Schwache Leistung gegen Gladbach

Bauer wieder durchgefallen

Robert Bauer konnte seine Chance im Spiel gegen Borussia Mönchengladbach nicht nutzen.
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Robert Bauer konnte seine Chance im Spiel gegen Borussia Mönchengladbach nicht nutzen.

Bremen - Es gibt Spiele in der Karriere eines Fußball-Profis, die können zu Wendepunkten werden. Für Robert Bauer war die Partie bei Borussia Mönchengladbach ein solches Spiel. Weil Rechtsverteidiger Theodor Gebre Selassie mit einem Magen-Darm-Infekt ausfiel, rutschte der Dauerreservist in die Startelf.

Eine Chance für ihn, eine große sogar. Zum ersten Mal seit sechs Spielen durfte er wieder von Anfang an ran. Gegen den FC Bayern musste er am 19. Spieltag nach nur einer Halbzeit wieder vom Platz, in Gladbach ereilte ihn das gleiche Schicksal. Wendepunkt? Sicher nicht.

Zur Pause ausgewechselt

Bauer wurde ausgewechselt, und statt ihm bekleidete fortan Werder-Debütant und Linksfuß Marco Friedl die Position des Rechtsverteidigers – mittlerweile als Teil einer Viererkette. Deutlicher hätte Florian Kohfeldt es nicht machen können, dass Bauer in diesem Spiel durchgefallen war. Die Erklärung des Trainers für die Auswechslung liest sich freilich freundlicher: „Robert war Opfer der System-Umstellung. Ich hatte bei Marco den Eindruck, dass er besser im Spiel war als Robert.“

Kann man so sagen. Bauer hatte schwach gespielt, war auf der rechten Seite der Fünferkette ein Unsicherheitsfaktor – mit dem Tiefpunkt eines Katastrophen-Querpasses vor dem eigenen Tor, der eigentlich eine perfekte Vorlage für Raul Bobadilla war. Der Gladbacher nutzte sie nicht – zum Glück für Bauer und das ganze Bremer Team.

Friedl nimmt Bauer in Schutz

Dass der Abwehrspieler, der vor Ende der Hinrunde wegen mangelnder Einsätze schon mit einem Club-Wechsel kokettiert hatte, am kommenden Spieltag wieder erste Wahl sein wird, ist nach dieser Vorstellung nahezu ausgeschlossen. An Gebre Selassie kommt Bauer jetzt erst recht nicht mehr vorbei, selbst Friedl muss er ab sofort fürchten. Für die Bayern-Leihgabe zählt der ehemalige Ingolstädter aber zu seinen neuen Kumpels in Bremen, Friedl macht sich deshalb sogar ein bisschen für Bauer stark. „Es war vielleicht nicht sein bestes Spiel“, sagte er, „aber es war auch nicht so schlimm, wie es geschrieben wurde.“ Nett gemeint.

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