Wichtig für Virkus
Erzielt Gladbach mit diesem Star den nächsten Millionen-Coup?
Bei einem Star von Borussia Mönchengladbach zeichnet sich eine Tendenz ab. Er avanciert zum Vorbild der Transferstrategie von Roland Virkus.
Mönchengladbach – Blickt man auf den Kader von Borussia Mönchengladbach, dann fällt auf, dass sich in der Abwehr mehrere Veränderungen anbahnen.
Bei Itakura deuten die Zeichen auf Abschied
Da wäre zum einen der geäußerte Wechselwunsch von Stefan Lainer, andererseits steht bei Nico Elvedi seit 2023 eine Luftveränderung im Raum. Während Luca Netz und Joe Scally als potenzielle Transferkandidaten gehandelt werden, gilt ein Abgang fast schon als gesichert.
Sport-Geschäftsführer Roland Virkus hat im Dezember im Sport1-Doppelpass angekündigt, mit Ko Itakura über eine Vertragsverlängerung sprechen zu wollen. Wie die Bild-Zeitung und die Rheinische Post seither berichtet haben, lehne der Innenverteidiger einen neuen Kontrakt jedoch ab.
Bis 2026 ist Itakura an Borussia gebunden, und will er nicht verlängern, dann wird Virkus auf einen Verkauf drängen. Nach den ablösefreien Verlusten von Matthias Ginter, Ramy Bensebaini und Marcus Thuram sollen weitere Rückschläge dieser Art um jeden Preis vermieden werden.
Gelingt Gladbach der nächste Millionen-Deal?
Insofern lautet die Frage weniger, ob es Gladbach gelingen wird, Itakura längerfristig zu halten. Vielmehr, so wirkt es, wird die Durchsetzungsfähigkeit von Virkus auf den Prüfstand gestellt.
Ein gewinnbringender Verkauf von Itakura wäre ein erstes Statement des 58-Jährigen, der im Februar 2022 die Nachfolge von Max Eberl angetreten hat. Zwar war es Virkus im vergangenen Sommer gelungen, den Transfer von Manu Koné zur AS Rom durchzubringen, der Mittelfeldspieler stieß jedoch 2021 zur Borussia.
Nun ist davon auszugehen, dass Itakura weniger Geld einbringen wird als Koné, bei einem potenziellen Abgang geht es aber nicht nur um die Höhe der Ablösesumme. Der Japaner kann zum Prototyp des ausgerufenen Borussia-Wegs werden.
Itakura ist den Borussia-Weg gegangen
Itakura war nach Oscar Fraulo der zweite Neuzugang nach Virkus‘ Amtsübernahme. Während sich letztgenannter nicht bei Borussia durchgesetzt hat und seit 2023 leihweise für den FC Utrecht spielt, zählt Itakura zu den klassischen Transfers der Fohlen-Elf.
Der FC Schalke 04 hatte Itakura für die Saison 2021/22 von Manchester City ausgeliehen, in der 2. Bundesliga wusste der Defensivspezialist zu überzeugen. Nach seiner Ankunft in Gladbach meisterte der 25-Jährige den Sprung in die Bundesliga, spielte sich auf Anhieb unter Daniel Farke fest und entwickelte sich unter Gerardo Seoane weiter zu einer festen Größe.
Zwar war Itakura in den Hinrunden 2022/23 und 2023/24 vom Verletzungspech verfolgt, nach seiner Rückkehr brauchte er aber nicht lange, um wieder in die Startelf zurückzukehren. In der laufenden Spielzeit blieb der 35-fache japanische Nationalspieler bisher verletzungsfrei und hat seine Stellung als Abwehrchef untermauert.
Itakura wäre das Musterbeispiel für Gladbachs Transferstrategie
Im Vergleich mit seinen Abwehrkollegen verzeichnet Itakura die meisten Balleroberungen (69), zudem ist er mit einer Passquote in der eigenen Hälfte von 95,1 Prozent eine sichere Anlaufstelle im Aufbauspiel. Überzeugend geht Itakura auch per Kopf vor: Er hat die meisten Situationen mit einem Kopfball bereinigt (53) und mit einer Quote von rund 63,1 Prozent die meisten Kopfballduelle gewonnen.
Auch in anderen relevanten Statistiken zählt Itakura vereinsintern zu den besten Verteidigern. Seine Entwicklung in den vergangenen zweieinhalb Jahren ist positiv zu werten, das seit August 2024 im Raum stehende Interesse der PSV Eindhoven kommt nicht von ungefähr.
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Neben dem amtierenden niederländischen Meister dürften auch andere Klubs ihre Fühler nach Itakura ausstrecken. Erfolgt in dieser Saison der Abschied aus Gladbach, steigt er zum Paradebeispiel der Transferstrategie von Virkus auf.
Dessen mehrfach erklärtes Ziel ist es, Spieler mit Entwicklungspotenzial zu identifizieren, diese verhältnismäßig günstig zu verpflichten, ihre Marktwerte zu steigern und gewinnbringend abzugeben. Bei Itakura fehlt nur noch der letzte Schritt.
Gladbach hat einen Ersatz in der Hinterhand
Ein Abschied wäre nichtsdestotrotz sportlich schmerzhaft, für Ersatz ist aber schon gesorgt. Kevin Diks wird im Sommer ablösefrei vom FC Kopenhagen an den Niederrhein wechseln.
Der Verteidiger, der auf Instagram einen regelrechten Hype ausgelöst hat, soll aufgrund seiner Erfahrung ein Gerüstspieler werden. Geht es um zukünftige Verkäufe, rücken Rocco Reitz, Scally, Netz und perspektivisch Lukas Ullrich sowie Sommerneuzugang Jens Castrop in den Vordergrund, die in Itakuras Fußstapfen treten könnten.
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