Stimmen zum Spiel

„Ärgert mich extrem“: Die Stimmen zum Werder-Remis beim 1. FC Heidenheim

Der SV Werder Bremen hat sich nach schwacher Leistung mit 2:2 (0:0) vom 1. FC Heidenheim getrennt und dabei zwei Führungen verspielt. Die Stimmen zum Spiel.

Horst Steffen (Trainer SV Werder Bremen): „Es war relativ einfach, wie wir die Führung in beiden Fällen hergegeben haben. Wir hätten die Gegentore vermeiden können. Heidenheim hatte andere Angriffe, wo wir sie hätten kassieren können. Aber so, wie wir sie dann kassiert haben, ist es ärgerlich. Die erste Halbzeit war ohne das Tempo, ohne die Aggressivität, die wir brauchen, um hier dagegen zu halten. Wir haben Konter-Situationen gehabt, wo ich das Gefühl hatte: Da kann etwas Gutes entstehen, wir müssen ins Sprinten kommen, aber wir kommen es nicht wirklich. Wir haben die Sprints nicht genommen und waren in Zweikämpfen häufig später dran als der Gegner. Dementsprechend haben wir viele Ballverluste gehabt. In der zweiten Halbzeit waren wir deutlich mehr im Spiel, trotzdem war Heidenheim auch gut. Gerne hätte ich ein 2:1 genommen.“

Unzufriedene Gesichter: Unter anderem Kapitän Marco Friedl (Mitte vorne) ärgerte sich gewaltig über das Remis des SV Werder Bremen beim 1. FC Heidenheim.

Marco Friedl und Romano Schmid ärgern sich über Werder Bremens Remis – die Stimmen zum Spiel beim 1. FC Heidenheim

Marco Friedl (Kapitän SV Werder Bremen): „Ärgerlich, dass wir die Führung nicht über die Zeit bringen. Das 1:1 passiert nach einem Fehler von mir, dann stehen wir in der Mitte auch nicht gut, machen aber direkt das 2:1 und müssen es dann besser verteidigen. Wir haben heute über 90 Minuten viel zu viele Chancen zugelassen. Bei allem Respekt für Heidenheim, aber das müssen wir absolut besser machen. Und deshalb ärgert es mich extrem, dass wir vor allem die ersten 45 Minuten verschlafen haben.“

Romano Schmid (Spieler SV Werder Bremen): „Unterm Strich können wir ein bisschen glücklich sein, weil wir vor allem in der ersten Halbzeit kein gutes Spiel gemacht haben. In der zweiten Halbzeit wurde es besser, aber Heidenheim hatte trotzdem viele Chancen. Nichtsdestotrotz gehen wir zwei Mal in Führung und haben dann auch nach dem Eckball nochmal eine Riesenchance und können das Spiel eigentlich gewinnen. Deshalb ist es ein bisschen ärgerlich. Aber ich kann mir nicht erklären, wie wir teilweise verteidigen. Nach dem 1:1 kommen wir gut zurück und dann muss man es halt auch verteidigen. Da muss man mehr sprechen in der letzten Kette und dann kann es nicht sein, dass einer auf dem langen Pfosten durchläuft und ‚Danke‘ sagt.“

Comebacker Mio Backhaus und Sportchef Clemens Fritz hadern mit Werder Bremens Leistung beim 1. FC Heidenheim

Mio Backhaus (Torhüter SV Werder Bremen): „Ich bin froh, dass ich wieder zurück bin auf dem Platz, aber das Ergebnis hat man sich natürlich anders vorgestellt. Und das ist der Haken heute, ich kann mich nicht groß freuen. Sie haben auf die Räume, die wir bespielen wollten, gelauert, hatte ich das Gefühl. Die Innenverteidiger waren eng an Romano und Patrice dran. Anderseits haben wir es einfach nicht geschafft, dahinterzukommen. Das ist ein großes Thema in der ersten Halbzeit. Da waren wir auch nicht wach und scharf genug. Das war in der zweiten Halbzeit schon deutlich besser. Da müssen wir uns ärgern, dass wir das 2:1 nicht über die Zeit bringen.“

Clemens Fritz (Sportchef SV Werder Bremen): „Wenn man das Spiel heute über 90 Minuten betrachtet, dann kannst du zufrieden sein mit dem Punkt. Auf der anderen Seite müssen wir auch sagen, du liegst zweimal in Führung und nimmst nur einen Punkt mit. Trotzdem haben wir an uns eine andere Erwartungshaltung, was die Art und Weise des Spiels angeht. Erste Halbzeit - das war einfach nicht gut, wir haben zu wenig die Tiefe gesucht. Ich glaube in der 40. Minute ist Patrice das erste Mal in die Tiefe gegangen. Ab der 30. Minute hatten wir so zwei, drei Situationen, wo wir es auch gut gespielt haben, aber in Summe haben wir zu viele einfache Fehler gemacht, Abspielfehler, Stockfehler. Die zweiten Bälle sind auch eher bei den Heidenheimern gewesen. Das müssen wir für uns analysieren und besprechen. Zweite Halbzeit sind wir dann ein bisschen besser gewesen, aber in Summe kannst du mit einem Punkt zufrieden sein, weil die Heidenheimer schon sehr aktiv und sehr spritzig waren. Wir haben gerade mit dem Ball überhaupt nicht die Räume gefunden.

Die Stimmen zum Remis des SV Werder Bremen beim 1. FC Heidenheim

Frank Schmidt (Trainer 1. FC Heidenheim): „Es wäre Wahnsinn gewesen, wenn wir dieses Spiel verloren hätten. Wir haben eine Torschuss-Statistik, die eigentlich nur Bayern München in dieser Liga hat. Wir haben über 30 Mal aufs Tor geschossen. Für uns war es sehr bitter, dass wir kalt erwischt worden sind und zwei Mal hinterherlaufen mussten, aber eigentlich schon in den ersten 20 Minuten alles auf Sieg hätten stellen müssen. Heute ist ein Punkt leider viel zu wenig für die Leistung, die die Mannschaft gezeigt hat.“

Stefan Schimmer (Spieler 1. FC Heidenheim): „Wir geraten gleich nach der Halbzeit in Rückstand, dann drücken wir in meinen Augen, ziehen das Spiel oft über außen auf und machen dann das Tor zum 1:1. Und klar, im Heimspiel kommen dann die Fans, dann kommen auch die Ränge und alle sind happy dann erstmal.“

*Mit Stimmen von Sky

Rubriklistenbild: © IMAGO/Eibner-Pressefoto

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