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65.000 Menschen stimmen ab: Zoo in Niedersachsen liegt auf Platz 2 in Deutschland
Die Freizeitwebsite Parkscout hat in einer großen Publikums-Umfrage die beliebtesten Freizeiteinrichtungen des Landes ausgezeichnet. So gibt es etwa die Kategorie „Bester Freizeitpark“, die an das Phantasialand ging. Oder eben auch die Kategorie „Bester Zoo“. Ganze 65.000 Menschen stimmten hierbei ab. Laut eigener Angabe ist der Preis „die wichtigste Auszeichnung für die deutsche Freizeitparkbranche.“
Das sind die beliebtesten und schönsten Freizeitparks in Niedersachsen
Auf Platz 1 liegt hierbei die ZOOM Erlebniswelt in Gelsenkirchen in Nordrhein-Westfalen. Knapp dahinter wurde der Zoo Hannover gewählt, gefolgt vom Kölner Zoo, ebenfalls in NRW.
Erlebnis-Zoo Hannover auf Rang in Deutschland-Ranking: „Wunderbare Bestätigung“
In Hannover feiert man den zweiten Platz. „Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung und danken allen Fans des Erlebnis-Zoo für ihre Stimme. Der Publikums-Preis ist eine wunderbare Bestätigung für die Arbeit des engagierten Zoo-Teams“, schreibt Zoo-Geschäftsführer Andreas M. Casdorff auf der Website des Parks. Zoos sind bei Besuchern sehr beliebt, stehen aber bei Tierschützern in der Kritik (siehe Infobox).
Auch auf der Tourismuswebsite Tripadvisor schneidet der Erlebnis-Zoo in Hannover gut ab. Bei 1.406 Bewertungen (Stand: 4. März 2025) erlangt er einen Schnitt von 4,5 von 5 Sternen, dabei bewerten ihn 888 Besucher mit fünf Sternen. Auch bei Google (28.513 Rezensionen) hat der Erlebnis-Zoo Hannover dieses Rating. Der Zoo ist laut Tripadvisor die Nummer 7 der sehenswertesten Ausflugsziele der Stadt. Deutschlandweit stuft Tripadvisor den Zoo auf Rang 8 ein (Nummer 1 ist hier der Zoo Berlin).
Hintergrund: Zoos und Tierschutz
So beliebt sie bei vielen Besuchern sind – Zoos im Allgemeinen haben bei Tierschützern keinen guten Ruf. „In Zoos, Tierparks, Wildparks und anderen zoologischen Einrichtungen werden Tiere wie in einem Gefängnis ihr Leben lang eingesperrt“, schreibt die Tierschutzorganisation Peta auf ihrer Website. Zoos würden vorgeben, sie seien für den Artenschutz und die Vermittlung von Wissen über die Tiere notwendig. Weiter heißt es: „In Wahrheit befeuern sie durch das Zurschaustellen von Lebewesen jedoch eine speziesistische Denkweise und vermitteln vielmehr, der Mensch könne beliebig über Tiere verfügen und sie zum eigenen Vergnügen einsperren.“ Das beständige „Lagern“ von Tieren hinter Gittern habe mit Artenschutz nichts zu tun.
Auch der deutsche Tierschutzbund weist darauf hin, dass eine artgerechte Haltung in Zoos bei den meisten Tierarten nicht möglich sei. Ein deutliches Zeichen dafür, dass Tiere unter der Haltung leiden, seien „Verhaltensstörungen wie ständig die gleichen Strecken abzulaufen oder den Kopf hin und her zu schwingen.“ Die Tierschützer urteilen: „Tiere sind keine Attraktionen.“ Zoos würden zudem gesunde, aber „überzählige“ Tiere in Zuchtprogrammen töten.
„Sambesi-Bootsfahrt“ im Erlebnis-Zoo Hannover möglich
Was macht den Erlebnis-Zoo Hannover aus und was macht ihn zu einem „Erlebnis“? Laut dem Zoo sind es die „einzigartig gestalteten Themenwelten, interaktiven Edutainment-Stationen“, zudem spannende Tiervorstellungen, kommentierte Fütterungen, fantasieanregende Abenteuerspielplätzen und außergewöhnliche Gastronomie. Der Zoo habe es sich zur Aufgabe gemacht, „Menschen für Tiere zu begeistern und das Bewusstsein für den Schutz der Artenvielfalt zu stärken.“
Zu den Attraktionen des Zoos gehören etwa eine „Sambesi-Bootsfahrt“, die Unterwasserwelt mit Kegelrobben, Pinguinen und Eisbären, das „Reich der Lurche“ mit Fröschen, Salamandern und Molchen. Eine neue Sehenswürdigkeit ist das „Zoologicum“, wo man durch Infotainment viel über die Diversität der Tiere lernen kann. Der einzige „unterirdische Zoo“ Deutschlands indes ist in einer anderen Stadt in Niedersachsen zu finden. (cgsc)