Spezieller Standort
Dieser uralte Aussichtsturm in Niedersachsen bietet besondere Aussicht für Touristen
Der Lönsturm bei Salzhemmendorf bietet Touristen eine besondere Aussicht. Und das schon seit fast 100 Jahren. Das ist der Besucher-Magnet des Kansteins.
Es ist ein ganz besonderer Turm, den es schon fast 100 Jahre lang gibt. Und in etwa genauso lang bietet er eine ganz spezielle Aussicht für Besucher und Touristen der Region. Der Lönsturm bei Salzhemmendorf hat alles andere als eine langweilige Geschichte.
Aussichtsturm im Weserbergland fast 100 Jahre alt: Touristen genießen seither die besondere Aussicht
Der Lönsturm bei Salzhemmendorf ist etwas ganz Besonderes. Zwar ist er nicht der höchste Aussichtsturm Deutschlands, der auch in Niedersachsen steht. Dieses markante Wahrzeichen des Weser-Leine-Berglands thront aber zumindest auf dem Kanstein, der mit 441 Metern die höchste Erhebung des Thüster Bergs darstellt.
Die Geschichte des Turms begann in den 1920er Jahren, als der „Heimat- und Verkehrsverein e.V. Salzhemmendorf“ unter der Leitung von Bürgermeister Eickhoff den Bau eines Aussichtsturms plante. Dieser sollte dem bekannten Heimatdichter Hermann Löns gewidmet werden, der die Region oft besuchte und durch seine Naturbeschreibungen prägte.
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Der Lönsturm wurde 1928 aus Sandsteinquadern mit einer Höhe von 18 Metern eingeweiht. Die Finanzierung erfolgte durch Spenden und Sammlungen, jedoch reichten die Mittel nicht aus, um den ursprünglich höheren Turm zu verwirklichen. Laut der Tourismusseite des Ortes Salzhemmendorf führte der Bau zu einer Verschuldung des Vereins von etwa 4.000 Mark.
Spezieller Panoramablick in Niedersachen: Vom Lönsturm kann man bis zum Brocken gucken
Der Turm steht an einem besonderen Standort, von dem aus man bei klarem Wetter bis zum Brocken im Harz und zum Hermannsdenkmal im Teutoburger Wald blicken kann. Er bietet einen beeindruckenden Panoramablick über das Weser-Leine-Bergland, den Ith, das Saaletal, den Osterwald und den Külf. Hier liegt auch die längste Klippe Norddeutschlands.
Im Laufe der Jahre wuchsen die Buchen um den Turm so hoch, dass die Aussichtsplattform in den Baumkronen verschwand. Zur 950-Jahr-Feier von Salzhemmendorf im Jahr 1972 wurde der Turm daher mit einer Stahlkonstruktion um fünf Meter auf 23 Meter erhöht. 1997 erfolgte eine weitere Aufstockung auf die heutige Höhe von 26 Metern.
Diese Maßnahmen wurden durch die Unterstützung der Gemeinde, des Landkreises, weiterer Institutionen sowie durch erfolgreiche Spendenaktionen ermöglicht, darunter die Kampagne „Rettet den Lönsturm“ in den 1990er Jahren. Ein anderer Aussichtsturm im Norden hat ebenfalls mit seinem Standort überrascht.
Tourismus-Magnet: Uralter Aussichtsturm liegt mitten im Naturparadies
Heute ist der Lönsturm öffentlich zugänglich und wird nur zu besonderen Anlässen bewirtschaftet. Seine Einzigartigkeit liegt nicht nur in seiner architektonischen Entwicklung und der landschaftlichen Lage, sondern er ist auch ein beliebtes Ziel für Wanderer und Kletterer, so eine Broschüre des Naturparks Weserbergland. Die umliegenden Kansteinfelsen mit ihren außergewöhnlichen Gesteinsformationen und seltenen Pflanzenarten gelten als Naturparadies.
Ebenfalls etwas ganz Besonderes ist ein mittelalterlicher Aussichtsturm in Niedersachsen. Er hatte einst eine ganz andere Funktion und bietet nun einen überraschenden Ausblick.
Rubriklistenbild: © Katrin May/Imago/Marcel Prigge
