Reaktionen auf das Spiel
„Haben uns komplett den Schneid abgekauft“ – Die Stimmen zur Werder-Pleite gegen Mainz 05
Der SV Werder Bremen hat das Bundesliga-Spiel gegen den 1. FSV Mainz 05 mit 0:2 (0:1) verloren. Die Stimmen zum Spiel von Trainer Daniel Thioune und Co.!
Daniel Thioune (Trainer SV Werder Bremen): „Die Schärfe hat gefehlt. Ich hatte schon in den ersten Minuten das Gefühl, dass der Gast griffiger und näher in den Aktionen war – offensiv wie defensiv. Dann bekommen wir das 0:1, wo wir gedanklich viel zu spät sind. Marco Grüll kontrolliert den Einwerfer nicht, Yuki Sugawara kann übergeben. Wir haben immer wieder versucht, den Gegner aufzuspielen und Möglichkeiten herauszuspielen, aber wir haben relativ wenig aufs Tor gebracht, hatten keine Abschlüsse aufs Tor. Die Schärfe beim Gegner war deutlich intensiver. Sie haben zweimal aufs Tor geschossen und zweimal war der Ball drin. Das ist eine gute Quote. Wir haben relativ oft geschossen und nur zwei oder drei Abschlüsse aufs Tor gehabt. Das ist zu wenig, um hier was mitzunehmen. Das letzte Drittel ist unser Problem.
Werder Bremen verliert gegen Mainz 05 - die Stimmen zum Spiel: „Komplett den Schneid abgekauft“
Marco Friedl (Kapitän SV Werder Bremen): „Wir haben hinten wenig zugelassen, aber verdient verloren, weil wir nicht konsequent genug waren. Wenn du in beiden Hälften innerhalb der ersten fünf, sechs Minuten ins Hintertreffen gerätst, dann ist es zu wenig. Das tut weh, weil die Manzer – obwohl sie unter der Woche gespielt haben – uns komplett den Schneid abgekauft haben.“
Olivier Deman (Spieler SV Werder Bremen): „Das war sehr enttäuschend. Wir haben in den letzten zwei Wochen gut gearbeitet und sind da auch gut vor das Tor gekommen, haben mehr getroffen als vorher. Heute war Mainz einfach schärfer in der Box als wir, dadurch haben wir nie wirkliche Chancen gehabt. Bei uns hat der letzte Pass gefehlt, auch können wir das bei uns in der Box besser verteidigen. Die beiden Gegentore waren zu einfach. Und wenn du selbst keine Tore schießt, dann wird es schwierig, auch wieder zurück ins Spiel zu kommen.“
Werder Bremen-Stimmen zur Niederlage gegen 1. FSV Mainz 05 - Leo Bittencourt: „Nicht sofort wieder alles schwarzmalen“
Leonardo Bittencourt (Spieler SV Werder Bremen): „Die effektivere Mannschaft hat gewonnen. Wir haben nicht viel zugelassen, aber die Fehler, die wir gemacht haben, wurden direkt bestraft. Deswegen ist es am Ende verdient. Wir sind nicht durchgekommen, obwohl wir viele Möglichkeiten rund um die Box hatten. Aber wir waren viel zu ungenau im letzten Drittel. Da hat uns der letzte Punch gefehlt, um gefährlich zu werden. (...) In der Situation, in der wir stecken, fallen die Bälle auch nicht einfach so rein. Das musst du dir erarbeiten. In den letzten Wochen haben wir das getan, durch das eine Spiel würde ich jetzt nicht sofort wieder alles schwarzmalen. Es geht weiter. Wir wussten, dass es schwer werden und wahrscheinlich bis zum letzten Tag gehen wird – deshalb müssen wir das jetzt abschütteln, denn nächste Woche geht’s weiter.“
Clemens Fritz (Sportchef SV Werder Bremen): „Es gibt nicht nur einen Punkt dazu. Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen, haben uns schwergetan. Mainz war von Beginn an gut drin und enorm effektiv: Ein Torschuss in der ersten Halbzeit und ein Tor. Dann läufst du natürlich hinterher und wir haben heute keine wirklichen Lösungsansätze gefunden. Das Spiel war eher schleppend mit nicht genug Tempo. Wir haben uns schwergetan, Lösungen im letzten Drittel zu erarbeiten und Ideen zu haben. Wir waren viel, viel unsauberer im Vergleich zu den letzten Spielen. Wenn du so einfache Fehler machst, wird es schwierig. Mainz hatte eine hohe Ballsicherheit im Mittelfeld. Richtung Tor hatten wir trotzdem ein paar Dinger auf dem Fuß, aber die gehen vorbei und du verlierst hier 0:2.“
Werder Bremen gegen 1. FSV Mainz 05 - Stimmen zum Spiel - Gäste-Trainer Urs Fischer froh über „dreckigen Sieg“
Urs Fischer (Trainer FSV Mainz 05): „Vor allem in der zweiten Hälfte war es ganz harte Arbeit. Die erste Hälfte war gut, es war ein ausgeglichenes Spiel. Wir hatten eine gewisse Kontrolle übers Spiel, ich fand es einen erwachsenen Auftritt von uns. Sicherlich wichtig, dass wir in Führung gehen konnten. Zweite Hälfte fand ich dann schon, dass Bremen wirklich gedrückt hat, ohne wirklich richtig torgefährlich zu werden. Da haben wir uns zu weit reindrücken lassen. Da musst du versuchen, einen Ball auch mal zirkulieren zu lassen. Am Schluss ist es gefühlt ein dreckiger Sieg, aber in der Situation, in der man sich befindet, sind das ganz wichtige Siege.“
Phillipp Mwene (Spieler FSV Mainz 05): „Wir sehen uns nicht als Absteiger und nehmen jedes Spiel an, wissen, dass wir in jedem Spiel eine Chance haben. Wir haben jetzt 27 Punkte, das ist super und hätte uns vor sechs, sieben Spieltagen vielleicht auch keiner zugetraut. Wir haben eine breite Brust, auch wenn nicht alles perfekt ist. Wir hatten auch heute viele Ballverluste, die unnötig waren, aber nichtsdestotrotz haben wir uns in jeden Zweikampf reingeworfen, kein Gegentor bekommen, und deswegen war das ein super Auswärtsspiel von uns.“
Paul Nebel (Spieler FSV Mainz 05): „Wir wollen agieren und nicht reagieren, das sagt der Coach ganz oft zu uns, das ist in den Köpfen drin. Man heute auch heute gesehen, dass wir die Meter gehen, dass wir alle zusammen verteidigen. Nur so kann man da unten bestehen. Wir haben heute zu Recht das Spiel gezogen.“
mit Stimmen von DAZN
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