Aktuelle Lage im Ticker

Iran-Krieg könnte aktuell zwei Milliarden Dollar täglich kosten – Trump will Militärausgaben massiv erhöhen

News-Ticker zum aktuellen Iran-Krieg. Die USA verlieren zwei Kampfjets an einem Tag. Die Suche nach einem der Piloten dauert an.

Dieser Ticker ist beendet. Weitere Informationen und News zum Iran-Krieg finden Sie in unserem neuen Ticker.

Update, 15:06 Uhr: Ulrich Thoden kritisiert die Haltung der Bundesregierung zum aktuellen Iran-Krieg: „Im Unterschied zu Bundespräsident Steinmeier drückt sich die unionsgeführte Bundesregierung seit über einem Monat vor einer klaren Stellungnahme, wie sie den aktuellen Krieg der USA und Israels gegen den Iran rechtlich bewertet.“ Bei der russischen Vollinvasion in der Ukraine 2022 sei es der Kanzlerpartei binnen kürzester Zeit möglich gewesen, diese zurecht und wortgewaltig als völkerrechtswidrigen Angriffskrieg zu verurteilen. „Inzwischen bescheinigen mehrere Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags den aktuellen Militäroperationen der USA und Israels gegen den Iran Völkerrechtswidrigkeit.“

Gegenüber der Frankfurter Rundschau von Ippen.Media führte er aus: „Die Verweigerungshaltung der Bundesregierung zur klaren Benennung hat offenbar politische Gründe, hinter denen die viel gepriesene Werteorientierung deutscher Außenpolitik zurückstehen muss.“ Dass es auch anders ginge, zeigen Spanien und Österreich, welche den Luftraum ihres Landes für alle US-Flugzeuge im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg gesperrt haben. „Um die störungsanfälligen deutsch-amerikanischen Beziehungen nicht zusätzlich zu belasten, ist die Bundesregierung offenbar bereit, sich ihrer völkerrechtlichen Staatenpflichten zu entledigen. Denn würde sie die Kriegsführung der USA als Völkerrechtsbruch kritisieren, müsste sie auch die damit einhergehenden Konsequenzen ziehen und dem US-Militär die Nutzung deutschen Luftraums und hiesiger US-Militärbasen wie Ramstein und Spangdahlem für die militärischen Angriffe untersagen.“

Thoden erklärte ferner: „Anderenfalls würde sie sich der Beihilfe zum Völkerrechtsbruch strafbar machen, was sogar Wiedergutmachungsansprüche des Iran gegenüber Deutschland begründen könnte. Die Linke verlangt von der Bundesregierung, das Parlament und die Öffentlichkeit unverzüglich über die Aktivitäten des US-Militärs in Deutschland zu informieren und sich auch nicht hinter Nebelkerzen wie dem vermeintlichen Schutz des Staatswohls zu verschanzen.“

Update, 4. April, 14:15 Uhr: Laut US-Medien könnte der Iran-Krieg pro Tag zwei Milliarden Dollar (1,74 Milliarden Euro) kosten. Angesichts dessen hat US-Präsident Donald Trump eine massive Erhöhung des Verteidigungshaushalts auf 1,5 Billionen Dollar (1,3 Billionen Euro) im nächsten Jahr gefordert. Das geht aus einem Ausgabenentwurf hervor, der am Freitag (3. April) an die US-Abgeordneten geschickt wurde.

Der Anstieg der Pentagon-Ausgaben von einem Jahr zum nächsten wäre damit der größte seit dem Zweiten Weltkrieg, berichteten US-Medien – auch wenn Präsidentenhaushalte eher Wunschlisten sind, die vom Kongress genehmigt werden müssen. „Der Haushalt baut auf der historischen Obergrenze von einer Billion Dollar für die gesamten Verteidigungsausgaben im Jahr 2026 auf und beantragt 1,5 Billionen Dollar an gesamten Haushaltsmitteln für 2027“, heißt es laut der Nachrichtenagentur AFP in dem Dokument. „Dies entspricht einem Anstieg um 445 Milliarden Dollar oder 42 Prozent gegenüber dem Gesamtmittelvolumen für 2026.“

Iran-Krieg aktuell: Teherans Ölexporte von Insel Charg nehmen angeblich zu

Update, 4. April, 12:22 Uhr: Trotz der US-Militärschläge meldet Teheran gestiegene Ölausfuhren über die Insel Charg. Moussa Ahmadi, Vorsitzender des Energieausschusses des iranischen Parlaments, bestätigte dies nach eigenen Angaben vor Ort. „Nach meinen Besuchen und Treffen auf der Insel Charg muss ich sagen, dass die Ölexporte in den vergangenen Tagen nicht nur nicht zurückgegangen sind, sondern sogar gestiegen sind“, sagte der Vorsitzende des Energieausschusses des iranischen Parlaments laut Berichten der Nachrichtenagentur Isna.

Iran-Krieg aktuell: Gasanlage in Abu Dhabi gerät in Brand

Update, 4. April, 11:14 Uhr: In Abu Dhabi ist es gestern durch herabfallende Trümmer nach Beschuss zu einem Brand in einer Gasanlage gekommen, berichtet die AFP. Ein Mensch wurde nach den Angaben des Medienbüros der Regierung der Arabischen Emirate getötet, vier weitere Menschen erlitten leichte Verletzungen. Die Anlage sei „erheblich“ beschädigt worden.

Israel und USA attackieren Mullah-Regime – Bilder aus dem Iran-Krieg

Rauchsäule in teheran
Der Iran-Krieg beginnt am 28. Februar 2026 mit Angriffen aus Israel und den USA auf Teheran. Noch am ersten Tag wird auch Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei getötet. Seit dem Angriff hat sich der Konflikt auf die gesamte Golfregion ausgeweitet. © AFP
Iran-Krieg - Iran
Immer wieder schlagen Raketen in der iranischen Hauptstadt Teheran und der Umgebung ein. Die Menschen vor Ort berichten von zitternden Fenstern, in sozialen Medien kursieren Bilder von Rauchschwaden. In Teheran leben rund 15 Millionen Menschen.  © Vahid Salemi/dpa
Angriff auf den Iran - Iran
Präzisionsschläge auf relevante militärische Ziele – erstmals auch mit Drohnen, die von den Shaheds kopiert worden sind: „LUCAS kostet etwa 35.000 US-Dollar pro Plattform und ist ein kostengünstiges, skalierbares System, das modernste Fähigkeiten zu einem Bruchteil der Kosten herkömmlicher US-Langstreckensysteme mit vergleichbarer Wirkung bietet“, sagt der Marineoffizier Tim Hawkins gegenüber dem Magazin The War Zone (TWZ). US-Präsident Trump hat sich für den Angriff gegen den Iran vermutlich von den Waffen seines Gegners inspirieren lassen: Erstmals haben die USA Kamikaze-Drohnen eingesetzt, veröffentlicht das „US Central Command“ (CENTCOM).  © dpa
Angriff auf den Iran - U.S. Navy
Die Angriffe gehen ohne Unterlass weiter. Dieses Standbild aus einem vom U.S. Central Command zur Verfügung gestellten Video zeigt den Start einer Rakete von einem Schiff der U.S. Navy zur Unterstützung der Operation „Epic Fury“. © dpa
Raketenabwehrsystem Iron Dome
Der Iran antwortet mit Gegenangriffen auf Israel. Das israelische Raketenabwehrsystem Iron Dome fängt zahlreiche Geschosse ab. Über Tel Aviv kommt es zu entsprechenden Explosionen. © Jack Guez/AFP
Angriff auf den Iran - Israel
Auch am Tag feuert das israelische Luftabwehrsystem, um Raketen während eines iranischen Angriffs abzufangen. © Ohad Zwigenberg/dpa
Angriff auf den Iran - Tel Aviv
Dennoch kommt Israel nicht ungeschoren davon. Hier verbinden Rettungskräfte einen verwundeten Mann und leisten erste Hilfe am Ort eines direkten Einschlags einer iranischen Rakete in Tel Aviv. © Tomer Neuberg/dpa
Angriff auf den Iran - Tel Aviv
An einer anderen Stelle in Tel Aviv ist ein Feuerwehrmann dabei, ein brennendes Auto zu löschen. © Tomer Neuberg/dpa
USA Iran
Dieses offizielle Foto des Weißen Hauses, veröffentlicht am 28. Februar 2026 auf dem Account „White House X“, zeigt US-Vizepräsident JD Vance (Mitte), die Direktorin des Nationalen Nachrichtendienstes, Tulsi Gabbard (zweite von links), und US-Finanzminister Scott Bessent (rechts) im Lagezentrum in Washington, D.C. © AFP
Trump Iran
Ein weiteres offizielles Foto des Weißen Hauses zeigt Donald Trump im Gespräch mit Stabschefin Susie Wiles (rechts), während US-Außenminister Marco Rubio (Mitte) die Aktivitäten der „Operation Epic Fury“ gegen den Iran von einem nicht genannten Ort aus überwacht. „Chamenei, einer der bösartigsten Menschen der Geschichte, ist tot“, schrieb Trump später auf „Truth Social“. © AFP
Angriff auf den Iran - Israel
Was ist das Ziel der Operation Epic Fury (Einsatz Gewaltiger Zorn)? US-Präsident Trump begründet die Luftangriffe mit dem iranischen Atom- und Raketenprogramm und mit der iranischen Unterstützung für bewaffnete Milizen, wie etwa die Hisbollah im Libanon. Durch beides sieht Israel seine Existenz bedroht. Daneben will Trump aber auch die USA vor „direkten Bedrohungen“ durch den Iran schützen. © Leo Correa/dpa
Un-Sicherheitsrat
Der US-Angriff ruft die Vereinten Nationen auf den Plan: Der Sicherheitsrat ist zu einer Notfall-Sitzung zusammengekommen. UN-Generalsekretär António Guterres warnte die Botschafter, die Aktion berge die Gefahr, „eine Kette von Ereignissen auszulösen, die in der instabilsten Region der Welt niemand mehr kontrollieren kann“, wie die UN berichten. Israels Botschafter Danny Danon hatte die Angriffe als gerechtfertigt dargestellt und als einen notwendigen Akt, um eine existenzielle Bedrohung abzuwehren. © Spencer Platt/AFP
Minab-Mädchenschule
Das UN-Menschenrechtsbüro hat nach den Berichten über einen Angriff auf eine Mädchenschule im Iran mit fast 200 Toten eine umfassende Untersuchung verlangt. Nach Angaben einer Sprecherin könne es sich um ein Kriegsverbrechen handeln. Bei dem Angriff in Minab im Süden des Landes waren nach iranischen Angaben mindestens 168 Schülerinnen im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren, 26 Lehrerinnen sowie vier Eltern ums Leben gekommen. Vertreter des israelischen Militärs hatten gesagt, ihnen seien keine Angriffe zu dem Zeitpunkt in der Region bekannt.  © Ali Najafi/AFP
Proteste in London
Weltweit gehen noch am ersten Abend des Iran-Kriegs Exil-Iranerinnen und -Iraner auf die Straßen und feiern den Tod von Ajatollah Chamenei. Dieses Bild zeigt eine Demonstration vor der iranischen botschaft in London. © Vuk Valcic/Imago
Angriff auf den Iran - Berlin
Auch auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor in Berlin gehen die Menschen spontan auf die Straße. © Christophe Gateau/dpa
Demo in der Türkei
Anders sieht es in der Türkei aus: Vor dem israelischen Konsulat in Istanbul machen Demonstranten Donald Trump und Israel für die Eskalation verantwortlich. Sie protestierten gegen den Angriff auf den Iran und die Tötung von Ajatollah Chamenei, indem sie eine US-Flagge verbrennen. © Ozan Kose/AFP
Angriff auf den Iran - Indien
578889050.jpg © Mukhtar Khan/dpa
Angriff auf den Iran - Dubai
Der Iran-Krieg zieht auch die arabischen Länder mit in den Konflikt hinein. Mit Hunderten Raketen und Drohnen greift der Iran seit Ende Februar unter anderem Kuwait, Katar, Bahrain, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate an. Hier steigt Rauch nach einem iranischen Drohnenangriff im Hafengebiet von Dubai auf. © Fatima Shbair/dpa
Angriff auf den Iran – Katar
Folgen der Rache des Iran: Die USA betreiben in al-Udeid eine Militärbasis. Die liegt im Fokus des Iran – allerdings befindet sich rund 30 Kilometer entfernt die Stadt Doha; und die wird kaum durch die Luftabwehr der US-Basis abgedeckt.  © dpa
Iran-Krieg - reaktionen
US-amerikanisch-israelische Luftschläge – Schockwellen in der gesamten Welt: Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet hätten Demonstranten im pakistanischen Karatschi vor dem Konsulat „Tod Amerika! Tod Israel!“ skandiert; Reuters-Reporter hätten Schüsse gehört und in den umliegenden Straßen Tränengas wahrgenommen. Die Nachrichtenagentur spricht von mindestens 23 getöteten Demonstranten; davon zehn im Hafen von Karatschi, wo Sicherheitskräfte des US-Konsulats gefeuert hätten auf Demonstrierende nach deren Durchbruch durch die äußere Mauer. Elf Menschen seien demnach in der nördlichen Stadt Skardu ums Leben gekommen – die Menge soll ein UN-Büro in Brand gesetzt haben; zwei Tote verzeichnet Reuters in Pakistans Hauptstadt Islamabad. © Imago
Weitere Bilder der Straßenschlachten, die sich in Teilen Pakistans nach dem US-Angriff auf den Iran ereigneten.
Explosionen im Iran, Beben in Pakistan: „Pakistans Westgrenzen befinden sich im Kriegszustand“, sagt Muzzammil Aslam gegenüber Arab News. Der Finanzminister der nordwestlichen Provinz Khyber Pakhtunkhwa an der Grenze zu Afghanistan fürchtet wirtschaftliche Verwerfungen, sollte der Iran seine Rachegelüste gegenüber dem Westen ausleben und damit den gesamten Nahen Osten in den Abgrund reißen. Die Wirtschaftskraft des Landes hängt an den Arbeitern in den Golfstaaten, die im Visier des Iran liegen und Anschläge auf ihre Energieindustrie befürchten müssen.  © dpa
Angriff auf den Iran - Irak
578899115.jpg © Hadi Mizban/dpa
Beirut
Der Iran-Krieg führt auch zu einer neuen Eskalation zwischen Israel und der Hisbollah. Die Schiiten-Miliz feuert als Reaktion auf die Tötung von Ajatollah Ali Chamenei Raketen in Richtung Israel ab. Daraufhin greift das israelische Militär zahlreiche Ziele im Libanon an, vor allem im Süden des Landes und in den Vororten der Hauptstadt Beirut (im Bild). Diese Gebiete gehören zum Einflussgebiet der Hisbollah. © AFP
Angriff gegen den Iran - Luftverkehr
Der Iran-Krieg legt zu Beginn auch den Flugverkehr teilweise lahm. Hier prüft ein Reisender die Abflugzeiten am internationalen Flughafen Beirut Rafik Hariri, da viele Fluggesellschaften nach den Angriffen auf den Iran ihre Flüge gestrichen haben.  © Hassan Ammar/dpa
Stra0ße von Hormus
Dieses Satellitenbild, aufgenommen von 2026 Planet Labs PBC am 2. März 2026, zeigt Rauchwolken, die nach einer Explosion im Hafen von Bandar Abbas an der Straße von Hormus von einem Schiff aufsteigen. Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus, durch die ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggashandels läuft, ist weitgehend zum Erliegen gekommen.  © 2026 Planet Labs PBC/AFP

Iran-Krieg aktuell: Mullah-Regime richtet zwei Dissidenten hin

Update, 4. April, 10:17 Uhr: Das Regime in Teheran hat zwei Oppositionelle hingerichtet. Die Männer sollen Verbindungen zur Organisation der Volksmudschahedin gehabt haben und wurden wegen bewaffneter Angriffe zum Tode verurteilt, wie Reuters berichtet. Nähere Details zu den Hinrichtungen wurden zunächst nicht bekannt gegeben. Die Exekutionen reihen sich in eine Serie ähnlicher Fälle ein: In den vergangenen Tagen hatte das Regime wiederholt Gegner mit Bezug zur Volksmudschahedin hinrichten lassen.

Iran-Krieg aktuell: Suche nach zweitem Besatzungsmitglied von abgestürztem US-Kampfjet

Update, 4. April, 9:35 Uhr: Nach Berichten über zwei abgestürzte US-Kampfjets in der Golfregion suchen iranische und US-Streitkräfte fieberhaft nach dem zweiten Crewmitglied eines der Flugzeuge. Der Iran erklärte am Freitagabend, ein US-Kampfflugzeug vom Typ F-15 abgeschossen zu haben. US-Medienberichten zufolge konnte eines der beiden Besatzungsmitglieder von US-Spezialeinheiten gerettet werden, nach dem zweiten werde noch gesucht.

Kurze Zeit später meldete Teheran dann den Abschuss eines US-Kampfjets vom Typ F-10. US-Präsident Donald Trump erklärte, der Verlust der Flugzeuge wirke sich nicht auf die US-iranischen Verhandlungen aus. Zunächst hatten iranische Staatsmedien von dem Abschuss des F-15-Kampfjets berichtet. Ein örtlicher TV-Sender zeigte Bilder, die den zerstörten Jet am Boden zeigen sollen. Laut dem TV-Bericht unter Berufung auf eine Polizei-Mitteilung wurde das Flugzeug über dem Zentraliran ins Visier genommen und stürzte daraufhin ab.

Iran-Krieg aktuell: Ein Verletzter durch iranische Raketenangriffe auf Israel

Update, 4. April, 8:40 Uhr: Bei erneuten iranischen Raketenangriffen auf Israel ist nach Angaben des Rettungsdienstes Magen David Adom ein Mensch verletzt worden. Ein 45-Jähriger sei im zentralisraelischen Bnei Brak mit leichten Blessuren durch Glassplitter in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Einsatzkräfte seien zudem an mehreren Orten in Zentralisrael auf dem Weg zu mutmaßlichen Einschlagsorten.

Die israelische Armee hatte zuvor den Abschuss mehrerer Raketen durch den Iran gemeldet. Luftabwehrsysteme seien „im Einsatz, um die Gefahr abzufangen“, erklärten die Streitkräfte im Onlinedienst Telegram. Später gaben sie vorläufig Entwarnung. Zivilisten dürften ihre Schutzräume wieder verlassen, hieß es.

Update, 4. April, 6:48 Uhr: Der mutmaßliche Verlust von zwei US-Kampfjets über iranischem Gebiet wirkt sich nach Angaben von US-Präsident Donald Trump nicht auf Verhandlungen mit der Führung in Teheran aus. „Nein, überhaupt nicht“, antwortete Trump heute im US-Nachrichtensender NBC auf eine entsprechende Frage und ergänzte: „Es ist eben Krieg.“

Das für den Iran zuständige Regionalkommando der US-Streitkräfte (Centcom) äußerte sich auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP bislang nicht zu den Angaben der iranischen Streitkräfte, ein zweiter US-Kampfjet sei über dem Persischen Golf abgeschossen worden und abgestürzt. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, erklärte lediglich, Präsident Trump sei „unterrichtet“ worden.

Ein amerikanischer F-15E Strike Eagle (Symbolbild)

Iran-Krieg aktuell: Trümmerteile treffen US-Niederlassung nach Luftabwehreinsatz in Dubai

Update, 4. April, 6:05 Uhr: Trümmer eines abgefangenen Flugobjekts haben ein Gebäude des US-Technologiekonzerns Oracle in Dubai getroffen. Wie Reuters berichtet, ereignete sich der Vorfall im Technologiepark Internet City, nachdem die Luftabwehr des Emirats aktiv wurde.

Laut Angaben der Behörden wurde niemand verletzt. Oracle steht auf einer Liste von 18 US-Unternehmen, die die iranischen Revolutionsgarden als Vergeltungsziele für Angriffe auf ihr Land ausgerufen haben.

Iran-Krieg aktuell: Trump zu Abschuss eines US-Kampfflugzeugs – „Wir befinden uns im Krieg“

Update, 21:59 Uhr: In einem kurzen Telefonat ging Präsident Trump nicht auf die Details der laufenden Rettungsmission im Iran ein, die nach dem Abschuss eines amerikanischen Flugzeugs eingeleitet worden war. In einem Gespräch mit NBC News zeigte er sich jedoch unzufrieden mit Teilen der medialen Berichterstattung über den offenbar sehr sensiblen Einsatz. Auf die Frage, ob die Vorfälle des Tages mögliche Gespräche mit dem Iran beeinflussen würden, antwortete Trump: „Nein, überhaupt nicht. Wir befinden uns im Krieg.“

Update, 21:08 Uhr: In der Nähe der Straße von Hormus ist ein zweites US-Kampfflugzeug abgestürzt. US-Beamte sagten der New York Times, ein A-10-Flieger sei zeitgleich mit der F-15 abgestürzt. Der Pilot sei gerettet worden. Die Kommandozentrale der iranischen Revolutionsgarde teilte laut der iranischen Agentur Fars mit, man habe südlich der Insel Qeschm ein amerikanisches Flugzeug abgeschossen. Der Flieger sei in den Persischen Golf gestürzt.

US-Beamte bestätigten indes gegenüber den Sendern MS Now und CBS, dass die F-15 vom Iran abgeschossen worden sei. Grund für den Absturz ist demnach nicht ein technischer Defekt. Daneben wurde offenbar während der Suche nach den F-15-Piloten auch ein amerikanischer Black Hawk-Helikopter getroffen. Dies sagten US-Beamte gegenüber Newsmax. Allerdings habe es der Helikopter heil aus dem Iran geschafft und sei gelandet.

Iran-Krieg aktuell: F-15-Pilot von Spezialeinheiten gerettet

Update, 18:21 Uhr: Einer der amerikanischen Piloten des über dem Iran abgestürzten F-15E-Kampfjets wurde gerettet. Dies berichten amerikanische und israelische Medien unter Berufung auf Beamte. Laut dem Nachrichtenportal Axios wurde der Pilot von amerikanischen Spezialkräften geborgen. Die Suche für den zweiten Piloten dauert an. Die israelische Armee hat indes nach eigenen Angaben eine „großangelegte Welle von Angriffen“ auf die iranische Hauptstadt Teheran gestartet. Ziel sei die „Infrastruktur des iranischen Regimes in Teheran“, teilten die israelischen Streitkräfte am Freitag mit. Die Angriffe erfolgten demnach zusätzlich zu den Angriffen auf Beirut im Libanon.

Update, 17:03 Uhr: Iranische Medien haben am Freitag den Abschuss eines US-Kampfflugzeuges gemeldet. Ein örtlicher TV-Sender zeigte Bilder, die den zerstörten Jet am Boden zeigen sollen. Die iranische Nachrichtenagentur Fars meldete, die Armee sei auf der Suche nach dem abgeschossenen Piloten. US-Beamte bestätigten gegenüber US-Medien wie New York Times und Washington Post, dass ein Jet im Süden des Landes abgestürzt sei. Es handelt sich um den ersten Jet, der im Zuge von Donald Trumps „Operation Epic Fury“ über dem Iran abgestürzt ist. Laut US-Beamten läuft derzeit die Suche nach zwei Piloten des Fliegers.

Iran-Krieg aktuell: Medwedew reagiert auf Trumps NATO-Aussagen

Update, 12:34 Uhr: Ein möglicher Austritt der USA aus der NATO würde nach Einschätzung von Ex-Kremlchef Dmitri Medwedew auch für Russland eine Verschlechterung der Lage bedeuten. Der jetzige Vizechef des russischen Sicherheitsrates schrieb im Netzwerk Max, der verbleibende europäische Teil der NATO würde die EU in ein Militärbündnis verwandeln. „Sie könnte sich rasch zu einem vollwertigen und gegenüber Russland äußerst feindseligen Militärbündnis entwickeln, das in mancher Hinsicht schlimmer ist als die NATO.“

Daraus folgerte Medwedew, dass Russland seine – wie er es nannte – „tolerante Haltung“ gegenüber einem EU-Beitritt von Nachbarstaaten aufgeben solle. Dies gelte auch für die Ukraine, die er als „Land 404“ bezeichnete – in Anlehnung an die Fehlermeldung für eine nicht existente Website. In der NATO herrschen derzeit große Spannungen, weil US-Präsident Donald Trump den Mitgliedern vorwirft, die USA nicht in ihrem Krieg gegen den Iran beizustehen.

Iran-Krieg aktuell: Teheran weiter kampffähig

Update, 11:05 Uhr: Trotz wochenlanger US-amerikanischer und israelischer Militärangriffe verfügt der Iran laut CNN noch immer über „etwa die Hälfte“ seiner Raketenwerfer. Das hätten drei mit den Geheimdienstinformationen vertraute Quellen gegenüber dem Sender bestätigt. Demnach verfügten die Revolutionsgarden weiterhin über Tausende von Kampfdrohnen und seien nach wie vor „sehr gut in der Lage, in der gesamten Region verheerendes Chaos anzurichten“, so eine der Quellen gegenüber CNN.

Iran-Krieg aktuell: Trump erneuert Drohungen

Erstmeldung: Die Bombardierung der als „B1“ bekannten Autobahnbrücke westlich von Teheran markierte einen neuen Eskalationsschritt im aktuellen Iran-Krieg. Mit einer Höhe von 132 Metern war sie die höchste Brücke des Landes – ein Teil der zivilen Pendlerroute zwischen der Großstadt Karadsch und der Millionenmetropole Teheran sowie ein Verkehrsknoten in Richtung Kaspisches Meer.

Am Donnerstag wurde sie im Iran-Krieg zweimal innerhalb kurzer Zeit bombardiert, der zweite Angriff traf die Brücke, während Rettungskräfte bereits vor Ort im Einsatz waren. Laut der iranischen Nachrichtenagentur Isna kamen dabei mindestens acht Menschen ums Leben, 97 weitere wurden verletzt. US-Präsident Donald Trump ließ kaum Zweifel daran, wer hinter dem Angriff steckt. Auf seiner Plattform Truth Social postete er ein Video der einstürzenden Brücke und schrieb: „Die größte Brücke im Iran stürzt ein und wird nie wieder genutzt werden – es wird noch viel mehr folgen!“

Aktueller Iran-Krieg von Donald Trump lässt Stimmung kippen

Auch in der iranischen Bevölkerung lösten Trumps Worte zur jüngsten Eskalation im Iran-Krieg – er hatte zuvor angekündigt, den Iran „zurück in die Steinzeit zu versetzen“ – breite Empörung aus, selbst unter Regierungsgegnern. „Nicht einmal Netanjahu hat uns dermaßen beleidigt!“, sagte Schahin, ein 40-jähriger Immobilienmakler aus dem Norden Teherans, und fügte hinzu: „Jetzt hat er über 80 Millionen Feinde mehr in der Welt.“ Der Rentner Dschamal, früher Ingenieur in der Landwirtschaft, ergänzte: „Steinzeit, Mr. President, da waren die Iraner auch 47 Jahre unter diesem islamischen Regime nicht.“ Seine Frau Scholeh kommentierte knapp: „Dummheit hat wirklich keine Grenzen.“

Parallel zu den Angriffen auf die Infrastruktur meldete die israelische Armee, Dutzende Ziele des iranischen Raketenprogramms im Iran sowie im Libanon angegriffen zu haben. Der Kommandeur der ballistischen Raketeneinheit in der Region Kermanschah sei dabei gezielt getötet worden. Auch ein Stahlwerk bei Isfahan stellte nach Medienberichten infolge neuer Luftangriffe seinen Betrieb ein – die Stahlindustrie gilt als Schlüsselbranche im Iran, zentral für Autoherstellung und Rüstung.

Reaktion auf aktuelle Angriffe im Iran-Krieg: Teheran setzt Gegenangriffe fort

Der Iran und seine Verbündeten setzten ihre Gegenangriffe im aktuellen Iran-Krieg fort. Am Freitagmorgen meldete die israelische Armee eine neue Welle von Raketen, die vom Iran in Richtung Israel abgefeuert worden seien – die Luftabwehrsysteme seien im Einsatz. Auch Kuwait meldete erneute Angriffe auf sein Staatsgebiet durch feindliche Raketen und Drohnen.

Zuvor hatten bereits Sirenen in Tel Aviv und anderen israelischen Städten geheult; in der Stadt Petach Tikva schlug ein Geschoss in einem Industriegebiet ein, ohne Verletzte zu fordern. Auch arabische Länder wie Bahrain, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate meldeten Angriffe.

Folgen des aktuellen Iran-Kriegs: Wirtschaft leidet

Die wirtschaftlichen Folgen des Krieges sind gravierend: Seit Kriegsbeginn Ende Februar ist der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus, durch die normalerweise etwa ein Fünftel des weltweiten Rohöls und Flüssigerdgases transportiert wird, weitgehend zum Erliegen gekommen. Laut dem Analyseunternehmen Kpler haben seit Anfang März nur noch 225 Frachtschiffe die Meerenge passiert – ein Rückgang von 93 Prozent im Vergleich zur Vorkriegszeit.

Die Blockade hat zu einem dramatischen Anstieg der Erdölpreise geführt. Am Freitag sollte der UN-Sicherheitsrat über eine Resolution abstimmen, die auf Antrag des Golfkooperationsrates den Einsatz „aller notwendigen defensiven Mittel“ zum Schutz der Meerenge erlauben würde. Russland, China und Frankreich äußerten starke Bedenken; der chinesische UN-Botschafter Fu Cong warnte: „Der Einsatz von Gewalt kann keinen Frieden bringen.“ (fbu mit Agenturen)

Rubriklistenbild: © HANDOUT/AFP PHOTO/US Air Force

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