Enttäuschung und Frust

Nach Pleite gegen Mainz: Werder Bremens Umgang mit brenzliger Lage im Abstiegskampf

Die 0:2-Heimpleite gegen Mainz 05 ist für den SV Werder Bremen zweifellos ein Rückschlag im Abstiegskampf. Wie die Bremer damit umgehen.

Bremen – Daniel Thioune und Urs Fischer verstehen sich gut, entsprechend herzlich war der Umgang der beiden Trainerkollegen am Sonntag. Und die Coaches des SV Werder Bremen beziehungsweise 1. FSV Mainz 05 eint, dass sie in den kommenden Wochen mit ihren jeweiligen Mannschaften unbedingt den Klassenerhalt schaffen wollen. Doch im Lager der Norddeutschen ist allen klar, dass sich dann Darbietungen wie während der 0:2-Niederlage im direkten Vergleich am Sonntag nicht wiederholen dürfen. „Ich würde mir wünschen, wenn wir uns in der neuen Saison weiterhin in Liga eins duellieren – aber dafür müssen wir mehr tun als wir heute getan haben“, gab Thioune nach der Begegnung auf der Pressekonferenz zu Protokoll und verwies auf das Heimspiel gegen Heidenheim: „Vor zwei Wochen haben wir hier ein ganz anderes Bild abgegeben, was die Intensität und Energie betrifft. Deshalb bin ich schon enttäuscht von unserer Vorstellung.“

Enttäuschung bei Daniel Thioune (re.), Frust bei Jens Stage (li.): Werder Bremen erleidet einen Rückschlag im Abstiegskampf.

Abstiegskampf bleibt brenzlig: Werder Bremen nutzt gegen Mainz 05 die große Chance nicht

Die Lage im Tabellenkeller bleibt prekär. Nicht nur, aber eben auch für Werder Bremen. Die Konkurrenten aus der unteren Hälfte des Klassements hatten im Vorfeld des Spiels durch ihre Ergebnisse eigentlich eine indirekte Einladung zum Überholen an die Bremer ausgesprochen, doch die günstige Gelegenheit blieb ungenutzt. Stattdessen kletterten die Mainzer mit nun 27 Zählern auf Rang 13, der SVW belegt mit weiterhin 25 Punkten Platz 15 – und liegt somit immerhin noch knapp über dem Strich, unter dem es so richtig ungemütlich wird.

Werder Bremen nach Pleite gegen Mainz 05 frustriert – enorm wichtiges Abstiegskampf-Duell mit Wolfsburg steht bevor

Am kommenden Wochenende steht das nächste Duell mit einem unmittelbaren Konkurrenten auf der Agenda, Werder Bremen muss beim Vorletzten VfL Wolfsburg (Samstag, 15.30 Uhr im DeichStube-Liveticker) ran. „Da wird es nicht einfacher“, prognostiziert Mittelfeldspieler Leonardo Bittencourt. „Das ist eine Mannschaft, die unter ihren Möglichkeiten spielt, trotzdem sollte man sie nicht unterschätzen. Deshalb müssen wir jetzt alle Kräfte bündeln, dieses Spiel heute sacken lassen, und ab morgen geht es dann schon wieder nach vorne.“ Damit sich bei den Niedersachsen nicht erneut geärgert werden muss. „Es ist frustrierend. Wir hätten heute Punkte holen müssen“, beklagte Jens Stage. „Jede Woche ist entscheidend, heute sind wir gescheitert.“ Allzu viele Wiederholungen dürfen sich die Bremer in den verbleibenden acht Partien nicht leisten. „Es wird bis zum Ende gehen, das wussten wir auch nach den zwei Siegen“, betonte Bittencourt. „Da gehören solche Rückschläge wie jetzt dazu, weshalb es aber gilt, sie abzuschütteln.“ (mbü/dco)

Rubriklistenbild: © gumzmedia, IMAGO/Nordphoto

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