Pandemie in Deutschland
Vor Parteitag: Grünen-Politikerin Ricarda Lang mit Corona infiziert
Die Grünen-Vorsitzkandidatin Ricarda Lang ist an Corona erkrankt. Ein PCR-Test war am Mittwoch positiv ausgefallen. Beim Parteitag will sie ihre Rede digital halten.
Berlin – Die Corona-Pandemie macht auch vor der Politik nicht Halt: Nachdem Anfang der Woche bekannt geworden war, dass Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht sich mit Corona infiziert hat, ist nun auch das Testergebnis der Grünen-Vorsitzkandidatin Ricarda Lang positiv ausgefallen. Auf Twitter schrieb die 28-Jährige, dass am Mittwochabend ein PCR-Test eine Infektion bestätigt habe. „Zum Glück bin ich dreifach geimpft, mir geht es gut und ich verspüre keine Symptome“, so die Grünen-Politikerin. Für den kommenden Parteitag der Grünen und ihre mögliche Wahl zur Vorsitzenden kündigte sie an, dass sie ihre Bewerberrede digital halten werde.
| Mitglied des Deutschen Bundestages: | Ricarda Lang |
| Geboren: | 17. Januar 1994 (Alter 28 Jahre), Filderstadt |
| Partei: | Bündnis 90/Die Grünen |
| Amt: | Mitglied des Deutschen Bundestages seit 2021 |
Ricarda Lang mit Corona infiziert: PCR-Test fiel positiv aus
„Nach meiner ersten Rede im Bundestag fuhr ich gestern nach Hause für eine Videokonferenz und bekam am Abend per E-Mail das Ergebnis des PCR-Tests, den wir vor dem Parteitag am Wochenende standardmäßig zur Sicherheit durchgeführt haben“, schrieb Ricarda Lang. Im Bundestag hatte Lang sich noch für die Einführung der Impfpflicht ausgesprochen. Nun sei sie in häuslicher Isolation und werde ihre Risikokontakte informieren.
„Wir wissen, dass die Impfung sehr zuverlässig vor schweren Verläufen und dem Tod schützt, aber vor allem bei Omikron weiter das Risiko besteht, sich anzustecken“, schrieb Lang. „Darum kann ich nur an alle appellieren, sich bitte auch impfen zu lassen und auf sich und ihre Mitmenschen achtzugeben.“ Die Debatte um eine mögliche allgemeine Impfpflicht in Deutschland ist am vergangenen Mittwoch angelaufen. In einer ersten Orientierungsrunde haben sich die Politiker über die Vor- und Nachteile einer entsprechenden Regelung ausgetauscht.
Grüne wollen sich bei Parteitag neu aufstellen
Nachdem die jetzige Grünen-Spitze aus Annalena Baerbock und Robert Habeck nach der Bundestagswahl in wichtige Ministerien der Ampel-Regierung von Olaf Scholz (SPD) wechselten, wollen sich die Grünen bei einem digitalen Parteitag neu aufstellen und in ihre Rolle als Regierungspartei einfinden. Nach 16 Jahren Opposition und Baerbock als Kanzlerkandidatin war ihnen der Einzug in die Scholz-Regierung gelungen. (mit Material der dpa) *kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.