Weniger Corona-Infektionen
Coronamaßnahmen in Niedersachsen: Weil warnt vor anhaltender Gefahr
Der niedersächsische Landtag befasst sich in seiner heutigen Sitzung mit einer neuen Coronaverordnung. Erste Lockerungen könnten vor dem Wochenende in Kraft treten.
Update vom 23. Februar 2022 um 13:09 Uhr: Vor dem Hintergrund der geplanten Corona-Lockerungen hat Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil vor anhaltenden Gefahren in der Corona-Pandemie gewarnt. „Glauben wir bitte nicht, die Pandemie sei vorbei. Sie ist es nicht“, sagte der SPD-Politiker am Mittwoch im Landtag. Der jüngst vorgelegte Lockerungskurs sei jedoch vertretbar. Von Donnerstag an sollen im Bundesland weniger strenge Kontaktbeschränkungen für geimpfte und genesene Menschen gelten. Eine Begrenzung bei privaten Zusammenkünften ist dann nicht mehr vorgesehen.
Coronamaßnahmen in Niedersachsen: Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) warnt vor anhaltender Gefahr
In einem zweiten Schritt Anfang März sind weitere Lockerungen geplant - dann sollen etwa auch nicht gegen das Coronavirus geimpfte Menschen mit einem negativen Test wieder ins Restaurant gehen können. Nach dem jüngsten Bund-Länder-Beschluss sollen vom 20. März an bundesweit viele Corona-Schutzmaßnahmen entfallen. Wie es danach in Niedersachsen weitergeht, lässt sich derzeit noch nicht sagen.
Mit Blick auf diese Phase betonte der Regierungschef: „Wenn Sie sich jetzt auf dieser Grundlage fragen, wird es danach eine Corona-Verordnung geben und welchen Inhalt mag sie haben, lautet die ehrliche Antwort: Wir wissen es noch nicht.“ Weil dringt jedoch auf einen über dieses Datum hinausgehenden „Basisschutz“ vor dem Virus. Dazu zählt etwa das Tragen einer Maske. (dpa)
Coronamaßnahmen in Niedersachsen: Erste Lockerungen sollen zum Wochenende kommen
Erstmeldung vom 23. Februar 2022 um 8:19 Uhr: Hannover – Bereits zum Wochenende hin könnten in Niedersachsen wesentliche Lockerungen bei den Coronamaßnahmen kommen. Nachdem die Ministerpräsidentenkonferenz in der vergangenen Woche einen Rahmenplan dafür definiert hatte, befindet sich ein Entwurf für eine neue Coronaverordnung in Niedersachsen seit Dienstag zur Feinabstimmung in den jeweiligen Fachressorts. Seit Mittwochmorgen, 23. Februar 2022, hat sich der Landtag in Hannover damit befasst.
Geht alles wie geplant vonstatten, könnte eine überarbeitete Version der niedersächsischen Coronaverordnung bereits am Donnerstag in Kraft treten. Spätestens wenn Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) heute den Landtag über den weiteren Coronakurs der Landesregierung informieren will, soll das Papier vorliegen, berichtet die Nachrichtenagentur dpa.
Von Donnerstag an sind etwa gelockerte Kontaktbeschränkungen für Geimpfte und Genesene vorgesehen. Dann sind für sie voraussichtlich wieder private Treffen ohne Teilnehmerbegrenzungen möglich. Bislang dürfen sich maximal zehn Menschen treffen, sofern sie gegen das Coronavirus geimpft oder von einer Covid-Infektion genesen sind; Kinder bis 13 Jahren werden nicht mitgezählt.
Coronamaßnahmen in Niedersachsen: Zweiter Lockerungsschritt ist für Anfang März geplant
Bei Ungeimpften sind diese Regeln noch strenger: Wer weder geimpft noch genesen ist, darf neben seinem eigenen Haushalt nur zwei weitere Menschen eines anderen Haushalts treffen. Dies soll in den kommenden Wochen voraussichtlich weiterhin gelten.
In einem zweiten Schritt Anfang März sind weitere Lockerungen geplant – dann sollen etwa auch nicht gegen das Coronavirus geimpfte Menschen mit einem negativen Test wieder ins Restaurant gehen können. Die neue Verordnung wird laut Landesregierung voraussichtlich bis zum 19. März gelten. Nach einem jüngsten Bund-Länder-Beschluss sollen vom 20. März an bundesweit viele Corona-Schutzmaßnahmen entfallen. Wie es danach in Niedersachsen weitergeht, lässt sich derzeit noch nicht sagen.
Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz betrug zuletzt 10,3. Der Wert gibt an, wie viele infizierten Patientinnen und Patienten pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche neu in Kliniken aufgenommen wurden. Unter ihnen können auch Menschen mit positivem Corona-Test sein, die wegen einer anderen Erkrankung ins Krankenhaus kommen. Er gilt als maßgeblicher Wert zur Bewertung des Infektionsgeschehens.
Corona in Niedersachsen: Infektionszahlen gehen langsam zurück
Die Auslastung der Intensivstationen mit Covid-19-Patienten lag am Dienstag bei 5,9 Prozent. Die aktuellsten Zahlen dazu legt die niedersächsische Landesregierung erst im Laufe des Mittwochvormittages vor. Unterdessen meldete das Robert Koch Institut für Mittwoch, 23. Februar 2022, einen Rückgang der Sieben-Tage-Inzidenz in Niedersachsen. Mit diesem Wert wird angegeben, wie viele Menschen sich in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner mit Corona infiziert haben. Der Wert liegt aktuell bei 1090,6 (Vortag: 1123,3). Dies entspricht 17.086 neuen Infektionen mit Covid-19. Es gibt 20 neue Todesfälle im Nordwesten zu beklagen.
Mit Blick auf die Zahlen wird deutlich, wie wichtig das Impfen gegen das Coronavirus mit seiner aktuellen Omikron-Variante als Subtyp BA.1 und BA.2, der jüngst auch in Niedersachsen entdeckt wurde, ist. Die Impfquote in Niedersachsen liegt zwar deutlich über dem Bundesdurchschnitt, von der viel zitierten Herdenimmunität ist man aber immer noch meilenweit entfernt. So sind aktuell in Niedersachsen rund 78,1 Prozent der Einwohner mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft, eine zweite Impfung zum Schutz vor einer Covid-19-Infektion haben immerhin 76,8 Prozent erhalten. Geboostert sind im Nordwesten aktuell 60,9 Prozent der Einwohner. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.
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