Aktuelle Lage im Ticker
Iran-Krieg könnte aktuell zwei Milliarden Dollar täglich kosten – Trump will Militärausgaben massiv erhöhen
News-Ticker zum aktuellen Iran-Krieg. Die USA verlieren zwei Kampfjets an einem Tag. Die Suche nach einem der Piloten dauert an.
Update, 15:06 Uhr: Ulrich Thoden kritisiert die Haltung der Bundesregierung zum aktuellen Iran-Krieg: „Im Unterschied zu Bundespräsident Steinmeier drückt sich die unionsgeführte Bundesregierung seit über einem Monat vor einer klaren Stellungnahme, wie sie den aktuellen Krieg der USA und Israels gegen den Iran rechtlich bewertet.“ Bei der russischen Vollinvasion in der Ukraine 2022 sei es der Kanzlerpartei binnen kürzester Zeit möglich gewesen, diese zurecht und wortgewaltig als völkerrechtswidrigen Angriffskrieg zu verurteilen. „Inzwischen bescheinigen mehrere Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags den aktuellen Militäroperationen der USA und Israels gegen den Iran Völkerrechtswidrigkeit.“
Gegenüber der Frankfurter Rundschau von Ippen.Media führte er aus: „Die Verweigerungshaltung der Bundesregierung zur klaren Benennung hat offenbar politische Gründe, hinter denen die viel gepriesene Werteorientierung deutscher Außenpolitik zurückstehen muss.“ Dass es auch anders ginge, zeigen Spanien und Österreich, welche den Luftraum ihres Landes für alle US-Flugzeuge im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg gesperrt haben. „Um die störungsanfälligen deutsch-amerikanischen Beziehungen nicht zusätzlich zu belasten, ist die Bundesregierung offenbar bereit, sich ihrer völkerrechtlichen Staatenpflichten zu entledigen. Denn würde sie die Kriegsführung der USA als Völkerrechtsbruch kritisieren, müsste sie auch die damit einhergehenden Konsequenzen ziehen und dem US-Militär die Nutzung deutschen Luftraums und hiesiger US-Militärbasen wie Ramstein und Spangdahlem für die militärischen Angriffe untersagen.“
Thoden erklärte ferner: „Anderenfalls würde sie sich der Beihilfe zum Völkerrechtsbruch strafbar machen, was sogar Wiedergutmachungsansprüche des Iran gegenüber Deutschland begründen könnte. Die Linke verlangt von der Bundesregierung, das Parlament und die Öffentlichkeit unverzüglich über die Aktivitäten des US-Militärs in Deutschland zu informieren und sich auch nicht hinter Nebelkerzen wie dem vermeintlichen Schutz des Staatswohls zu verschanzen.“
Update, 4. April, 14:15 Uhr: Laut US-Medien könnte der Iran-Krieg pro Tag zwei Milliarden Dollar (1,74 Milliarden Euro) kosten. Angesichts dessen hat US-Präsident Donald Trump eine massive Erhöhung des Verteidigungshaushalts auf 1,5 Billionen Dollar (1,3 Billionen Euro) im nächsten Jahr gefordert. Das geht aus einem Ausgabenentwurf hervor, der am Freitag (3. April) an die US-Abgeordneten geschickt wurde.
Der Anstieg der Pentagon-Ausgaben von einem Jahr zum nächsten wäre damit der größte seit dem Zweiten Weltkrieg, berichteten US-Medien – auch wenn Präsidentenhaushalte eher Wunschlisten sind, die vom Kongress genehmigt werden müssen. „Der Haushalt baut auf der historischen Obergrenze von einer Billion Dollar für die gesamten Verteidigungsausgaben im Jahr 2026 auf und beantragt 1,5 Billionen Dollar an gesamten Haushaltsmitteln für 2027“, heißt es laut der Nachrichtenagentur AFP in dem Dokument. „Dies entspricht einem Anstieg um 445 Milliarden Dollar oder 42 Prozent gegenüber dem Gesamtmittelvolumen für 2026.“
Iran-Krieg aktuell: Teherans Ölexporte von Insel Charg nehmen angeblich zu
Update, 4. April, 12:22 Uhr: Trotz der US-Militärschläge meldet Teheran gestiegene Ölausfuhren über die Insel Charg. Moussa Ahmadi, Vorsitzender des Energieausschusses des iranischen Parlaments, bestätigte dies nach eigenen Angaben vor Ort. „Nach meinen Besuchen und Treffen auf der Insel Charg muss ich sagen, dass die Ölexporte in den vergangenen Tagen nicht nur nicht zurückgegangen sind, sondern sogar gestiegen sind“, sagte der Vorsitzende des Energieausschusses des iranischen Parlaments laut Berichten der Nachrichtenagentur Isna.
Iran-Krieg aktuell: Gasanlage in Abu Dhabi gerät in Brand
Update, 4. April, 11:14 Uhr: In Abu Dhabi ist es gestern durch herabfallende Trümmer nach Beschuss zu einem Brand in einer Gasanlage gekommen, berichtet die AFP. Ein Mensch wurde nach den Angaben des Medienbüros der Regierung der Arabischen Emirate getötet, vier weitere Menschen erlitten leichte Verletzungen. Die Anlage sei „erheblich“ beschädigt worden.
Israel und USA attackieren Mullah-Regime – Bilder aus dem Iran-Krieg




Iran-Krieg aktuell: Mullah-Regime richtet zwei Dissidenten hin
Update, 4. April, 10:17 Uhr: Das Regime in Teheran hat zwei Oppositionelle hingerichtet. Die Männer sollen Verbindungen zur Organisation der Volksmudschahedin gehabt haben und wurden wegen bewaffneter Angriffe zum Tode verurteilt, wie Reuters berichtet. Nähere Details zu den Hinrichtungen wurden zunächst nicht bekannt gegeben. Die Exekutionen reihen sich in eine Serie ähnlicher Fälle ein: In den vergangenen Tagen hatte das Regime wiederholt Gegner mit Bezug zur Volksmudschahedin hinrichten lassen.
Iran-Krieg aktuell: Suche nach zweitem Besatzungsmitglied von abgestürztem US-Kampfjet
Update, 4. April, 9:35 Uhr: Nach Berichten über zwei abgestürzte US-Kampfjets in der Golfregion suchen iranische und US-Streitkräfte fieberhaft nach dem zweiten Crewmitglied eines der Flugzeuge. Der Iran erklärte am Freitagabend, ein US-Kampfflugzeug vom Typ F-15 abgeschossen zu haben. US-Medienberichten zufolge konnte eines der beiden Besatzungsmitglieder von US-Spezialeinheiten gerettet werden, nach dem zweiten werde noch gesucht.
Kurze Zeit später meldete Teheran dann den Abschuss eines US-Kampfjets vom Typ F-10. US-Präsident Donald Trump erklärte, der Verlust der Flugzeuge wirke sich nicht auf die US-iranischen Verhandlungen aus. Zunächst hatten iranische Staatsmedien von dem Abschuss des F-15-Kampfjets berichtet. Ein örtlicher TV-Sender zeigte Bilder, die den zerstörten Jet am Boden zeigen sollen. Laut dem TV-Bericht unter Berufung auf eine Polizei-Mitteilung wurde das Flugzeug über dem Zentraliran ins Visier genommen und stürzte daraufhin ab.
Iran-Krieg aktuell: Ein Verletzter durch iranische Raketenangriffe auf Israel
Update, 4. April, 8:40 Uhr: Bei erneuten iranischen Raketenangriffen auf Israel ist nach Angaben des Rettungsdienstes Magen David Adom ein Mensch verletzt worden. Ein 45-Jähriger sei im zentralisraelischen Bnei Brak mit leichten Blessuren durch Glassplitter in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Einsatzkräfte seien zudem an mehreren Orten in Zentralisrael auf dem Weg zu mutmaßlichen Einschlagsorten.
Die israelische Armee hatte zuvor den Abschuss mehrerer Raketen durch den Iran gemeldet. Luftabwehrsysteme seien „im Einsatz, um die Gefahr abzufangen“, erklärten die Streitkräfte im Onlinedienst Telegram. Später gaben sie vorläufig Entwarnung. Zivilisten dürften ihre Schutzräume wieder verlassen, hieß es.
Update, 4. April, 6:48 Uhr: Der mutmaßliche Verlust von zwei US-Kampfjets über iranischem Gebiet wirkt sich nach Angaben von US-Präsident Donald Trump nicht auf Verhandlungen mit der Führung in Teheran aus. „Nein, überhaupt nicht“, antwortete Trump heute im US-Nachrichtensender NBC auf eine entsprechende Frage und ergänzte: „Es ist eben Krieg.“
Das für den Iran zuständige Regionalkommando der US-Streitkräfte (Centcom) äußerte sich auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP bislang nicht zu den Angaben der iranischen Streitkräfte, ein zweiter US-Kampfjet sei über dem Persischen Golf abgeschossen worden und abgestürzt. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, erklärte lediglich, Präsident Trump sei „unterrichtet“ worden.
Iran-Krieg aktuell: Trümmerteile treffen US-Niederlassung nach Luftabwehreinsatz in Dubai
Update, 4. April, 6:05 Uhr: Trümmer eines abgefangenen Flugobjekts haben ein Gebäude des US-Technologiekonzerns Oracle in Dubai getroffen. Wie Reuters berichtet, ereignete sich der Vorfall im Technologiepark Internet City, nachdem die Luftabwehr des Emirats aktiv wurde.
Laut Angaben der Behörden wurde niemand verletzt. Oracle steht auf einer Liste von 18 US-Unternehmen, die die iranischen Revolutionsgarden als Vergeltungsziele für Angriffe auf ihr Land ausgerufen haben.
Iran-Krieg aktuell: Trump zu Abschuss eines US-Kampfflugzeugs – „Wir befinden uns im Krieg“
Update, 21:59 Uhr: In einem kurzen Telefonat ging Präsident Trump nicht auf die Details der laufenden Rettungsmission im Iran ein, die nach dem Abschuss eines amerikanischen Flugzeugs eingeleitet worden war. In einem Gespräch mit NBC News zeigte er sich jedoch unzufrieden mit Teilen der medialen Berichterstattung über den offenbar sehr sensiblen Einsatz. Auf die Frage, ob die Vorfälle des Tages mögliche Gespräche mit dem Iran beeinflussen würden, antwortete Trump: „Nein, überhaupt nicht. Wir befinden uns im Krieg.“
Update, 21:08 Uhr: In der Nähe der Straße von Hormus ist ein zweites US-Kampfflugzeug abgestürzt. US-Beamte sagten der New York Times, ein A-10-Flieger sei zeitgleich mit der F-15 abgestürzt. Der Pilot sei gerettet worden. Die Kommandozentrale der iranischen Revolutionsgarde teilte laut der iranischen Agentur Fars mit, man habe südlich der Insel Qeschm ein amerikanisches Flugzeug abgeschossen. Der Flieger sei in den Persischen Golf gestürzt.
US-Beamte bestätigten indes gegenüber den Sendern MS Now und CBS, dass die F-15 vom Iran abgeschossen worden sei. Grund für den Absturz ist demnach nicht ein technischer Defekt. Daneben wurde offenbar während der Suche nach den F-15-Piloten auch ein amerikanischer Black Hawk-Helikopter getroffen. Dies sagten US-Beamte gegenüber Newsmax. Allerdings habe es der Helikopter heil aus dem Iran geschafft und sei gelandet.
Iran-Krieg aktuell: F-15-Pilot von Spezialeinheiten gerettet
Update, 18:21 Uhr: Einer der amerikanischen Piloten des über dem Iran abgestürzten F-15E-Kampfjets wurde gerettet. Dies berichten amerikanische und israelische Medien unter Berufung auf Beamte. Laut dem Nachrichtenportal Axios wurde der Pilot von amerikanischen Spezialkräften geborgen. Die Suche für den zweiten Piloten dauert an. Die israelische Armee hat indes nach eigenen Angaben eine „großangelegte Welle von Angriffen“ auf die iranische Hauptstadt Teheran gestartet. Ziel sei die „Infrastruktur des iranischen Regimes in Teheran“, teilten die israelischen Streitkräfte am Freitag mit. Die Angriffe erfolgten demnach zusätzlich zu den Angriffen auf Beirut im Libanon.
Update, 17:03 Uhr: Iranische Medien haben am Freitag den Abschuss eines US-Kampfflugzeuges gemeldet. Ein örtlicher TV-Sender zeigte Bilder, die den zerstörten Jet am Boden zeigen sollen. Die iranische Nachrichtenagentur Fars meldete, die Armee sei auf der Suche nach dem abgeschossenen Piloten. US-Beamte bestätigten gegenüber US-Medien wie New York Times und Washington Post, dass ein Jet im Süden des Landes abgestürzt sei. Es handelt sich um den ersten Jet, der im Zuge von Donald Trumps „Operation Epic Fury“ über dem Iran abgestürzt ist. Laut US-Beamten läuft derzeit die Suche nach zwei Piloten des Fliegers.
Iran-Krieg aktuell: Medwedew reagiert auf Trumps NATO-Aussagen
Update, 12:34 Uhr: Ein möglicher Austritt der USA aus der NATO würde nach Einschätzung von Ex-Kremlchef Dmitri Medwedew auch für Russland eine Verschlechterung der Lage bedeuten. Der jetzige Vizechef des russischen Sicherheitsrates schrieb im Netzwerk Max, der verbleibende europäische Teil der NATO würde die EU in ein Militärbündnis verwandeln. „Sie könnte sich rasch zu einem vollwertigen und gegenüber Russland äußerst feindseligen Militärbündnis entwickeln, das in mancher Hinsicht schlimmer ist als die NATO.“
Daraus folgerte Medwedew, dass Russland seine – wie er es nannte – „tolerante Haltung“ gegenüber einem EU-Beitritt von Nachbarstaaten aufgeben solle. Dies gelte auch für die Ukraine, die er als „Land 404“ bezeichnete – in Anlehnung an die Fehlermeldung für eine nicht existente Website. In der NATO herrschen derzeit große Spannungen, weil US-Präsident Donald Trump den Mitgliedern vorwirft, die USA nicht in ihrem Krieg gegen den Iran beizustehen.
Iran-Krieg aktuell: Teheran weiter kampffähig
Update, 11:05 Uhr: Trotz wochenlanger US-amerikanischer und israelischer Militärangriffe verfügt der Iran laut CNN noch immer über „etwa die Hälfte“ seiner Raketenwerfer. Das hätten drei mit den Geheimdienstinformationen vertraute Quellen gegenüber dem Sender bestätigt. Demnach verfügten die Revolutionsgarden weiterhin über Tausende von Kampfdrohnen und seien nach wie vor „sehr gut in der Lage, in der gesamten Region verheerendes Chaos anzurichten“, so eine der Quellen gegenüber CNN.
Iran-Krieg aktuell: Trump erneuert Drohungen
Erstmeldung: Die Bombardierung der als „B1“ bekannten Autobahnbrücke westlich von Teheran markierte einen neuen Eskalationsschritt im aktuellen Iran-Krieg. Mit einer Höhe von 132 Metern war sie die höchste Brücke des Landes – ein Teil der zivilen Pendlerroute zwischen der Großstadt Karadsch und der Millionenmetropole Teheran sowie ein Verkehrsknoten in Richtung Kaspisches Meer.
Am Donnerstag wurde sie im Iran-Krieg zweimal innerhalb kurzer Zeit bombardiert, der zweite Angriff traf die Brücke, während Rettungskräfte bereits vor Ort im Einsatz waren. Laut der iranischen Nachrichtenagentur Isna kamen dabei mindestens acht Menschen ums Leben, 97 weitere wurden verletzt. US-Präsident Donald Trump ließ kaum Zweifel daran, wer hinter dem Angriff steckt. Auf seiner Plattform Truth Social postete er ein Video der einstürzenden Brücke und schrieb: „Die größte Brücke im Iran stürzt ein und wird nie wieder genutzt werden – es wird noch viel mehr folgen!“
Aktueller Iran-Krieg von Donald Trump lässt Stimmung kippen
Auch in der iranischen Bevölkerung lösten Trumps Worte zur jüngsten Eskalation im Iran-Krieg – er hatte zuvor angekündigt, den Iran „zurück in die Steinzeit zu versetzen“ – breite Empörung aus, selbst unter Regierungsgegnern. „Nicht einmal Netanjahu hat uns dermaßen beleidigt!“, sagte Schahin, ein 40-jähriger Immobilienmakler aus dem Norden Teherans, und fügte hinzu: „Jetzt hat er über 80 Millionen Feinde mehr in der Welt.“ Der Rentner Dschamal, früher Ingenieur in der Landwirtschaft, ergänzte: „Steinzeit, Mr. President, da waren die Iraner auch 47 Jahre unter diesem islamischen Regime nicht.“ Seine Frau Scholeh kommentierte knapp: „Dummheit hat wirklich keine Grenzen.“
Parallel zu den Angriffen auf die Infrastruktur meldete die israelische Armee, Dutzende Ziele des iranischen Raketenprogramms im Iran sowie im Libanon angegriffen zu haben. Der Kommandeur der ballistischen Raketeneinheit in der Region Kermanschah sei dabei gezielt getötet worden. Auch ein Stahlwerk bei Isfahan stellte nach Medienberichten infolge neuer Luftangriffe seinen Betrieb ein – die Stahlindustrie gilt als Schlüsselbranche im Iran, zentral für Autoherstellung und Rüstung.
Reaktion auf aktuelle Angriffe im Iran-Krieg: Teheran setzt Gegenangriffe fort
Der Iran und seine Verbündeten setzten ihre Gegenangriffe im aktuellen Iran-Krieg fort. Am Freitagmorgen meldete die israelische Armee eine neue Welle von Raketen, die vom Iran in Richtung Israel abgefeuert worden seien – die Luftabwehrsysteme seien im Einsatz. Auch Kuwait meldete erneute Angriffe auf sein Staatsgebiet durch feindliche Raketen und Drohnen.
Zuvor hatten bereits Sirenen in Tel Aviv und anderen israelischen Städten geheult; in der Stadt Petach Tikva schlug ein Geschoss in einem Industriegebiet ein, ohne Verletzte zu fordern. Auch arabische Länder wie Bahrain, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate meldeten Angriffe.
Folgen des aktuellen Iran-Kriegs: Wirtschaft leidet
Die wirtschaftlichen Folgen des Krieges sind gravierend: Seit Kriegsbeginn Ende Februar ist der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus, durch die normalerweise etwa ein Fünftel des weltweiten Rohöls und Flüssigerdgases transportiert wird, weitgehend zum Erliegen gekommen. Laut dem Analyseunternehmen Kpler haben seit Anfang März nur noch 225 Frachtschiffe die Meerenge passiert – ein Rückgang von 93 Prozent im Vergleich zur Vorkriegszeit.
Die Blockade hat zu einem dramatischen Anstieg der Erdölpreise geführt. Am Freitag sollte der UN-Sicherheitsrat über eine Resolution abstimmen, die auf Antrag des Golfkooperationsrates den Einsatz „aller notwendigen defensiven Mittel“ zum Schutz der Meerenge erlauben würde. Russland, China und Frankreich äußerten starke Bedenken; der chinesische UN-Botschafter Fu Cong warnte: „Der Einsatz von Gewalt kann keinen Frieden bringen.“ (fbu mit Agenturen)
Rubriklistenbild: © HANDOUT/AFP PHOTO/US Air Force
