Ekliger Badeurlaub

Vorsicht bei der Urlaubsplanung: Die dreckigsten Strände Europas

Verschmutztes Gewässer, Fäkalien und Verunreinigung durch Bakterien. Wer bereits den Sommerurlaub am Meer plant, sollte diese Strände lieber meiden.

Blauer Himmel, ein breiter Sandstrand und klares Wasser. Das sind die Dinge, die einen perfekten Strandurlaub ausmachen. An einigen Orten in Europa scheint es allerdings am klaren Wasser zu scheitern. Die britische Zeitung The Thelegraph hat sich vor kurzem Europas Strände etwas genauer angesehen. Mithilfe offizieller Daten der Europäischen Umweltagentur (EUA), die die Badegewässerqualität an mehr als 21.000 Standorten überwacht, hat man die am stärksten verschmutzten Gewässer aufgelistet. Dabei wurde man auch an den beliebtesten europäischen Urlaubsdestinationen fündig.

Die dreckigsten Strände Europas: Plage de la Gravette, Antibes, Frankreich

Cap d‘Antibes ist bei Touristen sehr beliebt. Dennoch ist die Wasserqualität mangelhaft.

Während die meisten Strände an der Côte d‘Azur laut der EUA eine ausgezeichnete Wasserqualität aufweisen, wird der Abschnitt um Cap d‘Antibes als schlecht eingestuft. Der Grund: Das Wasser ist von einer Felswand umschlossen und kann somit nur schlecht zirkulieren. Wie derstandard.at berichtet, mussten die französischen Behörden im Juni 2023 das Baden am Ferienort verbieten, weil das Wasser einen hohen Anteil an Enterokokkenbakterien enthielt.

Playa del Forum, Barcelona, Spanien

Dass das Wasser an der Playa del Forum nicht von höchster Qualität sein kann, scheint nicht zu überraschen – eine Müllverbrennungsanlage, ein Wärmekraftwerk und eine Kläranlage befinden sich in der Nähe des spanischen Strandes in Barcelona. Laut The Telegraph fordert die EUA schon seit vier Jahren die Schließung des Strandes wegen schlechter Wasserqualität, die auf Abwasserüberläufe zurückzuführen ist. Die katalanischen Behörden wehren sich allerdings und behaupten, die Wasserqualität sei gut.

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Praia do Camilo, Algarve, Portugal

Die Nähe zur Stadt Lagos macht der Praia do Camillo zu schaffen. Die Wasserqualität wird durch unkontrollierte Abwasserentsorgung beeinträchtigt.

Nahe der südportugiesischen Stadt Lagos wurde im Jahr 2020 das Schwimmen verboten. Der Grund: In Camilo und Batata war das Wasser durch Koli-Bakterien verunreinigt. Vor allem die Praia do Camilo, bei manchen Touristinnen und Touristen als Geheimtipp bekannt, leidet aufgrund ihrer Nähe zur Stadt unter fäkalen Verschmutzungen im Wasser. Wie Blick.ch berichtete, warnte eine portugiesische Umweltschutzorganisation im Sommer 2023, dass sich die Wasserqualität in ganz Portugal verschlechtere. An 28 Stränden des Landes galten demnach Badeverbote. Zum Vergleich: Im Jahr 2022 waren es noch 21. Doch von einer Reise muss nicht unbedingt abgesehen werden – die Algarve im Süden Portugals bietet zahlreiche andere Traumstrände.

Paradies für Urlauber: Die zehn schönsten Strände der Welt

Ein altes Fischerboot liegt am Strand der Insel Mnemba auf Sansibar. Dahinter das blaue Meer.
Rund vier Kilometer nordöstlich von Unguja, der größten Insel von Sansibar, liegt Mnemba Island. Dort findet man Strände mit traumhaft weißem Sand. Die Insel ist nur für Gäste des darauf liegenden Resorts besuchbar.  © Pond5 Images/IMAGO
Ipanema Strand mit vielen Menschen und der Häuser-Skyline von Rio de Janeiro im Hintergrund
Einer der bekanntesten Strände der Welt: Ipanema. Drei Kilometer erstreckt er sich an der Küste von Rio de Janeiro. Gleich nebenan liegt die Copacabana.  © Cavan Images/IMAGO
Boote im Wasser in der Bucht Maya Bay in Thailand auf Ko Phi Phi.
Die Maya Bay ist die bekannteste Bucht Thailands und befindet sich auf der Inselgruppe Ko Phi-Phi. Dem Traumstrand wurde ein Film zum Verhängnis. Nach dem Erfolg von „The Beach“ mit Leonardo di Caprio im Jahr 2000, wurde der Ort von Touristen überrannt. Der große Andrang hatte Umweltverschmutzung, Beschädigung des Korallenriff und eine Störung der Tierwelt zur Folge. Seitdem war der Strand mehrfach für die Öffentlichkeit geschlossen.  © Pond5 Images/IMAGO
Anse Source d‘Argent auf den Seychellen. Granitfelsen und Meer. Zwei Personen spazieren über den Strand.
Die Anse Source d’Argent ist der Traumstrand schlechthin. Die spektakulären Granitfelsen und das türkisfarbene Meer ziehen jedes Jahr zahlreiche Besucher an. Der Strand befindet sich auf der Insel La Digue auf den Seychellen.  © UIG/IMAGO
Weiße Felsen und das blaue Meer auf Sarakiniko in Griechenland
Kreideweißes Gestein und azurblaues Meer. Sarakiniko liegt auf der griechischen Insel Milos und sieht aus wie eine Mondlandschaft. Die außergewöhnlichen Felsformationen aus Vulkanstein laden zum Sonnenbaden ein.  © Pond5 Images/IMAGO
El Cabo San Juan del Guia, Tayrona National Natural Park. Strand, Wasser, Felsen und ein kleines Haus.
Wer Cabo San Juan del Guía sehen will, muss es wirklich wollen. Der Traumstrand liegt im Parque Nacional Natural Tayronaim am kolumbianischen Regenwald und kann nur über eine zweistündige Wanderung erreicht werden.  © agefotostock/IMAGO
Eine Frau geht im Sonnenaufgang über den Chesterman Strand auf Vancouver Island, Kanada.
Der Chesterman Beach auf Vancouver Island in Kanada eignet sich perfekt für sportliche Aktivitäten. Sportmuffel kommen ebenfalls auf ihre Kosten. Die Sonnenaufgänge sollen laut Lonely Planet atemberaubend sein.  © Pond5 Images/IMAGO
Playa Balandra in Mexico. Eine Bucht mit türkisem Wasser und von oben fotografiert.
Die Playa Balandra liegt geschützt in einer Bucht. Am mexikanischen Strand mit glasklarem Wasser sind laut Lonely Planet pro Tag lediglich 450 Menschen erlaubt. Am ersten Sonntag im Monat ist die Traumbucht für die Einheimischen reserviert.  © Pond5 Images/IMAGO
Byron Bay Strand in New South Wales Australien
Byron Bay in New South Wales, Australien. Egal ob Profi oder Anfänger, die Bucht ist ein Paradies für jeden Surfer. © Cavan Imgaes/IMAGO
Punta Paloma Beach. Tarifa in Andalusien, Spanien. Spuren im Sand und zwei Menschen in der Ferne.
Vom Wind geformte Dünen am tiefblauen Atlantik. Punta Paloma liegt nicht weit von Tarifa, der südlichsten Stadt des europäischen Festlandes. Ein spanischer Traumstrand direkt an der Straße von Gibraltar.  © agefotostock/IMAGO

Saint-Michel-en-Grève, Bretagne, Frankreich

Einige Strände der Bretagne in Frankreich leiden unter einem Befall von Grünalgen – so auch der Sandstrand von Saint-Michel-en-Grève. Die Algen geben Schwefelwasserstoff ab, wenn sie zu zerfallen beginnen. Dieses giftige Gas kann Kopfschmerzen, Übelkeit und Augenreizungen verursachen. Aus diesem Grund wird die Wasserqualität am Strand seit 2021 durchgängig als schlecht eingestuft. Wie The Telegraph berichtet, versucht die französische Regierung das Problem zu beheben, indem sie etwa eine Million Euro pro Jahr in die Beseitigung der Algen investieren. An anderen Orten der Bretagne kann man jedoch baden. Das Wasser am Strand Saint-Malo wird von der EUA als „ausgezeichnet“ beurteilt.

Übrigens: Auch ein Strand in Kroatien macht aktuell negative Schlagzeilen. Einheimische fordern die Sperrung, weil er mit Asbest belastet sein soll.

Rubriklistenbild: © Artur Bogacki/Westend61/IMAGO

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