Werder-Transfer-News
Transfer-Poker offenbar beendet: Werder verkauft Coulibaly für Millionenablöse nach Frankreich - Medizincheck am Mittwoch?
Der SV Werder Bremen nimmt das dritte Millionen-Angebot von Frankreich-Club Racing Straßburg für Karim Coulibaly offenbar an. Die Details.
Update (19. August, 9.30 Uhr): Karim Coulibalys Wechsel zu Racing Straßburg steht nach DeichStube-Informationen kurz vor dem Abschluss. So viel kassiert Werder Bremen wirklich für das Abwehr-Talent!
Weiter mit der Erstmeldung:
Die monatelange Hängepartie um Karim Coulibaly scheint beendet – jetzt steht offenbar fest, dass der 19-Jährige die Grün-Weißen wie geplant verlässt. Wie die „Bild“ berichtet, hat der SV Werder Bremen das dritte Angebot von Racing Straßburg angenommen. Der französische Erstligist überweist für den Innenverteidiger demnach eine Ablösesumme von 20 Millionen Euro plus Bonuszahlungen an die Weser. Zudem sollen sich die Bremer eine hohe Weiterverkaufsbeteiligung gesichert haben. Der Deal soll vorbehaltlich des noch ausstehenden Medizinchecks fix sein!
Werder Bremen nimmt drittes Angebot von Racing Straßburg an: Karim Coulibaly reist zum Medizincheck nach Frankreich
Zuvor hatten die Bremer gleich zwei niedrigere Offerten der Elsässer für den gebürtigen Oldenburger umgehend abgelehnt, weil die gebotene Summe jeweils unterhalb der 20-Millionen-Euro-Marke lag. Erst beim dritten Anlauf legte Racing Straßburg nach und bot exakt jene 20 Millionen Euro als Basisbetrag, die der SV Werder Bremen als Schmerzgrenze ausgegeben hatte. Durch mögliche Nachzahlungen kann die Summe später sogar auf mehr als 25 Millionen Euro anwachsen. Zum Vergleich: Coulibalys Marktwert wird vom Branchenportal „transfermarkt.de“ aktuell mit 28 Millionen Euro beziffert. Ursprünglich hatten die Norddeutschen sogar auf rund 40 Millionen Euro Ablöse für ihren Youngster spekuliert, rückten nach einem eher durchwachsenen Saison-Endspurt Coulibalys samt kleinerer Verletzungsprobleme aber von dieser Vorstellung ab und peilten zuletzt noch knapp 30 Millionen Euro an.
Da jedoch keine weiteren Top-Vereine mit Offerten nachlegten, entschied sich Werder laut „Bild“ nun, auf Nummer sicher zu gehen – auch um nicht am Ende auf dem Spieler sitzen zu bleiben oder in einen Panik-Verkauf gedrängt zu werden. Ein vom SV Werder Bremen erhofftes Wettbieten zwischen mindestens zwei Vereinen blieb zwar aus – dennoch hielt der Club an seinem Plan fest, Coulibaly in diesem Sommer zu verkaufen.
Werder Bremen verkauft Karim Coulibaly wohl nach Frankreich: Racing Straßburg zahlt Millionen-Ablöse
Karim Coulibaly soll nun zeitnah nach Frankreich reisen, um dort seinen Medizincheck zu absolvieren und letzte Details des Wechsels zu klären. Der Transfer mit dieser Größenordnung nicht nur der teuerste Zugang in der Geschichte von Racing Straßburg, sondern für Werder Bremen auch der zweitteuerste Spielerverkauf überhaupt – nur der Wechsel von Diego zu Juventus Turin im Jahr 2009 (27 Millionen Euro) brachte dem SVW mehr Geld ein.
Der Verkauf von Karim Coulibaly kommt für den SV Werder Bremen zur rechten Zeit. Nach den Leih-Verpflichtungen von Eren Dinkci und Niclas Füllkrug sowie der Verstärkung fürs Mittelfeld durch Ludovit Reis gibt es im Kader von Trainer Daniel Thioune noch immer offene Baustellen: Gesucht werden weiterhin ein neuer Rechtsverteidiger sowie ein weiterer Akteur fürs Mittelfeldzentrum. Nach Informationen der DeichStube sollen die Bremer für beide Positionen mit zwei Kandidaten jeweils sehr weit sein, es fehlte bisher allerdings am nötigen Kleingeld. Das dürfte sich nun bald ändern. Mit dem Coulibaly-Transfer verliert Werder zwar ein spannendes Abwehrtalent, gewinnt aber die finanzielle Flexibilität, um in den verbleibenden zwei Wochen des Transferfensters noch einmal aktiv zu werden. (mwi)
Rubriklistenbild: © gumzmedia
