sichert die legendäre Papierkugel für die Nachwelt. Matthias Seidel, Gründer von „transfermarkt.de“, ersteigert das skurrile Objekt – um es später im Werder-Museum „Wuseum“ ausstellen zu lassen.
Kurios: Ausgerechnet ein Wahl-Hamburger sichert die legendäre Papierkugel für die Nachwelt. Matthias Seidel, Gründer von „transfermarkt.de“, ersteigert das skurrile Objekt – um es später im Werder-Museum „Wuseum“ ausstellen zu lassen. © IMAGO/HochZwei/Angerer
7. Mai 2008: Tim Wiese verwechselt Fußball mit Kung Fu. Beim Herauslaufen senst der Keeper des SV Werder Bremen HSV-Stürmer Ivica Olic um, steigt ihm mit den Stollen bis auf die Schultern, tritt ihm fast ins Gesicht. Für Lichtgestalt Franz Beckenbauer gleicht die Attacke einem „Mordversuch“, ein Unbekannter erstattet sogar Strafanzeige wegen versuchten Totschlags. Schiedsrichter Lutz Wagner zeigt im Spiel jedenfalls nur Gelb.
7. Mai 2008: Tim Wiese verwechselt Fußball mit Kung Fu. Beim Herauslaufen senst der Keeper des SV Werder Bremen HSV-Stürmer Ivica Olic um, steigt ihm mit den Stollen bis auf die Schultern, tritt ihm fast ins Gesicht. Für Lichtgestalt Franz Beckenbauer gleicht die Attacke einem „Mordversuch“, ein Unbekannter erstattet sogar Strafanzeige wegen versuchten Totschlags. Schiedsrichter Lutz Wagner zeigt im Spiel jedenfalls nur Gelb. © IMAGO / Contrast
7. Mai 2008: Beim gleichen Spiel: Psychotrick gescheitert. Beim Derby in Hamburg hängen die Gastgeber die Gästekabine mit HSV-Flaggen voll – der erhoffte Erfolg bleibt aus. Werder Bremen lässt sich nicht beeindrucken, gewinnt durch ein Tor von Hugo Almeida und wird am Ende der Saison Tabellenzweiter. Der HSV muss sich mit Rang vier begnügen.
7. Mai 2008: Beim gleichen Spiel: Psychotrick gescheitert. Beim Derby in Hamburg hängen die Gastgeber die Gästekabine mit HSV-Flaggen voll – der erhoffte Erfolg bleibt aus. Werder Bremen lässt sich nicht beeindrucken, gewinnt durch ein Tor von Hugo Almeida und wird am Ende der Saison Tabellenzweiter. Der HSV muss sich mit Rang vier begnügen. © IMAGO / HochZwei/Christians
13. Mai 2006: Ailton ist eben doch ein Bremer! Im Trikot des HSV ballert der Brasilianer den Ball im Nordderby am letzten Spieltag völlig freistehend aus acht Metern über das leere Tor. Der HSV verliert 1:2 – und ermöglicht damit nicht Hamburg, sondern Werder Bremen als Tabellenzweiten den direkten Einzug in die Königsklasse. Danach ist Ailtons Zeit beim HSV beendet – die Leihe endet.
13. Mai 2006: Ailton ist eben doch ein Bremer! Im Trikot des HSV ballert der Brasilianer den Ball im Nordderby am letzten Spieltag völlig freistehend aus acht Metern über das leere Tor. Der HSV verliert 1:2 – und ermöglicht damit nicht Hamburg, sondern Werder Bremen als Tabellenzweiten den direkten Einzug in die Königsklasse. Danach ist Ailtons Zeit beim HSV beendet – die Leihe endet. © IMAGO / Thorge Huter
1. Mai 2004: Dem SV Werder Bremen gelingt in der Double-Saison mit einem satten 6:0 der höchste Heimsieg der Nordderby-Geschichte. FC-Bayern-Manager Uli Hoeneß wittert anschließend eine norddeutsche Verschwörung im Meisterrennen, weil der HSV Ersatztorwart Tom Starke einsetzte. Der höchste Bremer Auswärtssieg ist übrigens ein 4:0 im September 2001.
1. Mai 2004: Dem SV Werder Bremen gelingt in der Double-Saison mit einem satten 6:0 der höchste Heimsieg der Nordderby-Geschichte. FC-Bayern-Manager Uli Hoeneß wittert anschließend eine norddeutsche Verschwörung im Meisterrennen, weil der HSV Ersatztorwart Tom Starke einsetzte. Der höchste Bremer Auswärtssieg ist übrigens ein 4:0 im September 2001. © IMAGO / Team 2
20. September 1989: Eine der bittersten Nordderby-Geschichten: Ditmar Jakobs bestreitet sein letztes Bundesliga-Spiel. Im Weserstadion rutscht der HSV-Verteidiger bei einer Rettungsaktion ins Tor, wo sich ein defekter Karabinerhaken der Toraufhängung in seinem Rücken bohrt. Der Haken muss mit einem Skalpell herausgeschnitten werden, die dabei erlittenen Nervenschäden beenden Jakobs‘ Karriere als Profi.
20. September 1989: Eine der bittersten Nordderby-Geschichten: Ditmar Jakobs bestreitet sein letztes Bundesliga-Spiel. Im Weserstadion rutscht der HSV-Verteidiger bei einer Rettungsaktion ins Tor, wo sich ein defekter Karabinerhaken der Toraufhängung in seinem Rücken bohrt. Der Haken muss mit einem Skalpell herausgeschnitten werden, die dabei erlittenen Nervenschäden beenden Jakobs‘ Karriere als Profi. © IMAGO / Kicker / Liedel
14. Mai 1988: Wohl eine der schönsten Niederlagen, die Werder Bremen je erlebt hat: Der SVW verliert zu Hause mit 1:4 gegen den HSV – doch die Bremer von Trainer Otto Rehhagel hatten die Deutsche Meisterschaft bereits perfekt gemacht. Nach dem Abpfiff recken sie die Schale vor den Augen des Rivalen in die Höhe.
14. Mai 1988: Wohl eine der schönsten Niederlagen, die Werder Bremen je erlebt hat: Der SVW verliert zu Hause mit 1:4 gegen den HSV – doch die Bremer von Trainer Otto Rehhagel hatten die Deutsche Meisterschaft bereits perfekt gemacht. Nach dem Abpfiff recken sie die Schale vor den Augen des Rivalen in die Höhe. © IMAGO / WEREK
4. Juni 1983: Horst Hrubesch feiert die Meisterschaft des Hamburger SV auf ganz besondere Art und Weise. Auf dem Rückflug vom letzten Spieltag überredet der HSV-Profi den Piloten der Fokker-Maschine, eine Ehrenrunde über dem Weserstadion des SV Werder Bremen zu drehen, der punktgleich wegen des schlechteren Torverhältnisses nur Zweiter geworden ist.
4. Juni 1983: Horst Hrubesch feiert die Meisterschaft des Hamburger SV auf ganz besondere Art und Weise. Auf dem Rückflug vom letzten Spieltag überredet der HSV-Profi den Piloten der Fokker-Maschine, eine Ehrenrunde über dem Weserstadion des SV Werder Bremen zu drehen, der punktgleich wegen des schlechteren Torverhältnisses nur Zweiter geworden ist. © IMAGO / Sven Simon
29. Januar 1983: Werder Bremen stoppt den Lauf des Nord-Rivalen im Weserstadion. 36 Bundesliga-Spiele in Folge war der Hamburger SV zwischen 1982 und 1983 ungeschlagen – die Grün-Weißen beenden die Serie mit einem 3:2-Sieg im Derby. Rudi Völler, Frank Neubarth und Benno Möhlmann treffen.
29. Januar 1983: Werder Bremen stoppt den Lauf des Nord-Rivalen im Weserstadion. 36 Bundesliga-Spiele in Folge war der Hamburger SV zwischen 1982 und 1983 ungeschlagen – die Grün-Weißen beenden die Serie mit einem 3:2-Sieg im Derby. Rudi Völler, Frank Neubarth und Benno Möhlmann treffen. © IMAGO / WEREK
16./17. Oktober 1982: Adrian Maleika steht synonym für die größte Tragödie der Nordderby-Geschichte. Der Werder-Fan wird vor dem Spiel im Volksparkstadion von Hamburger Hooligans brutal angegriffen. Ein Steinwurf verursacht bei dem erst 16-jährigen Lehrling einen Schädelbasisbruch und Gehirnblutungen. Einen Tag später stirbt er. Er gilt als erstes Todesopfer bei Hooligan-Übergriffen in Deutschland. Sein Name bleibt unvergessen.
16./17. Oktober 1982: Adrian Maleika steht synonym für die größte Tragödie der Nordderby-Geschichte. Der Werder-Fan wird vor dem Spiel im Volksparkstadion von Hamburger Hooligans brutal angegriffen. Ein Steinwurf verursacht bei dem erst 16-jährigen Lehrling einen Schädelbasisbruch und Gehirnblutungen. Einen Tag später stirbt er. Er gilt als erstes Todesopfer bei Hooligan-Übergriffen in Deutschland. Sein Name bleibt unvergessen. © IMAGO / Ulmer
24. Juni 1972: Das Nordderby zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV (hier im Bild das Spiel im Februar 1972) wird im Weserstadion vor gerade einmal 8.000 Zuschauern ausgetragen – Negativrekord. Weniger kamen davor und danach nie zum Duell der Nordrivalen. Gewiss ein Grund für das geringe Interesse: Kurz zuvor war der legendäre Bundesliga-Skandal aufgeflogen.
24. Juni 1972: Das Nordderby zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV (hier im Bild das Spiel im Februar 1972) wird im Weserstadion vor gerade einmal 8.000 Zuschauern ausgetragen – Negativrekord. Weniger kamen davor und danach nie zum Duell der Nordrivalen. Gewiss ein Grund für das geringe Interesse: Kurz zuvor war der legendäre Bundesliga-Skandal aufgeflogen. © IMAGO / Schumann
27. November 1971: An diesen Tag erinnern sich die Bremer nur ungern. Schiedsrichter-Legende Walter Eschweiler (hier im Bild 1972 gegen Hannover 96) lässt die Werder-Profis in der zweiten Halbzeit beim Auswärtsspiel in Hamburg in HSV-Trikots auflaufen – die Hemden beider Teams seien dem Unparteiischen zu ähnlich gewesen. Weil Werder keine Ersatztrikots dabei hat, müssen die Grün-Weißen die ungeliebte HSV-Raute auf der Brust tragen.
27. November 1971: An diesen Tag erinnern sich die Bremer nur ungern. Schiedsrichter-Legende Walter Eschweiler (hier im Bild 1972 gegen Hannover 96) lässt die Werder-Profis in der zweiten Halbzeit beim Auswärtsspiel in Hamburg in HSV-Trikots auflaufen – die Hemden beider Teams seien dem Unparteiischen zu ähnlich gewesen. Weil Werder keine Ersatztrikots dabei hat, müssen die Grün-Weißen die ungeliebte HSV-Raute auf der Brust tragen. © IMAGO / Rust
19. August 1967: Beim Nordderby zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV findet die erste Auswechslung der Bundesliga-Geschichte statt. HSV-Torhüter Özcan Arkoc (hier im Bild 1968) verletzt sich den kleinen Finger am Pfosten – für ihn kommt Ersatzkeeper Erhard Schwerin in den Kasten. Die Regel, die Auswechslungen ermöglicht, war erst kurz zuvor eingeführt worden. Schwerin hält gut, der HSV gewinnt 4:1 im Weserstadion.
19. August 1967: Beim Nordderby zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV findet die erste Auswechslung der Bundesliga-Geschichte statt. HSV-Torhüter Özcan Arkoc (hier im Bild 1968) verletzt sich den kleinen Finger am Pfosten – für ihn kommt Ersatzkeeper Erhard Schwerin in den Kasten. Die Regel, die Auswechslungen ermöglicht, war erst kurz zuvor eingeführt worden. Schwerin hält gut, der HSV gewinnt 4:1 im Weserstadion. © IMAGO / Werner Otto
12. Oktober 1963: Werder Bremen gewinnt das allererste Nordderby in der Bundesliga gegen den Hamburger mit 4:2. Geschichte schreibt dabei direkt Arnold „Pico“ Schütz (l., hier im Bild 1971 mit Uwe Seeler), der einen Dreierpack schnürt. Bis heute ist die Vereinslegende mit insgesamt sieben Toren Werders Rekordtorschütze im Derby.
12. Oktober 1963: Werder Bremen gewinnt das allererste Nordderby in der Bundesliga gegen den Hamburger mit 4:2. Geschichte schreibt dabei direkt Arnold „Pico“ Schütz (l., hier im Bild 1971 mit Uwe Seeler), der einen Dreierpack schnürt. Bis heute ist die Vereinslegende mit insgesamt sieben Toren Werders Rekordtorschütze im Derby. © IMAGO / Schumann

„Wir gehen davon aus, dass der HSV eher das eigene Tor verteidigen wird und auf Kontersituationen setzt“, prophezeit Daniel Thioune. Für sein Team bedeutet das, möglichst wenige Fehler im eigenen Ballbesitz zu machen, eine stabile Restverteidigung zu stellen und selbst mehr Durchschlagskraft im letzten Drittel zu entwickeln als zuletzt. Helfen könnte dabei ein möglicher Ausfall von HSV-Abwehrchef Luka Vuskovic, dessen Einsatz für die Partie aufgrund einer Knieprellung weiterhin fraglich ist. Zu sehr mit einem möglichen Fehlen des noch jungen, aber prägenden Kroaten beschäftigen möchte sich der Übungsleiter des SV Werder Bremen jedoch nicht. Mit Blick auf den Ausfall seines eigenen Kapitäns sagt er: „Wenn der Hamburger SV auf Luka Vuskovic verzichten muss, dann sind wir auf Augenhöhe, da wir auf Marco Friedl verzichten müssen.“

Nordderby LIVE: Werder Bremen gegen Hamburger SV im DeichStube-Liveticker - fällt Luka Vuskovic beim HSV aus?

Auf dem Rasen könnten somit zwei Schlüsselfiguren fehlen. An der Seitenlinie treffen mit Daniel Thioune und HSV-Coach Merlin Polzin dafür zwei alte Bekannte aufeinander. Polzin arbeitete sowohl beim HSV als auch zuvor beim VfL Osnabrück unter Thioune als Co-Trainer – die jeweilige Spielphilosophie dürfte beiden also bestens bekannt sein. Ein möglicher Nachteil? „Es geht nicht darum, dass wir beide uns taktisch challengen“, betont Thioune. „Das Spiel Werder Bremen gegen den HSV steht im Vordergrund. Und das wollen wir gewinnen. Wir wollen am Samstag ein einzigartiges Erlebnis haben und danach mit dem HSV punktgleich sein.“

Dazu soll auch die Stimmung auf den Tribünen ihren Beitrag leisten. Die aktive Fanszene des SV Werder Bremen hat bereits eine große Choreografie angekündigt, zudem wurden alle Werder-Fans gebeten, gegen den Hamburger SV in grüner Kleidung ins Stadion zu kommen. Nicht nur aufgrund des Nordderbys, sondern auch wegen der prekären sportlichen Situation ist daher mit einem extrem stimmungsvollen und aufgeladenen Ambiente im Weserstadion zu rechnen – eines, das allerdings auch schnell kippen kann, wenn das Ergebnis auf dem Rasen nicht den gewünschten Verlauf nimmt. „Dieses Derby soll in Erinnerung bleiben – als ein intensives, emotionales und zugleich faires Fußballspiel“, betont Anne-Kathrin Laufmann und ergänzt: „Lasst uns gemeinsam Verantwortung übernehmen und für ein sicheres und unvergessliches Fußballerlebnis sorgen.“ Der Auftakt für ein solches Erlebnis wurde bereits am Freitag mit den eindrucksvollen Bildern beim Abschlusstraining gemacht. (bvo)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Justus Stegemann

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