„Wissen, was wir an Amos haben“
Gespräche ja, Entscheidung nein: Was Werder über starken Pieper denkt
Amos Pieper hat sich mit guten Leistungen beim SV Werder Bremen eindrucksvoll zurückgemeldet. Eine Entscheidung über seine Zukunft steht aber noch aus.
Bremen – Es ist keine ganz unwichtige Phase, die der SV Werder Bremen gerade erlebt. Findet auch Amos Pieper. „Es liegt in der Natur der Sache, dass du von Spieltag sechs bis zehn in etwa vorgeben kannst, in welche Richtung die Saison gehen kann“, sagt der Innenverteidiger. In diesem skizzierten Korridor befinden sich die Norddeutschen aktuell exakt in der Mitte – und dass zuletzt sieben Punkte aus drei Spielen geholt wurden und vorerst Tabellenplatz neun belegt wird, lag zumindest in zwei Fällen auch ganz entscheidend am 27-Jährigen. Pieper stabilisierte nach seinem Comeback mit starken Leistungen gegen Heidenheim und Union Berlin die Bremer Defensive und empfahl sich ganz nebenbei für eine Verlängerung seines im Sommer auslaufenden Vertrages. Über Tendenzen schweigen sich die handelnden Personen aber aus.
Amos Pieper meldet sich eindrucksvoll zurück, doch wie steht es um seine Zukunft bei Werder Bremen?
„Wir sind in Gesprächen, alles Weitere klären wir intern“, sagt Clemens Fritz als Werders Fußball-Chef lediglich im Gespräch mit der DeichStube. „Wenn es dann etwas zu verkünden gibt, werden wir das tun.“ Ähnlich bedeckt hatte sich auch Amos Pieper selbst im Nachgang des jüngsten Heimerfolgs des SV Werder Bremen gezeigt, wenngleich er vielsagend bekräftigte: „Es ist einfach schön, hier zu spielen.“ Doch der Mann aus Lüdinghausen erklärte eben auch: „Den Rest werden wir sehen und besprechen. Wir sind da in Gesprächen.“
Es muss eben genauestens ausgelotet werden, wie eine künftige Zusammenarbeit aussehen könnte und ob ein Weg gefunden wird, der alle Seiten glücklich macht. Amos Pieper stellt zwar gerade unter Beweis, wie wichtig er für Werder sein kann, doch das haben andere Abwehrspieler vor ihm im Werder-Dress eben auch schon getan. Wenn die Bremer Leiden auf der linken Seite ausgestanden sind, wird Kapitän Marco Friedl ziemlich sicher in die Zentrale der Viererkette zurückkehren. Darüber hinaus ist Karim Coulibaly aktuell gesetzt, was mit Blick auf Pieper und den just wiedergenesenen Niklas Stark einen spannenden Winter verspricht. Positiv formuliert hat Werder Bremen im Idealfall bald ein Luxusproblem, negativer Aspekt ist, dass zwei Profis, die sich eigentlich als Stammkraft verstehen, enttäuscht auf die Bank müssen. Auch das muss ein Kader erstmal aushalten. Das Trainerteam um Chefcoach Horst Steffen dürfte da ein gutes Fingerspitzengefühl brauchen. Die gute sportliche Nachricht fürs Team: „Es ist eigentlich egal, in welcher Konstellation wir da spielen, wir wissen, dass wir da sehr gut besetzt sind“, ist Amos Pieper überzeugt.
Zukunft bei Werder Bremen: Verantwortliche zeigen sich zufrieden mit Amos Pieper
Aber natürlich – alles andere würde auch überraschen – hofft der 27-Jährige, dass er weiterhin ein konstanter Teil der Hintermannschaft des SV Werder Bremen sein wird. Zufrieden sind sie mit Amos Pieper jedenfalls an der Weser. „Er hat Zweikampfwerte von über 90 Prozent“, schwärmte Peter Niemeyer als Leiter Profifußball zuletzt. „Er ist ein richtig guter Verteidiger und tut uns total gut.“ Ganz ähnlich sieht es Clemens Fritz: „Wir wissen, was wir an Amos haben – und das haben wir ihm auch signalisiert.“ (mbü)
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