Familie

22 Erziehungsfehler, die Eltern bei ihren Kindern vermeiden sollten

Mutter und Sohn
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Niemand ist perfekt, auch nicht Mamas oder Papas. Wir alle machen Fehler, oft ohne es zu merken. Das ist nur menschlich. Trotzdem wollen viele Eltern zumindest versuchen, bei der Erziehung ihrer Kinder alles richtig zu machen. (Symbolbild)
Mädchen auf Sofa traurig
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Deswegen nennen Experten und Expertinnen in dieser Fotostrecke 22 Erziehungsfehler, die Eltern leicht vermeiden können – wenn sie sie kennen. (Symbolbild)
Unglückliches Kleinkind
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Der Psychologe und Psychotherapeut Michael Borg-Laufs sagt BuzzFeed News Deutschland von Ippen.Media, dass kleine Kinder stark auf Bindung angewiesen seien, „mit zunehmendem Alter“ aber „eigene Kontrollerfahrungen machen“ müssen. Wenn umgangssprachliche „Helikoptereltern“ ihren Kindern keine solchen Erfahrungen ermöglichen, sei das ein gravierender Fehler, weil Kinder keine Selbstwirksamkeit erlernten. (Symbolbild)
Kind verdeckt Gesicht
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Ein Erziehungsfehler, den heute nicht mehr viele Eltern machen: ein vermeintlich harmloser Klaps auf den Hintern. Laut dem Psychiater und Psychotherapeut Jörg Fegert handle es sich dabei um eine „demütigende Geste“, die „lebenslange physische und psychische“ Folgen haben kann, weil sie den Betroffenen schwer in ihrem Selbstwert schadet, wie er BuzzFeed News Deutschland sagt. (Symbolbild)
Junge bei Hausaufgaben
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Der klinische Psychologe Ramón Schlemmbach warnt vor fehlenden Deadlines für Hausaufgaben oder Zimmer aufräumen. So werde der Disziplin-Muskel nie trainiert, was dazu führe, dass es Kindern als Erwachsene „schwerfällt, Dinge anzupacken“, sagt er BuzzFeed News Deutschland. (Symbolbild)
Mutter und Tochter
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Wenn Kinder etwas machen, neigen Eltern oft spontan dazu, ihre Handlungen zu bewerten. Zum Beispiel mit Aussagen wie: „Das hast du aber toll gemalt!“ Psychologin Jette Blaschke erklärt BuzzFeed News Deutschland, dass Kinder sich in ihrem Tun häufig nur mitteilen wollen und nicht bewertet werden sollten. Häufige Mikro-Bewertungen hinterließen „langfristige Spuren im Selbstgefühl“ und vermittelten dem Kind, dass es nur so viel wert sei, wie es von anderen bewertet werde. Die Folgen seien Abhängigkeit von äußerer Anerkennung, Perfektionismus und nachlassende intrinsische Motivation. (Symbolbild)
Weinender Junge
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Blaschke warnt Eltern auch vor dem Erziehungsfehler, beim Spielen ständig Dinge zu rufen wie „Pass auf!“ oder „Sei vorsichtig!“. Die versteckte Botschaft dahinter sei: „Ich rechne nicht damit, dass du zurechtkommst.“ Kinder würden dadurch ängstlich und zurückhaltend. Besser sei es, Kinder „so viel selber machen lassen, wie möglich“ und Gelegenheiten für kleine Erfolge zu schaffen, so die Expertin. (Symbolbild)
Kind lernt Sprechen
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Beim Sprechenlernen ihrer Kinder machen viele Eltern laut Harvard-Professorin Catherine Snow einen Fehler. Sie findet es „schauderhaft“, wenn Eltern die Grammatik kleiner Kinder korrigieren, die komplexe Ideen artikulieren wollen. „Der Inhalt sollte immer wichtiger sein als die Form“, betont sie gegenüber BuzzFeed News Deutschland. (Symbolbild)
Mutter und Kind schreiben
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Ebenso problematisch ist laut Snow, wenn Eltern beim Schreiben lernen auf Wiederholungen setzen wie „Schreibe deinen Namen 20 Mal“. Kinder hätten eigene Ziele und kommunikative Absichten – Eltern seien erfolgreicher, wenn sie mit den Interessen der Kinder arbeiteten, also beispielsweise zu fragen: „Was für eine tolle Zeichnung! Willst du deinen Namen darauf schreiben?“ Es sollte „spaßig und spielerisch“ bleiben, sagt sie BuzzFeed News Deutschland. (Symbolbild)
Kind spielt
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Erziehungswissenschaftlerin Renate Zimmer warnt bei BuzzFeed News Deutschland vor einem „Überfluss an Spielmaterialien“, der verhindere, dass sich Kinder auf eine Spielidee konzentrierten. Die Folge sei, dass sie „keine Ausdauer entwickeln“. Freies Spiel fördere die Netzwerkbildung des Gehirns und die Bildung von Synapsen. Mit einem einfachen Karton oder Tüchern hätten Kinder oft die kreativsten Einfälle. (Symbolbild)
  • Jana Stäbener
    VonJana Stäbener
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Überfürsorge, falsches Lob und fehlende Grenzen: Manche Erziehungsfehler prägen Kinder ein Leben lang. Was Eltern hierzu wissen müssen.

Frankfurt – Eltern wollen nur das Beste für ihre Kinder. Etwa dann, wenn sie Sätze sagen wie: „Das hast du aber toll gemalt!“, oder „Pass auf, dass du nicht fällst!“ Doch manchmal können gut gemeinte Worte und Verhaltensweisen mehr schaden, als dass sie helfen. Was liebevoll gemeint ist, kann im schlimmsten Fall sogar die Entwicklung von Kindern beeinträchtigen.

Psychologinnen und Psychiater, Pädagogen und Pädagoginnen sowie Kinderärzte nennen im Gespräch mit BuzzFeed News Deutschland von Ippen.Media immer wieder weit verbreitete oder unbekannte Erziehungsfehler, die langfristige Folgen haben können. Vom falschem Lob bis hin zur Überfürsorglichkeit oder der Smartphone-Falle: In einer Fotostrecke haben wir 22 Fehler, die viele Eltern unbewusst machen, gesammelt.

Erziehungsfehler von Eltern: „Machen das nicht absichtlich“

Ob Rasenmäher-Eltern, die alle Hindernisse wegräumen, Helikopter-Eltern, die immer um ihr Kind kreisen, oder U-Boot-Eltern, die komplett abtauchen, bis es brenzlig wird: Die Bandbreite problematischer Erziehungsstile ist groß. Experten und Expertinnen erklären in unserer Fotostrecke, was Eltern unbedingt vermeiden sollten und wie Erziehung besser gehen kann. Merken aber auch an, dass am Ende nicht Perfektion zählt, sondern die Bereitschaft, gemeinsam zu lernen und zu wachsen.

„Eltern machen das nicht absichtlich“, sagt Psychologin Svenja Taubner über einen Erziehungsfehler, der passiert, wenn das eigene Kind wütend ist. Es sei entscheidend, die Muster zu erkennen und zu durchbrechen. Bereits kleine Veränderungen im Erziehungsalltag können positive Auswirkungen auf das spätere Leben der Kinder haben. (Quellen: eigene Recherche)

Rubriklistenbild: © Westend61/IMAGO

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