Werder-Transfer-News

Wechsel nach Straßburg kurz vor Abschluss: Was Werder wirklich für Karim Coulibaly kassiert

Der Wechsel von Karim Coulibaly zu Racing Straßburg steht kurz vor dem Abschluss. Was Werder Bremen nach DeichStube-Infos wirklich kassiert.

Seit Monaten gilt er als heißeste Aktie für einen Verkauf – nun steht der SV Werder Bremen tatsächlich unmittelbar davor, Top-Talent Karim Coulibaly zu Geld zu machen. Der Bundesligist ist sich am fortgeschrittenen Dienstagabend mit dem französischen Erstligisten RC Straßburg über die Modalitäten für einen Transfer einig geworden. Nach Informationen der DeichStube kassiert Werder für den 19-Jährigen eine fixe Ablöse in Höhe von 20 Millionen Euro und hat sich beim Deal eine Weiterverkaufsbeteiligung in Höhe von rund zehn Prozent gesichert. Die kolportierten erfolgsabhängigen Nachzahlungen, die sich auf bis zu fünf Millionen Euro belaufen sollen, gibt es allerdings nicht. Der Deal beinhaltet keinerlei Boni-Modell, das den Bremer Nachzahlungen verspricht.

Karim Coulibaly steht unmittelbar vor einem Wechsel zu Racing Straßburg - was Werder Bremen wirklich für den 19-Jährigen kassiert.

DeichStube-Information: Werder Bremen kassiert keine Bonuszahlungen beim Transfer von Karim Coulibaly

Racing Straßburg war in den vergangenen Tagen bereits mit zwei Offerten unterhalb der 20 Millionen-Euro-Marke bei Werder abgeblitzt, ehe am Dienstagnachmittag Angebot Nummer drei am Osterdeich eintrudelte. Werder Bremen, so ist zu erfahren, entschied sich nach intensiver Diskussion am Ende für den sicheren Weg und sagte zu, weil der Markt für Coulibaly nach DeichStube-Infos nie so groß war wie in den vergangenen Monaten angenommen.

Am Ende gab es lediglich das konkrete Angebot aus Frankreich, bei dem der Premier-League-Club FC Chelsea seine Finger mit im Spiel hat. In beiden Vereinen ist das Konsortium „BlueCo“ aktiv. Racing Straßburg gilt seit geraumer Zeit als „Parkplatz“ für Chelseas aufstrebende Talente. Möglich also, dass Coulibaly über die Station in Frankreich perspektivisch in England landet. Wie zu erfahren ist, haben andere Vereine zwar mal bei der Spielerseite vorgefühlt, wirklich ernst wurde es aber nur bei Straßburg.

Das Angebot platzen zu lassen und bis zum Deadline-Day auf höhere Summen zu hoffen, soll Werder Bremen zu riskant gewesen sein, weil eben alles andere als garantiert gewesen wäre, dass noch bessere Offerten für Karim Coulibaly eingehen. Den Profi am Ende gar nicht loszuwerden, wäre für die Bremer ein wirtschaftliches Fiasko gewesen. So betrachtet ist der Deal mit Straßburg eine Kompromisslösung. Zum erhofften Wettbieten zwischen zwei interessierten Clubs kam es nie, weil zur langen Entstehungsgeschichte des Coulibaly-Abgangs auch gehört, dass die vergangenen Monate aus Bremer Sicht mehr als unglücklich gelaufen sind.

Werder Bremens Top-Talent Karim Coulibaly vor Wechsel zu Racing Straßburg - die Wechsel-Details

Dass der Spieler am Ende der vergangenen Saison verletzt war und sich während der WM andere Talente in den Fokus gespielt haben, tat seinem Preis auf dem internationalen Markt nicht gut. Der Hype, der zu Jahresbeginn um Coulibaly entstanden war, verpuffte. Hinzu kam der Beraterwechsel im Sommer von der Total Sport Agency hin zu einer Kooperation zwischen eben dieser und der US-Agentur Roc Nation. Bis alle Modalitäten geklärt waren, dauerte es mehrere Wochen, in denen am Spieler interessierte Vereine in der Warteschleife hingen und ob der zwischenzeitlich unklaren Struktur auf andere Lösungen setzten.         

Für Werder Bremen bleibt am Ende sicherlich ein fader Beigeschmack angesichts der Tatsache, dass im Frühjahr noch Summen zwischen 30 und 40 Millionen Euro im Raum standen. Und doch ist der Coulibaly-Deal für den Verein der zweitteuerste Spielerverkauf der Vereinsgeschichte. 2024 war der Innenverteidiger vom Hamburger SV an den Osterdeich gewechselt, wo er zum Senkrechtstarter wurde. Werder überwies damals eine Ausbildungsentschädigung in Höhe von 60.000 Euro an den Nordrivalen. Nun zieht Coulibaly gen Frankreich weiter, wo er in Kürze den Medizincheck absolviert, ehe der Transfer besiegelt und verkündet wird. (dco)

Rubriklistenbild: © gumzmedia

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