Geklaute Kundendaten

Vorsicht: Sparkassen und Volksbanken von neuem Online-Betrug betroffen

Kunden von Volksbanken und Sparkassen geraten erneut ins Visier von Online-Betrugsversuchen: Wie die neuen Maschen aussehen und wie man mit ihnen umgeht.

Berlin – Die Umstellung auf Online-Banking ruft immer wieder Online-Betrüger auf den Plan: Sie versuchen die Naivität von Verbrauchern auszunutzen, um an ihre Daten zu gelangen. Nun gibt es wieder einmal neue Maschen, die die Kunden von Sparkassen und Volksbanken in Deutschland betreffen. Bei beiden Kreditinstituten ändert sich für Verbraucher derzeit einiges. Bei der Sparkasse etwa kommt das Abheben von Bargeld am Geldautomaten via Handy – nicht ändern sollte sich dabei jedoch, wer Zugriff auf das eigene Konto oder zumindest die eigenen Kundendaten hat. Wie man sich am besten vor den Betrugsmaschen schützt.

Online-Betrug bei Sparkassen und Volksbanken: Sparkassen-Kunden erhalten Mail zu „Sparkassen Fingerprint System (SKFS)“

Eine neue Masche richtet sich derzeit ganz explizit an Kunden der Sparkasse, wie unter anderem Netzwelt berichtet. Dabei gibt es eine Formulierung, die aufhorchen lässt: Ist in einer E-Mail die Rede von einem Vorgang namens „Sparkassen Fingerprint System (SKFS)“ ist besondere Vorsicht geboten. Dabei handelt es sich um betrügerische E-Mails mit dem Ziel, Kundendaten abzugreifen – die dann verkauft werden können. Allgemein gilt: Banken, nicht nur Volksbank und Sparkasse, fragen in E-Mails nicht nach vertraulichen Daten. Bei Zweifeln empfiehlt sich immer die direkte telefonische oder persönliche Nachfrage beim jeweiligen Kreditinstitut. Das gilt auch in diesem Fall.

Vorsicht ist für Sparkassen- und Volksbanken-Kunden geboten: Neue Online-Betrugsmaschen haben es auf Kundendaten abgesehen. (Symbolbild)

Besonders perfide: In der E-Mail mit dem Betreff „Verifizierung benötigt“ wird vorgegeben, es ginge um die Verbesserung des Kontoschutzes vor fremden Zugriff. Laut E-Mail gäbe es dafür ein neues Verfahren, besagtes „Sparkassen Fingerprint System (SKFS).“ Sparkassen-Kundinnen und Kunden sollen dann über einen Link auf eine Seite weitergeleitet werden, in der sie ihre persönlichen Daten angeben sollen, andernfalls droht angeblich die Kontoeinschränkung. Selbst wenn die E-Mail eine noch so offizielle Aufmachung hat, gilt: Nicht anklicken und sofort löschen. Während sich Kunden von Sparkasse und Volksbank vor Betrug sorgen, gibt es auch bei Banken selbst Erfahrungen mit verlorenem Geld: Die Santander-Bank überwies erst kürzlich versehentlich 150 Millionen Euro zu viel.

Sparkassen und Volksbanken: Weitere Betrugsmasche richtet sich direkt an Kunden von Volksbanken

Doch von Betrugsversuchen sind derzeit nicht nur Kunden der Sparkasse betroffen: Wie chip.de berichtet, warnt die Verbraucherzentrale derzeit vor Cyber-Angriffen auf Kundinnen und Kunden der Volksbank. Auch bei dieser Masche wird das Prinzip des vermeintlichen Kontoschutzes umgekehrt: In einer E-Mail wird von einer „verdächtigen Überweisung“ über 4.999 Euro berichtet. Über einen der E-Mail angehängten Link sollen die Betroffenen dann eine Überprüfung ihres Kontos durchführen. Diese E-Mail lässt sich meist leichter durch ihre unseriöse Absender-E-Mail-Adresse entlarven.

Phishing-E-Mails unterscheiden sich: Nicht jede dieser E-Mails birgt die Gefahr des direkten Fremdzugriffs auf das eigene Konto. Doch auch der Missbrauch der eigenen Kundendaten hat für Betroffene unangenehme Folgen. Sollte Unsicherheit bestehen, ob man versehentlich einen Fehler gemacht haben könnte, empfiehlt sich die umgehende Kontaktaufnahme mit der Bank. Doch nicht nur Betrugsversuche hatten Kunden in letzter Zeit geärgert: Postbank und Sparkassen kündigten zuletzt auch an, Kunden vor die Tür zu setzen.

Sparkassen und Volksbanken ergreifen derzeit tatsächlich Maßnahmen für mehr Sicherheit bei Überweisungen

Tatsächlich ergreifen Sparkassen und Volksbanken derzeit Maßnahmen zur größeren Sicherheit bei Überweisungsvorgängen, sie wollen das Online-Banking noch sicherer machen – aus gutem Grund. Beide Kreditinstitute lassen das SMS-Tan Authentifizierungsverfahren auslaufen, Millionen von Kunden bei Sparkassen und Volksbanken müssen sich umgewöhnen.

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Auch im Kontext von tatsächlichen Umstellungen hatten Online-Betrüger schon früher versucht, an Kundendaten zu gelangen. Die Verbraucherzentrale warnte in diesem Rahmen erst kürzlich vor E-Mails mit dem Betreff „Änderung der Richtlinien“. Jede E-Mail, in der seitens eines vermeintlichen Kreditinstituts nach Daten gefragt wird, ist Grund zu großer Skepsis. Immer wieder gibt es neue Phishing-Emails, oft auch angepasst an tatsächliche aktuelle Ereignisse. Es bleibt Vorsicht geboten.

Rubriklistenbild: © Noah Wedel/imago

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