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Bremen – Der Profi-Fußball wird immer jünger, die Jagd nach Talenten ist mehr denn je eröffnet – und Spieler wie der erst 18-jährige Jadon Sancho von Borussia Dortmund werden schon wie Superstars gefeiert.
Thomas Schaaf bereitet das ein wenig Sorgen. Der Technische Direktor des SV Werder warnt in der „Sport-Bild“ vor zu großem Druck für jungen Spieler: „Heute ist der Hype um ein Talent so groß. Da hat es gerade die Windeln abgelegt, und es heißt dann: Du musst in der Bundesliga sein.“
Die Geduld der Spieler, aber vor allem des Umfelds werde immer geringer. Natürlich wären einige Spieler schon bereit, den Sprung in die Profi-Mannschaft zu schaffen, aber dabei sei eine besondere Sorgfalt gefragt. „Unsere Maxime lautet: So schnell, wie es geht, und so lange, wie es braucht. Wir wollen unsere Talente langfristig im Profi-Bereich sehen. Bestes Beispiel ist Maxi Eggestein“, sagt Schaaf.
Eggestein hatte schon mit 17 Jahren in der Bundesliga debütiert, brauchte dann aber ein paar Jahre, um sich zu etablieren. Zwischenzeitlich ging der Mittelfeldspieler sogar in die U23 zurück. Seit einem Jahr ist Maximilian Eggestein unumstrittener Stammspieler in der Bundesliga-Mannschaft – und sogar auf dem Sprung in die Nationalmannschaft.
Das ist ganz im Sinne von Schaaf, der ohnehin nur lobende Worte für Kohfeldt findet: „Er macht einen Klasse-Job, identifiziert sich total mit der Aufgabe. Er hat ein gutes Maß an Anspannung und Relaxtheit und ist trotzdem sehr ehrgeizig dabei. Dazu ist er sehr detailversessen. Er tut Werder gut.“
Schaaf betont zudem, dass für ihn eine Rückkehr auf den Trainerposten vorerst kein Thema sei. „Ich habe in Bremen einen Vertrag über drei Jahre unterschrieben. Solange ich hier diesen Job als Technischer Direktor mache, bin ich weder intern noch extern für einen anderen Job verfügbar“, sagt der 57-Jährige und fügt noch an: „Meine Aufgabe ist jetzt, sich um fußballerische Inhalte zu kümmern und die Ausbildung unserer jungen Spieler.“