Vor dem Hoffenheim-Spiel
Fall Kruse: Geht Werder wieder ins Risiko?
Bremen - Wenn die Plätze in der Startelf allein nach Grad der guten Laune vergeben würden, dann gäbe es keine Zweifel, dann würde Max Kruse gegen 1899 Hoffenheim von Anfang an spielen.
Der Stürmer hatte in der letzten Trainingseinheit vor dem Spiel der zweiten Pokalrunde mächtig Spaß bei der Arbeit. Kruse johlte, feixte, lachte, als sich sein Team im Slalomwettbewerb von Sieg zu Sieg schlängelte. Verlierer-Liegestützen? Nur die anderen!
Kruse war, was das anging, fein raus. Allerdings hatte das Training keinen Aufschluss darüber gegeben, wie spielfit der Stürmer ob seines vermutlich noch nicht vollständig ausgeheilten Schlüsselbeinbruchs tatsächlich ist. Zweikämpfe musste er nicht absolvieren, die Gefahr, gefoult zu werden, bestand folglich auch nicht. Also schwebt über allem weiter die Frage: Kann er von Anfang an spielen oder kann er nicht?
Entscheidung erst am Spieltag
Werder-Coach Alexander Nouri sagte es so: „Es besteht die Option, dass Max spielen kann.“ Wie lange, das sagte Nouri nicht. In Köln (0:0) war Kruse am Sonntag zu einem Acht-Minuten-Comeback gekommen. Aber das war riskant, weil das Schlüsselbein fünf Wochen nach dem Bruch noch nicht wieder die gewünschte Stabilität haben konnte.
Geht Werder dieses Risiko gegen Hoffenheim nochmal ein, vielleicht sogar für deutlich mehr als nur acht Minuten? Während Sportchef Frank Baumann den Torjäger zunächst auf der Bank erwartet („Die Wahrscheinlichkeit dafür ist hoch“), erklärte Nouri: „Wir legen uns erst am Spieltag fest. Wir werden Max' Gefühl abfragen und in Abstimmung mit der medizinischen Abteilung entscheiden.
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