Besonderes Ausflugsziel
Sieht aus wie im Märchen: Geheimnisvolle Quelle in Niedersachsen friert niemals zu
Die Rhumequelle in Niedersachsen ist mehr als nur eine Wasserquelle. Sie ist ein magischer Ort, an dem eine Nixe leben soll.
Rhumspringe – Sie hat etwas Mystisches, die Rhumequelle in Niedersachsen. Der Weg, der dort hinführt, ist wie ein Tor zu einer „magischen Welt“, sagt eine Anwohnerin in einem Beitrag des NDR. Zweimal in der Woche kommt sie zur Quelle. Und jedes Mal fragt sie sich: Wie sieht heute das Wasser aus? Mal sei es ruhig, dann seien wieder kleine Wellen darauf zu sehen. Laut einer alten Sage lebt die Nixe Rhuma in dem blau-grünen Wasser.
Die Rhumequelle in Niedersachsen friert niemals zu
In Niedersachsen gibt es einige geheimnisvolle Orte. Einer davon liegt im Landkreis Göttingen. Wie der NDR berichtet, ist die Rhumequelle die größte Karstquelle Norddeutschlands. Pro Sekunde sickern gut 2000 Liter Wasser aus der unterirdischen Gipslandschaft nach oben. Die Kalkpartikel, die dabei hochgespült werden, sorgt demnach dafür, dass das Wasser seine ungewöhnliche Farbe hat.
Und noch etwas macht die Quelle besonders: Sie friert niemals zu. Das ganze Jahr über hat das Wasser eine Temperatur von acht bis neun Grad. Ihr Wasser fließt dann übrigens in den Fluss Rhume und von dort aus weiter in die Weser. Wie das Freizeitportal Göttinger Land berichtet, bietet die Quelle Lebensraum für viele Tiere, wie etwa Eisvögel, Wasseramseln und Regenbogenforellen. In einem anderen Wald in Niedersachsen steht übrigens eine geheimnisvolle Pyramide im Wald.
In der Rhumequelle soll eine alte Nixe leben
Und dann wäre da ja noch die Sage um die alte Nixe Rhuma, von der unter anderem das Freizeitportal Göttinger Land berichtet. Die Nixe soll sich einst in einen jungen Riesen verliebt haben. Das Problem: Er stammte aus der verfeindeten Burg am Römerstein. Doch das junge Paar blieb trotzdem zusammen, bekam sogar einen gemeinsamen Sohn.
Daraufhin wurde Rhumas Vater so wütend, dass er seine Tochter in eine sperrte. Jahrelang blieb die Nixe dort gefangen. Doch irgendwann gelang es ihr, „auf unterirdischen Wegen, dem Einflussbereich des Vaters zu entrinnen und als Wasserstrom ans Tageslicht zu gelangen“, berichtet das Freizeitportal. Deswegen heißt die Stelle dort im Naturschutzgebiet noch heute „Rhumequelle“.
Rubriklistenbild: © Hubert Jellinek/imago

