Deutliche Aussage
Itakura vor Abgang? Gladbach-Boss Virkus lässt tief blicken
Bei Borussia Mönchengladbach sind einige Veränderungen zu erwarten. Allen voran bei Ko Itakura bahnt sich eine Tendenz an.
Mönchengladbach – Ein Umbruch, das betonen Sportdirektoren von Profivereinen häufiger, zieht sich über mehrere Transferperioden hinweg.
Gladbach bereitet sich auf Abwehrumbruch vor
Borussia Mönchengladbach setzte in der Vergangenheit die Hebel in der Offensive in Bewegung, in diesem Jahr richtet sich der Fokus auf die Abwehr. Nach Informationen von fussball.news, dem Fußball-Portal von IPPEN.MEDIA, sieht sich Ko Itakura für den nächsten Schritt gerüstet. Bei Nico Elvedi steht im Grunde seit 2023 ein Wechsel im Raum.
Kein Verein verliert gerne seine Spieler, das gilt vor allem dann, wenn sie zum festen Mannschaftskern gehören und wöchentlich ihre Leistung bringen. Die Verantwortlichen am Niederrhein wissen ihre Stellung in der Nahrungskette aber realistisch einzuordnen und bereiten sich darauf vor, nach Saisonende eine bittere Pille schlucken zu müssen – wie im vergangenen Sommer, als Manu Koné kurz vor Transferschluss zur AS Rom gewechselt ist.
Tendenz Abschied: Gehen Itakura und Borussia getrennte Wege?
Wo ist Gladbach denn überhaupt in der Nahrungskette anzusiedeln? Sport-Geschäftsführer Roland Virkus umschrieb den VfL in einer Medienrunde, an der auch fussball.news teilgenommen hat, als Sprungbrett für Spieler mit Entwicklungspotenzial. „Woher zieht ein Spieler, der für Borussia spielt, seine Motivation? Natürlich daraus, dass er als Sportler jedes Spiel gewinnen will, aber er zieht sie auch daraus, zu einem noch größeren Klub zu kommen“, erklärte er vielsagend.
Im Falle von Itakura, der vergangenen Sommer das Interesse der PSV Eindhoven geweckt haben soll, bahnt sich der Punkt an, an dem ein Abschied unausweichlich wirkt. Der japanische Nationalspieler hat sich nach seiner fünf Millionen Euro teuren Verpflichtung im Jahr 2022 für höhere Aufgaben empfohlen und steht nur noch bis 2026 unter Vertrag.
Solche Spieler abzugeben, gehöre zum Weg der Borussia, betonte Virkus. Darüber dürfe niemand im Klub sauer oder traurig sein, schließlich sei das Interesse auf dem Transfermarkt ein Produkt der individuellen und kollektiven Entwicklung der Mannschaft, die vor einem Jahr noch einen großen Abgesang über sich ergehen lassen musste.
Gladbach stolz auf das Interesse an Stammspielern
„Wir sollten erst einmal froh sein, dass sich wieder Vereine für unsere Jungs interessieren. Im letzten Jahr haben wir eine beschissene Saison gespielt, da hat keiner davon gesprochen, ob wir Angst haben, dass der und der Spieler uns verlässt“, sagte Virkus.
Das Interesse größerer Klubs an Borussia-Spielern ist ein Qualitätsmerkmal mit Signalwirkung auf dem Transfermarkt. Was Eintracht Frankfurt in immer größeren Dimensionen erlebt, hat Gladbach in den Verhandlungen über den Sommertransfer von Jens Castrop gespürt.
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Natürlich sei es das Ziel, Qualitätsspieler so lange wie möglich zu halten. Sind beide Parteien aber am Scheideweg angelangt, müsse man „den Jungs die Möglichkeit geben, zu besseren Klubs zu wechseln“, sagte Virkus im Wissen, nur in einem gewissen Umfang Argumente für einen Verbleib liefern zu können: „Irgendwann sind unsere Möglichkeiten begrenzt, nicht nur finanziell. Da geht es auch um Ambitionen, die die Spieler haben.“
Borussia kann von Abgängen profitieren
Bei Elvedi hieß es in der Vergangenheit beispielsweise, der Schweizer Innenverteidiger träume von einem Wechsel nach England. Itakura wiederum dürfte für Vereine interessant sein, die regelmäßig international spielen und – wie im Falle von Eindhoven – Titel gewinnen können.
Letztgenannter stiege zum jüngsten Paradebeispiel des Borussia-Wegs auf, verließe er den Klub im Sommer. Die Bosse hätten wiederum jedes Recht, sich für diesen Transfer auf die Schultern zu klopfen und ihn als Anlass zu nehmen, noch mehr Spieler weiterzuentwickeln.
Erfolgreiche Entwicklungsvereine wiederum haben eine bessere Stellung auf dem Markt und können noch talentiertere Profis anlocken. In dieser Spirale hat Gladbach einige Plätze verloren, langsam geht es aber wieder bergauf.
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