Innenverteidiger gerät ins Schwärmen
Piepers Traum von Europa mit Werder: „Das würde nochmal einiges mit dem Verein und den Fans machen“
Amos Pieper träumt davon, mit Werder Bremen im Europapokal zu spielen. Der Gedanke daran lässt den Verteidiger ins Schwärmen geraten.
Bremen – Die Startelf ruft. Marco Friedl und Niklas Stark sind gesperrt, Julian Malatini plagt sich mit muskulären Problemen herum. Großer Nutznießer in der Abwehr des SV Werder Bremen dürfte unter anderem Amos Pieper sein, der im Auswärtsspiel gegen den FC Bayern München (Freitag, 20.30 Uhr/DeichStube-Liveticker) nach längerer Abstinenz wohl mal wieder von Beginn an verteidigt. Darauf freut sich der 27-Jährige auf jeden Fall schon, aber noch mehr Spaß hätte er auf den Sprung nach Europa, wie er jetzt in der neuesten Episode des Werder-Podcasts „Wortwechsel“ erklärte. Und dabei geriet Pieper förmlich ins Schwärmen.
Flutlichtspiele im Weserstadion lassen Amos Pieper von Europa mit Werder Bremen träumen
Die Frage klang ganz harmlos. So sollte der Abwehrspieler einfach nur erklären, welche Ziele er in seiner Karriere noch verfolgt. Piepers Antwort kam wie aus der Pistole geschossen: „International spielen – am liebsten mit Werder.“ Und dann holte der frühere U21-Europameister so richtig aus. „Das würde auch nochmal einiges mit dem Verein, dem Umfeld, und den Fans machen. Es ist nur eine Kleinigkeit: Aber wir hatten hier im Stadion am Freitagabend ein Flutlichtspiel gegen Mainz 05 und es wurde schon so laut, als nur unser Bus ankam. Dann auch beim Aufwärmen und während des Spiels. Da merkt man wieder, dass die Fans ein Gespür dafür haben, wann wir sie nochmal mehr brauchen.“ Diese Gänsehaut-Atmosphäre lässt Amos Pieper zum Schluss kommen, dass bei Auftritten auf internationalem Parkett nochmal eine Steigerung der Gefühle möglich sei. „Wenn das in solchen Spielen schon so ist… Die Lust darauf ist auf jeden Fall groß, aber wir müssen dafür noch einige Schritte gehen“, betonte der Profi des SV Werder Bremen. „Es wäre aber nochmal ein absolutes Ziel für mich. Als ich damals in der zweiten Mannschaft von Borussia Dortmund gespielt habe oder danach nach Bielefeld gekommen bin, habe ich nicht unbedingt daran gedacht. Ich war immer ein Freund davon, dass die Ziele halbwegs realistisch sind – auch wenn man große Träume haben muss.“
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Werder Bremen-Profi Amos Pieper kämpferisch vor FC Bayern-Spiel: „Wir müssen bereit sein zu leiden“
Zunächst einmal richtet sich der Blick aber nach München. Neun Einsätze hat Amos Pieper in dieser Saison bislang erst für Werder Bremen gehabt, davon drei als Teil der Anfangsformation. Und jetzt dann gleich die größtmögliche Herausforderung beim Rekordmeister. „Ich bin absolut bereit und würde mich sehr darüber freuen“, sagte er mit Blick auf seine Startelf-Aussichten und forderte: „Wir müssen die Bereitschaft an den Tag legen und alles investieren, um dort zu gewinnen. Wir müssen bereit sein zu leiden und trotzdem bewusst und zielstrebig mit dem Ball umgehen.“ (mbü)