Mein Hurricane 2019
Was für ein Line-Up: Frauenpower gibt es nur vor 19 Uhr
Wer in diesem Jahr zum Hurricane Festival fährt, um Frontfrauen und Solo-Künstlerinnen zu erleben, dem bietet sich folgendes Bild: Nur etwa jede siebte Band kann mit derartigem – also Künstlerinnen in tragenden Rollen – aufwarten.
Und wenn man dann doch mal eine Gruppe findet, bei der eine oder mehrere Frauen an der Spitze stehen, sind geneigte Zuhörer*innen generell früh daheim. Backstage ist nach 19 Uhr nämlich täglich Schicht auf den Frauen-Klos. Héloïse Letissier von Christine and the Queens tritt zwar später auf, sieht sich selbst aber weder als Mann noch als Frau.
Am besten auf ihre Kosten kommen Festivalgänger*innen auf der Suche nach weiblichen Acts, wenn sie am Freitagnachmittag oder Sonntagmittag vor die Bühnen des Festivals kommen – fünf von zwölf Openern auf den Infield-Bühnen sind weiblich.
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Weiterhin hat es das Hurricane-Team geschafft, Sonntag gegen 13 Uhr drei lautstarke Frauen nebeneinander auftreten zu lassen, am Samstagmittag spielen zwei Bands mit Leadsängerinnen zeitgleich. Dann ist aber auch schon wieder Frauen-Feierabend. Ich fordere hier wahrlich keine Quote – aber etwas Feingefühl beim Line-Up wäre nicht schlecht gewesen.
Übrigens: Dass es noch schlechter geht, zeigt eine grafische Darstellung aus dem deutschen Festival-Jahr 2018.
Info: Mein Hurricane 2019
Unter dem Slogan „Mein Hurricane 2019“ haben sich unsere Autoren im Vorfeld des Festivals Gedanken gemacht, was euch dieses Jahr interessieren könnte. Bands, Begegnungen, Anregungen - inhaltliche Vorgaben gab es nicht. Alle Texte unserer Serie gibt es hier:
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