Polster: Ex-Bremer „als Teamchef überfällig“
Wird Andreas Herzog österreichischer Nationaltrainer?
Nur ein Kandidat oder längst eine überfällige Personalie? Klar ist: Ex-Werder-Spielmacher und DeichStuben-Kolumnist Andreas Herzog gilt als einer der heißesten Anwärter auf den Posten des österreichischen Nationaltrainers.
Dass Marcel Koller seinen Hut als Teamchef nehmen muss, ist schon seit Mitte September bekannt. Die WM-Qualifikation war zu dem Zeitpunkt mit nur neun Punkten aus acht Spielen längst verpasst, jetzt bringt Koller das Länderspiel-Jahr als Coach noch zu Ende. Sein Nachfolger soll schon bis Ende Oktober feststehen. Viele Spuren führen zu Andreas Herzog.
„Ich schließe nicht aus, dass es ein Ausländer ist, auch wenn ich einen Österreicher bevorzuge“, sagte der neue ÖFB-Sportdirektor Peter Schöttel am Samstag und ergänzte auf Nachfrage eines Journalisten: „Ich sehe einige Kandidaten aus Österreich, für mich gehört Andreas Herzog dazu.“
Polster: „Herzog wäre eine wunderbare Lösung“
Für andere müsste die Wahl längst klar sein: Der Ex-Bremer (1992 bis 1995 und 1996 bis 2001) sei „als Teamchef überfällig“, wirbt Österreichs Rekord-Torschütze Toni Polster in der Tageszeitung „Österreich“ für den Rekord-Nationalspieler. „Andreas Herzog wäre eine wunderbare Lösung“, sagt Polster. „Er hat die Erfahrung aus über 100 Länderspielen, und er hat unter den besten Trainern der Welt gearbeitet. Der Schritt zum Teamchef wäre der nächste logische Karrieresprung.“
Von 2005 bis 2009 war Herzog bereits Co-Trainer der Nationalmannschaft, danach zwei Jahre Cheftrainer der U21, ehe er fünf Jahre als Assistent von Jürgen Klinsmann die USA betreute. Polster reicht das offenbar als Trainer-Qualifikation. Er lobt: „Herzog versteht Fußball, er hat den Fußball als Spieler zelebriert - einer, zu dem jeder Teamspieler nur aufschauen kann.“