Spezieller Standort

Dieser uralte Aussichtsturm in Niedersachsen bietet besondere Aussicht für Touristen

Der Lönsturm bei Salzhemmendorf bietet Touristen eine besondere Aussicht. Und das schon seit fast 100 Jahren. Das ist der Besucher-Magnet des Kansteins.

Es ist ein ganz besonderer Turm, den es schon fast 100 Jahre lang gibt. Und in etwa genauso lang bietet er eine ganz spezielle Aussicht für Besucher und Touristen der Region. Der Lönsturm bei Salzhemmendorf hat alles andere als eine langweilige Geschichte.

Aussichtsturm im Weserbergland fast 100 Jahre alt: Touristen genießen seither die besondere Aussicht

Der Lönsturm bei Salzhemmendorf ist etwas ganz Besonderes. Zwar ist er nicht der höchste Aussichtsturm Deutschlands, der auch in Niedersachsen steht. Dieses markante Wahrzeichen des Weser-Leine-Berglands thront aber zumindest auf dem Kanstein, der mit 441 Metern die höchste Erhebung des Thüster Bergs darstellt.

Die Geschichte des Turms begann in den 1920er Jahren, als der „Heimat- und Verkehrsverein e.V. Salzhemmendorf“ unter der Leitung von Bürgermeister Eickhoff den Bau eines Aussichtsturms plante. Dieser sollte dem bekannten Heimatdichter Hermann Löns gewidmet werden, der die Region oft besuchte und durch seine Naturbeschreibungen prägte.

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Leuchtturm Arngast im Jadebusen im Abendrot
Leuchtturm Arngast im Jagebusen im Abenrot. © S. Ziese/Imago
Hengstforder Mühle in der Nähe von Bad Zwischenahn an einem nebligen Morgen
Die Hengstforder Mühle in der Nähe von Bad Zwischenahn an einem nebligen Morgen © Alexander Ludwig/Imago
Teufelsmoor, Baum
Die Moorlandschaft in Niedersachsen hat manchmal ganz besondere Motive zu bieten – wie hier im Teufelsmoor. © C. Kaiser/Imago
Museumshafen, Rathaus, Leer, Ostfriesland
Der Museumshafen in Leer ist immer einen Besuch wert. © Werner Wulf/Imago
Der Sonnenaufgang im Goldenstedter Moor.
Traumhaft: Der Sonnenaufgang im Goldenstedter Moor. © W. Rolfes/Imago
Sonnenuntergang am Leuchtturm Obereversand an der Nordseeküste
Sonnenuntergang am Leuchtturm Obereversand an der Nordseeküste. © Imago
Lüneburger Heide
Die Lüneburger Heide besticht durch seine tollen Sonnenuntergänge. © Margarita Borodina/Imago
Marienburg in Niedersachsen
Das Schloss Marienburg ist bei Besuchern besonders beliebt. © Margarita Borodina/Imago
Dünen an der Nordsee in Abendlicht
Die Dünenlandschaft an der niedersächsischen Nordseeküste ist einzigartig. © S. Ziese/Imago
Totengrund, Bispingen
Mystisch und geheimnisvoll: die Landschaft rund um Bispingen. © Olha Rohulya/Imago
Historische Fachwerkhäuser am ehemaligen Hafen der Ilmenau, Lüneburg
Historische Fachwerkhäuser gibt es am ehemaligen Hafen der Ilmenau, Lüneburg. © Helmut Meyer zur Capellen/Imago
Sonnenuntergang bei Niedrigwasser im Nationalpark Wattenmeer
Der wohl bedeutendste Nationalpark in Niedersachsen: Das Wattenmeer. © Imago
Historische Altstadt in Goslar
Fachwerkhaus an Fachwerkhaus in der historischen Altstadt in Goslar. © Peter Widmann/Imago
Alte Fischkutter im Hafen, Neuharlingersiel
Bietet Touristen mehr als nur Fischkutter: Neuharlingersiel © Imago
Leuchtturm Obereversand in Dorum-Neufeld im Abendlicht
Wohl einer der schönsten Leuchttürme in Niedersachsen. Der Leuchtturm Obereversand in Dorum-Neufeld. © S. Ziese/Imago
Traumhafte Winterbilder aus dem verschneiten Hannover
Aber auch die Landeshauptstadt hat schöne Motive zu bieten. © Martin Dziadek/Imago
Historische Kaufmanns- und Speicherhäuser am Hansehafen in Stade.
Historische Kaufmanns- und Speicherhäuser am Hansehafen in Stade. © S. Ziese/Imago
Schäfer mit Schafherde im Morgenlicht in der Heide, Deutschland
Hier kann man Tradition noch hautnah erleben: In der Lüneburger Heide gibt es noch ursprüngliche Heidschnucken-Herden. © W. Rolfes/Imago
Ansichten bei einer Wanderung im wildromantischen Okertal
Das Okertal ist für seine tollen Wanderungen bekannt. © Martin Wagner/Imago
Die Radauer Wasserfälle in Bad Harzburg
Die Radauer Wasserfälle in Bad Harzburg sind im Herbst besonders schön. © W. Willner via www.imago-images.de
Greetsieler Zwillingsmühlen
Die Zwillingsmühlen am Ortseingang des ostfriesischen Fischerdorfes Greetsiel. © F. Scholz/Imago
Zwei Personen auf einem Steg bei Sonnenuntergang am Steinhuder Meer
Sport- und Naturparadies: das Steinhuder Meer. © U. Gernhoefer/Imago
Alte Land Niedersachsen
Auch das alte Land in Niedersachsen hat für Besucher so einiges zu bieten. Der Frühling ist dort besonders schön. © Imago
Eichen im Schnee in Niedersachsen
Aber auch der Winter verzaubert das platte Land auf wundersame Weise. © Imago
Kranich Graukranich in Niedersachsen
Regelmäßig lassen sich große Vogelwanderungen in Niedersachsen beobachten. © Imago

Der Lönsturm wurde 1928 aus Sandsteinquadern mit einer Höhe von 18 Metern eingeweiht. Die Finanzierung erfolgte durch Spenden und Sammlungen, jedoch reichten die Mittel nicht aus, um den ursprünglich höheren Turm zu verwirklichen. Laut der Tourismusseite des Ortes Salzhemmendorf führte der Bau zu einer Verschuldung des Vereins von etwa 4.000 Mark.

Spezieller Panoramablick in Niedersachen: Vom Lönsturm kann man bis zum Brocken gucken

Der Turm steht an einem besonderen Standort, von dem aus man bei klarem Wetter bis zum Brocken im Harz und zum Hermannsdenkmal im Teutoburger Wald blicken kann. Er bietet einen beeindruckenden Panoramablick über das Weser-Leine-Bergland, den Ith, das Saaletal, den Osterwald und den Külf. Hier liegt auch die längste Klippe Norddeutschlands.

Hier kann man große teile des Weserberglands überblicken. Seit fast 100 Jahren besteigen Touristen den Lönsturm bei Salzhemmendorf.

Im Laufe der Jahre wuchsen die Buchen um den Turm so hoch, dass die Aussichtsplattform in den Baumkronen verschwand. Zur 950-Jahr-Feier von Salzhemmendorf im Jahr 1972 wurde der Turm daher mit einer Stahlkonstruktion um fünf Meter auf 23 Meter erhöht. 1997 erfolgte eine weitere Aufstockung auf die heutige Höhe von 26 Metern.

Diese Maßnahmen wurden durch die Unterstützung der Gemeinde, des Landkreises, weiterer Institutionen sowie durch erfolgreiche Spendenaktionen ermöglicht, darunter die Kampagne „Rettet den Lönsturm“ in den 1990er Jahren. Ein anderer Aussichtsturm im Norden hat ebenfalls mit seinem Standort überrascht.

Tourismus-Magnet: Uralter Aussichtsturm liegt mitten im Naturparadies

Heute ist der Lönsturm öffentlich zugänglich und wird nur zu besonderen Anlässen bewirtschaftet. Seine Einzigartigkeit liegt nicht nur in seiner architektonischen Entwicklung und der landschaftlichen Lage, sondern er ist auch ein beliebtes Ziel für Wanderer und Kletterer, so eine Broschüre des Naturparks Weserbergland. Die umliegenden Kansteinfelsen mit ihren außergewöhnlichen Gesteinsformationen und seltenen Pflanzenarten gelten als Naturparadies.

Ebenfalls etwas ganz Besonderes ist ein mittelalterlicher Aussichtsturm in Niedersachsen. Er hatte einst eine ganz andere Funktion und bietet nun einen überraschenden Ausblick.

Rubriklistenbild: © Katrin May/Imago/Marcel Prigge

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