Ex-Bremer bekommt Vertrag bis 2022
Belfodil wechselt zu 1899 Hoffenheim
Sinsheim - Das ging aber schnell: Ishak Belfodil hat bereits einen neuen Club. Der von Werder Bremen eigentlich bis Saisonende ausgeliehene Stürmer spielt in der kommenden Saison für die TSG 1899 Hoffenheim und damit in der Königsklasse.
Das bestätigte der Club aus dem Kraichgau am Dienstagnachmittag. Belfodil erhält beim Champions-League-Teilnehmer einen Vertrag bis 2022. Die Ablösesumme dürfte bei mindestens sechs Millionen Euro liegen und wandert in die Kasse von Standard Lüttich, wo Belfodil einen Vertrag bis 2019 besaß.
Werder hatte von einer Verpflichtung des Angreifers abgesehen. Das lag nicht allein an der eher durchschnittlichen Performance des 26-Jährigen. Der Algerier hatte in 26 Bundesligaspielen nur vier Treffer erzielt und lediglich ein Tor vorbereitet. Belfodil passte nicht optimal in das spielerische Konzept von Trainer Florian Kohfeldt.
Zoff zwischen Werder, Belfodil und dessen Berater
Der sah in dem wuchtigen Angreifer, der oft etwas unorthodox in die Zweikämpfe geht, eher eine zusätzliche Möglichkeit – gerne auch als Reserve auf der Bank. Aber allein dafür wäre Belfodil für einen Club wie Werder wohl zu teuer – und er selbst auch damit nicht zufrieden gewesen.
Am Ende gab es sogar richtig Zoff, weil Belfodil-Berater Mohamed El Faiech Werder-Sportchef öffentlich der Lüge bezichtigte. Dabei ging es darum, wer die mit Standard Lüttich vereinbarte Kaufoption gekündigt hatte. Baumann sprach von einer gemeinsamen Entscheidung, der Berater pochte darauf, dass der Spieler allein gehandelt hätte. Der „Bild“-Zeitung wurden Dokumente zugespielt, die die Version des Beraters belegen sollten.
Ein seltener Vorgang im Profi-Fußball – und aus Werders Sicht ein großer Vertrauensbruch. Belfodil blieb trotzdem vorerst im Kader, zeigte in der letzten Trainingswoche aber nur noch professionellen Minimalismus. Und so nahm Kohfeldt den 26-Jährigen am letzten Spieltag gar nicht mehr mit nach Mainz.
Hoffenheim ist Belfodils neunter Club in zehn Jahren
Belfodil tröstete sich schnell – und zwar mit einem Wechsel zu 1899 Hoffenheim. „Ich bin sehr glücklich, mich bei diesem aufstrebenden Verein entfalten zu dürfen, und werde alles dafür tun, um meinen Beitrag zu weiteren Erfolgen leisten zu können“, wird der Algerier auf der Internetseite des Clubs zitiert.
Die Hoffenheimer sind natürlich total überzeugt vom Neuzugang, wie Alexander Rosen, Direktor Profi-Fußball, erklärte: „Ishak kann ganz vorne im Zentrum spielen, als hängende Spitze oder auf den Halbpositionen. Insofern passt er hervorragend in unser gesuchtes Profil.“ Bemerkenswert: Hoffenheim ist Belfodils neunter Club in den vergangenen zehn Jahren.
❗️| #TSG VERPFLICHTET #BELFODIL
— TSG Hoffenheim (@achtzehn99) 15. Mai 2018
Der zweite Neuzugang steht fest: Ishak Belfodil erhält bei der TSG #Hoffenheim einen Vertrag bis zum 30. Juni 2022. "Ich würde am liebsten gleich loslegen", freut sich Hoffenheims neue Nummer 1️⃣9️⃣.
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