Transfergerücht
Für die Flügel: Lockt Gladbach einen Kleindienst-Kumpel an?
Bisher gab es bei Borussia Mönchengladbach keine Aktivitäten auf dem Transfermarkt. Aber das könnte sich möglicherweise noch ändern.
Mönchengladbach – Borussia Mönchengladbach sieht sich nicht in der Position, zwingend auf dem Wintertransfermarkt tätig werden zu müssen. Ein Dominostein könnte jedoch den einen oder anderen Transfer ins Rollen bringen.
Abschiedsgerüchte um Ngoumou
Pay-TV-Sender Sky berichtet etwa von einem potenziellen Abgang des Flügelspielers Nathan Ngoumou, der auch nach zweieinhalb Jahren sein Potenzial nur punktuell entfaltet. Den Franzosen sollen mehrere Anfragen erreicht haben, Gladbach erwarte eine Ablösesumme in Höhe von sieben bis acht Millionen Euro. Da Ngoumou im Sommer 2022 für acht Millionen Euro verpflichtet wurde, wäre ein Verkauf in dieser Größenordnung ein Erfolg.
In diesem Fall hätte Borussia Tomáš Čvančara als Alternative zu Franck Honorat auf der rechten Außenbahn zur Verfügung, der zugleich auch als Stellvertreter von Tim Kleindienst fungiert. Da Honorat und Kleindienst weitestgehend verletzungsfrei bleiben, richtet sich der Blick der Verantwortlichen offenbar nicht nach einem direkten Ersatz für Ngoumou, sondern auf Konkurrenz für Robin Hack auf der linken Außenbahn.
Wie Sky erfahren haben will, soll sich Gladbach mit Jan-Niklas Beste befassen. Der Linksaußen spielte von 2022 bis 2024 für den 1. FC Heidenheim, hatte vergangene Saison mit acht Toren und elf Vorlagen einen großen Anteil am Klassenerhalt. Allen voran bei ruhenden Bällen und Flanken strahlte Beste viel Gefahr aus, womit ihn ähnliche Qualitäten auszeichnen wie Honorat.
Wird Beste in Gladbach ein Thema?
Beste wechselte im vergangenen Sommer für acht Millionen Euro zu Benfica, spielt seit der Entlassung von Roger Schmidt im August aber nur eine untergeordnete Rolle. Zu Buche stehen 22 Einsätze sowie je zwei Tore und zwei Vorlagen in 815 Spielminuten.
Laut der Leipziger Volkszeitung soll RB Leipzig ebenfalls ein Auge auf Beste geworfen haben, der kicker nennt mit dem VfB Stuttgart einen weiteren potenziellen Konkurrenten für Borussia. Sky berichtet indes von ersten Gesprächen, auch sei der 26-Jährige bereit, sich der Fohlen-Elf noch im Winter anzuschließen.
Abhängig sei ein Deal von Benfica, doch mit dem portugiesischen Spitzenklub hat Gladbach in der Vergangenheit positive Erfahrungen gemacht. Julian Weigl war für die Saison 2022/23 inklusive Kaufoption ausgeliehen worden, der kolportierte Betrag von 15 Millionen Euro ist in nachfolgenden Verhandlungen auf etwas mehr als sieben Millionen Euro heruntergehandelt worden.
Im Falle von Beste wäre eine Leihe mit anschließender Kaufoption ebenfalls vorstellbar. Dass Gladbach in Vorleistung gehen kann, stellte der Bundesligist beim Kleindienst-Transfer für sieben Millionen Euro unter Beweis. Zumal Abwehrspieler Kevin Diks vom FC Kopenhagen, der seit Sommer als potenzieller Neuzugang gehandelt wird, nach der laufenden Saison ablösefrei zu haben wäre.
Vargas zieht es zum FC Sevilla
Beste passt spielerisch zur Borussia, die den Fokus im Offensivspiel auf ihre Kopfballstärke ausgerichtet hat. Mit 21 Kopfbällen aufs Tor und 8 Kopfballtoren belegt Gladbach im Bundesliga-Vergleich jeweils den Spitzenplatz, 85 erfolgreiche Flanken bedeuten Platz zwei hinter Bayer Leverkusen (92).
Zugleich wirkt dieses Gerücht angesichts der Entwicklung in der Causa Rubén Vargas wenig überraschend. Der Flügelspieler des FC Augsburg soll übereinstimmenden Medienberichten zufolge vor einem Wechsel zum FC Sevilla stehen. Laut Sky hatte sich auch Gladbach mit dem Schweizer befasst. Beste ist in diesem Fall eine interessante Alternative, von einem Deal kann gegenwärtig aber keine Rede sein.
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