Alternativen beim Weihnachtsbaum
Nachhaltige Weihnachten: Diese Tipps machen das Fest ökologischer
Der Weihnachtsbaum gehört für viele zum Fest dazu. Doch es gibt Alternativen, die deutlich nachhaltiger sind. Worauf geachtet werden kann.
Hamburg – O Weihnachten, du besinnliche Zeit. Oder etwa nicht? Nach Wochen voller Stress stehen die Feiertage am Ende des Dezember in der Regel im Zeichen der Gemütlichkeit, der leuchtenden Kinderaugen und der Geschenke. Besonders letztere sorgen Jahr für Jahr für regelrechte Müllberge. Zwar gibt es inzwischen Geschenkpapier, das nicht mehr aus Folie besteht, doch so richtig nachhaltig ist Weihnachten auch trotz LED-Kerzen nicht. Mit den richtigen Tipps für den Weihnachtsbaum lässt sich das Fest allerdings deutlich ökologischer gestalten. Derweil gibt es erstmals seit zwei Jahren keine Corona-Regeln zu Weihnachten mehr.
Alternativen zu Weihnachten: Die Tipps machen den Weihnachtsbaum nachhaltiger
Wer kennt es nicht? Alle Jahre wieder kommt nicht nur das Christkind, sondern zahlreiche Müllcontainer quellen über. Schuld sind Berge von Geschenkpapier oder Lametta von den Tannenbäumen. Das Problem gibt es dabei global. Wie der Focus schreibt, steigt etwa die Menge des Hausmülls in der Weihnachtszeit um 25 Prozent an. Nachhaltige Spartipps gibt es dabei zur Genüge: beim Tannenbaum, bei den Geschenken oder gar beim Weihnachtsessen. Wie immer gilt, dass nicht alle Tipps umgesetzt werden müssen – doch jedes Potenzial, das genutzt wird, sorgt schlussendlich für nachhaltigere Weihnachten. Da fallen dann am Ende auch die Weihnachtsgrüße via WhatsApp einfacher.
Die traditionelle Tanne zu Weihnachten gehört zum Fest seit Jahren dazu, genauso wie weiße Weihnachten – allerdings nicht bei dem diesjährigen Wetter zu Weihnachten. Jedes Jahr werden die Bäume entweder selbst geschlagen oder auf Märkten gekauft. Inzwischen haben sich zahlreiche Tannenbaum-Arten etabliert, die zum Kauf angeboten werden – unangefochtener Favorit der Deutschen bleibt aber die Nordmanntanne. Welche Anforderungen werden an die Tanne eigentlich gestellt? Klar: Schön gewachsen soll sie sein und volle Äste haben, in denen im Kerzenlicht die Christbaumkugeln glänzen sollen. Doch andere Faktoren können dafür sorgen, dass der Baum aus ökologischer Sicht nachhaltiger ist.
Nachhaltiger Weihnachtsbaum: Diese Möglichkeiten gibt es
Wie der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) erklärt, können Verbraucher etwa darauf achten, einen Öko-Baum oder einen aus dem regionalen Forst anzuschaffen. Etwas radikaler, und natürlich nachhaltiger, wird es dann bei den Alternativen zum Weihnachtsbaum: Seit Jahren gibt es Konstruktionen aus Holz oder Metall, an denen Kugeln und der Weihnachtsstern befestigt werden können. Hinzu kommt noch die Möglichkeit, Zweige von Sträuchern und Bäumen in einer Vase aufzustellen und diese zu schmücken.
Für viele Menschen könnten diese Varianten allerdings womöglich keine Option sein – oder gar zu Streit beim Weihnachtsfest führen. Bei der Frage, was an Weihnachten 2022 nachhaltiger ist, können Verbraucher auch zwischen einem echten Baum oder einem künstlichen entscheiden. Letzterer ist allerdings nur dann sinnvoll, wenn er mindestens zehn Jahre verwendet wird. Umweltorganisationen geben zu bedenken, dass Plastik-Weihnachtsbäume nicht recycelt werden können. Ein weiterer Nachteil der Kunstbäume ist, dass sie natürlich keinen Weihnachtsduft in der Wohnung verteilen. Wer darauf nicht verzichten kann, sollte auch über die Möglichkeit nachdenken, einen Weihnachtsbaum zu mieten. Nach Weihnachten wird ein solcher Baum zurückgegeben.
Kein Lametta oder beschichtete Kugeln: Das sorgt für einen nachhaltigen Weihnachtsschmuck
Ist die Frage des Weihnachtsbaumes geklärt, stellt sich unweigerlich die nächste Frage: Wie nachhaltig ist eigentlich Weihnachtsdeko für den Baum? Lametta und beschichtete Christbaumkugeln haben seit jeher einen schlechten Ruf. Auch sogenannte Schneesprays tragen nicht dazu bei, dass das Weihnachtsfest nachhaltiger wird. Denn sie sorgen dafür, dass der Baum, falls es ein echter ist, nicht mehr kompostiert werden kann. Das berichtet der Nabu. Eine bessere Alternative für den ökologischen Fußabdruck stellt umweltverträglicher Christbaumschmuck dar. In der Regel besteht dieser aus Naturmaterialien.
Beim Kerzenschein scheiden sich seit Jahren die Geister. Für manche Familie gehören echte Kerzen zum Weihnachtsbaum dazu. Doch Obacht: Echte Kerzen erhöhen auch die Brandgefahr in der heimischen Stube. Aus diesem Grund sollte immer ein Eimer Wasser neben dem Baum stehen. Wer nicht auf echte Kerzen verzichten möchte, kann auf Kerzen aus Bienenwachs in Bioqualität setzten – diese sorgen für ein deutlich nachhaltigeres Weihnachtsfest. Ansonsten stellen Lichterketten aus LEDs eine bessere Alternative dar. Hier sollte darauf geachtet werden, dass diese nicht mit Batterien betrieben werden.
Nachhaltige Weihnachten 2022: Zum Fest gibt es zahlreiche Optionen
Außer bei dem Weihnachtsbaum gibt es zum Fest noch zahlreiche weitere Optionen, die dafür sorgen, dass die Umweltbilanz Ende Dezember nicht ganz so erschlagend wird. Beim Essen bietet sich an, auf Regionalität und Bioqualität zu achten. Außerdem muss es nicht immer Kartoffelsalat mit Würstchen sein – inzwischen gibt es auch zahlreiche fleischlose Varianten.
Bei den Geschenken kann ebenfalls reduziert werden: Altes Geschenkpapier kann beispielsweise wiederverwendet werden. Alternativ sollte darauf geachtet werden, Geschenkpapier zu nutzen, das nur aus Papier besteht. Dieses lässt sich recyceln und kann über die Altpapiertonne entsorgt werden. Bei den Geschenken selbst ist klar: Die Geste des Schenkens und Beschenktwerdens gehört einfach dazu. Doch dabei muss es nicht immer das Neuste sein: Auch Selbstgemachtes oder Secondhand-Geschenke können am Weihnachtsabend für leuchtende Augen sorgen.
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