Bundestagswahl 2021
Deutschlandtrend: Scholz-Zug überrollt Armin Laschet
Erst belächelt, nun gefürchtet: Olaf Scholz (SPD) mausert sich zum Triumphator in den Umfragen. Taugt der Vizekanzler doch als Zugpferd? Die CDU wird panisch.
Berlin – Wahlkampf auf der Überholspur: Wenige Wochen vor der Bundestagswahl 2021 hat Kanzlerkandidat Olaf Scholz (SPD) seine überraschende Aufholjagd in der Wählergunst fortgesetzt. Bei einer Direktwahl würden sich mittlerweile 41 Prozent der Deutschen für den Vizekanzler entscheiden, wie aus dem am Freitag veröffentlichten ARD-Deutschlandtrend des Instituts Infratest dimap hervorgeht. Im Vergleich zu Anfang August ist das ein kräftiges Plus von sechs Prozent. Für die Union ist das ein weiterer Tiefschlag in den Umfragen.
| Deutscher Politiker: | Olaf Scholz (SPD) |
| Geboren: | 14. Juni 1958 (Alter 62 Jahre), Osnabrück |
| Privat: | verheiratet, keine Kinder |
| Aktuelle Ämter: | Bundesfinanzminister und Vizekanzler |
Bundestagswahl 2021: Olaf Scholz (SPD) düpiert im ARD-Deutschlandtrend die CDU und Armin Laschet
Denn während Scholz bei den Wählerinnen und Wähler weiter punkten kann, büßen die CDU mit Armin Laschet und die Grünen mit Annalena Baerbock weiter an Zustimmungswerten ein. Bei einer Direktwahl würden sich nur noch 16 Prozent für Laschet entscheiden, das sind vier Prozent weniger als noch zu Monatsbeginn. Baerbock würde es in diesem Fall gerade noch auf 12 Prozent schaffen.
Die persönlichen Beliebtheitswerte waren für Scholz in den vergangenen Wochen stets hoch. Sein Problem war jedoch, dass seine Popularität nicht auf die Ergebnisse seiner Partei abfärbten. Doch das ändert sich gerade.
Wie aus dem Deutschlandtrend hervorgeht, legten die Sozialdemokraten als einzige Partei zu und schaffen es mit einem Plus von drei Prozentpunkten jetzt auf 21 Prozent. Die Union liegt jetzt nur noch zwei Punkte davor. Die Grünen verlieren ebenfalls und liegen jetzt mit 17 Prozent auf Rang drei.
Olaf Scholz (SPD): Kanzlerkandidat zieht plötzlich seine Partei in den Umfragen mit
Wenig erstaunlich bei dieser Tendenz ist: Eine Mehrheit der Deutschen kann sich mittlerweile gut eine SPD-geführte Regierung vorstellen. So gaben immerhin 30 Prozent der Befragten an, dass sie diese Konstellation bevorzugen würden. Das sind sechs Prozent mehr als zu Monatsbeginn.
Für Scholz ist das derzeit mehr als ein Achtungserfolg. Seit einem Jahr ist er nun schon Kanzlerkandidat seiner Partei. Doch monatelang verharrte die SPD abgeschlagen auf Platz drei. Immer wieder kamen Zweifel am Vizekanzler und an seinen Fähigkeiten als Zugpferd für den Wahlkampf auf.
Panik in der CDU: Markus Söder (CSU) wirft Unions-Kandidat Armin Laschet Versagen vor
Doch die Parteistrategen im Willy-Brandt-Haus setzten voll auf den ehemaligen Ersten Bürgermeister der Hansestadt Hamburg und schnitten die Wahlkampagne voll auf Scholz als eine One-Man-Show zu – und das offenbar mit Erfolg. Der Wahlkampf werde auf den letzten Metern erst entschieden, betonten Generalsekretär Lars Klingbeil und Kampagnenchef Raphael Brinkert bereits in exklusiven Interviews mit kreiszeitung.de.
Bei der CDU wird man wegen der SPD-Aufholjagd nun zusehends nervöser. Nachdem Armin Laschet nun in mehreren Umfragen herbe Verluste einstecken musste, wird der Ton innerhalb der Union immer rauer. Erst am Donnerstag griff Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) seinen Amtskollegen aus Nordrhein-Westfalen in einer internen Sitzung scharf an und warf ihm Versagen im Wahlkampf vor. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.
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