„Ich weiß um meine Situation“
Langkamps Kampf gegen den „Bonus“
Zell - Neulich im Trainingslager: Niklas Moisander traf sich mit Medienvertretern zu einer Gesprächsrunde. Es ging um seinen neuen Vertrag bei Werder Bremen. Aber auch um die Situation in der Innenverteidigung.
Die kam in der vergangenen Saison mit der Stammbesetzung Moisander und Milos Veljkovic recht stabil daher. Weshalb Moisander nun glaubt, „dass wir einen Bonus haben“. Das mag sein, ist wahrscheinlich sogar so. Doch einem wird das nicht besonders gut gefallen: Sebastian Langkamp. Nach einem halben Jahr Anlaufzeit bei Werder strebt der 30-Jährige nun nach einem Stammplatz. Dafür müsste er WM-Fahrer Veljkovic verdrängen. Oder Moisander. Das wird schwierig.
„Ich weiß um meine Situation und um die gesunde Konkurrenz bei uns. Und ich werde sicher nicht meine Mitbewerber umtreten, wenn ich mal nicht spiele. Aber ich bereite mich schon so vor, dass ich am ersten Spieltag in der Startelf stehe“, sagt Langkamp. Seine Chance zu Saisonstart könnte es sein, dass Veljkovic nach seinem WM-Sonderurlaub nicht rechtzeitig in Tritt kommt. Aber dauerhaft könnte eben das greifen, was Moisander „Bonus“ nennt.
Langkamp: „Ich will nicht von Bank zu Bank wechseln“
Langkamp weiß das. Er muss damit rechnen, dass Coach Florian Kohfeldt auf Bewährtes vertraut. Er könnte auch damit leben, sagt der mit 1,91 Meter größte Bremer Feldspieler: „Ich bin geduldiger geworden. Ich warte auf meine Chance, aber wann sie kommt, weiß ich nicht.“
Als er vor einem halben Jahr am letzten Tag der Winter-Transferperiode von Hertha BSC zu Werder wechselte, hörte sich das noch ganz anders an. „Ich will nicht von Bank zu Bank wechseln“, hatte er gesagt. Der Plan ging nicht ganz auf. In den verbleibenden 14 Rückrundenpartien kam Langkamp auf fünf Startelfeinsätze sowie vier Kurzauftritte. Er blieb der Ersatzmann. Möglich, dass sich daran bei Werder auf absehbare Zeit nichts ändert. Veljkovic und Moisander haben beide gerade neue Verträge unterschrieben.
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