Auswirkung des Ukraine-Kriegs

Wegen hoher Spritpreise: Bremer und Pendler sollen billiger Bus und Bahn fahren dürfen

Eine Straßenbahn fährt durch Bremen.
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Billiger Straßenbahn fahren: Bremen will es möglich machen. (Symbolbild)

Die Ticketpreise im öffentlichen Nahverkehr sollen in Bremen gesenkt werden. Das kündigte Bremens Mobilitätssenatorin nun an. Grund sind die hohen Spritpreise.

Bremen – „Die hohen Spritpreise stellen für die Menschen, die auf ein Auto angewiesen sind, eine hohe Belastung dar“, so Bremens Mobilitätssenatorin Maike Schaefer (Grüne). Sie will sich angesichts der hohen Spritpreise dafür einsetzen, dass die Ticketpreise im öffentlichen Nahverkehr gesenkt werden können.

Schäfer: „Auch hier zeigt sich, dass wir von Verbrennungsmotoren wegkommen müssen, um unsere Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren, auf eigene regenerative Energien zu setzen und den Umweltverbund zu stärken“, sagte die Senatorin.

Wegen Benzinpreisen: Bremen will Ticketpreise für Nahverkehr senken und Alternativen zum Auto ausbauen

Als Stadtstaat sei Bremen in der besonderen Lage, einen gut ausgebauten öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) mit Anbindung ans Umland zu haben. Für viele Pendlerinnen und Pendler sei der ÖPNV eine Alternative. „Ich werde zudem in der Verkehrsministerkonferenz die Debatte suchen, ob wir analog zum Corona-Rettungsschirm weitere Fördermittel gemeinsam mit dem Bund aufsetzen können, um in diesen Zeiten der Krise die Ticketpreise reduzieren zu können“, sagte die Politikerin.

Das kleinste Bundesland Deutschlands will das Angebot an Alternativen zum eigenen Auto ausbauen. So werden mehrere Straßenbahnlinien ins Umland verlängert. Hilfreich seien zudem ein gut ausgebautes Carsharing-Netz und Fahrradrouten. „Zudem kommen jetzt die ersten Elektro-Busse bei der BSAG zum Einsatz“, sagte die Senatorin. Bremen tue sehr viel, um verkehrspolitisch unabhängig und klimapolitisch emissionsfrei zu werden.

Preise für Benzin und Diesel durch den Ukraine-Krieg nochmals gestiegen: „Die Autofahrer flehen“

Bereits vor dem Krieg in der Ukraine waren die Preise für Benzin und Diesel auf einem Allzeithoch. Jetzt sind sie nochmal angezogen. Von allen Bundesländern ist der Benzinpreis in Bremen mit am teuersten. Ein Gespräch mit einer Angestellten an einer Bremer Tankstelle offenbart den Frust der Autofahrer. Sie sagte gegenüber kreizeitung.de: „Die Autofahrer flehen: ‚Wie lange wollt ihr uns das noch antun?‘“

Auch im Bremer Umland explodieren die Spritpreise: In Niedersachsen sind Benzin und Diesel ebenfalls sehr teuer. Mit einem Wahnsinns-Preis von 2,37 Euro kletterten sie gar auf ein Rekordhoch.

Preise für Benzin und Diesel explodieren: Das ist der Grund

Jede Woche ein neuer Rekordwert: Deutschland ist bei Öl und Erdgas stark von Russland abhängig: Rund ein Drittel der Rohöl-Importe stammten 2020 aus Russland. Die hohen Benzinpreise hängen mit dem Rohöl-Preis zusammen.

Dieser war während der Corona-Krise eingebrochen, hatte sich dann stabilisiert und steigt aktuell stark an. Lag der Preis für ein Barrel (ca. 159 Liter) Rohöl der Sorte Brent im Januar noch bei unter 90 Dollar, muss man inzwischen über 120 Dollar bezahlen. (Mit dpa-Material) * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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