Werder „bodenlos“

„Wenn wir so verteidigen, verlieren wir jedes Spiel“: Die Stimmen zur Werder-Pleite bei Darmstadt 98

Ole Werner appelliert an seine Mannschaft: Die Stimmen zur 2:4-Niederlage des SV Werder Bremen in Darmstadt.
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Ole Werner appelliert an seine Mannschaft: Die Stimmen zur 2:4-Niederlage des SV Werder Bremen in Darmstadt.

Darmstadt – Der SV Werder Bremen hat auswärts gegen den SV Darmstadt über weite Strecken ein sehr schlechtes Bundesliga-Spiel gemacht und verdient mit 2:4 (0:3) verloren. Die Stimmen zur Werder-Pleite von Trainer Ole Werner und Co..

Milos Veljkovic (Werder-Verteidiger): „Wir waren von der ersten Minute an nicht da. Das ist unerklärlich! Deshalb ist es eine hochverdiente Niederlage für uns. Ich glaube, wenn wir so verteidigen, dann verlieren wir jedes Spiel. Wir haben in der letzten Woche gezeigt, dass wir es anders können, deswegen ist unser Auftritt heute unerklärlich. Wir wussten, dass es eine schwere Saison wird, da es die zweite Saison nach dem Aufstieg ist. Wir wussten, dass es Schwankungen in den Resultaten gibt, aber es darf keine Schwankungen beim Einsatz geben! Wenn es bei der Laufbereitschaft und dem Einsatz Schwankungen gibt, dann werden wir nicht bestehen. Wir müssen an unseren Fehlern arbeiten. Laufbereitschaft, Willen, das geht nicht so, wie wir uns heute gezeigt haben. Wir waren in den Zweikämpfen nicht da, die Aggressivität hat gefehlt. Und auch mit dem Ball waren wir nicht gut. So kannst du gegen keinen Gegner bestehen. Es ist echt schwer, Worte für so ein Spiel zu finden. Ich glaube, wir müssen uns bei den Fans entschuldigen und nächste Woche deutlich, deutlich besser sein. Von der Grundeinstellung war Darmstadt heute zwei Level höher. Jeder weiß selbst, dass das heute scheiße war. Es bringt jetzt nichts, draufzuhauen. Wir müssen die Fehler analysieren, die Einstellung ändern und nächste Woche eine Reaktion zeigen. Wenn die Laufbereitschaft da ist und wir besser am Ball sind, können wir gegen jeden gewinnen. Wenn nicht, können wir gegen jeden verlieren.“

Werder Bremen „bodenlos“ in Darmstadt: Die Stimmen zum Spiel von Marvin Ducksch und Co.

Ole Werner (Trainer des SV Werder Bremen): „Es ist für mich schwer zu erklären. Wir haben in der letzten Woche nach einer halben Stunde einen sehr guten Auftritt hingelegt. Wir dachten, wir könnten auf vielen Sachen aufbauen. Aber wir haben auf einen frühen Rückschlag nie eine Antwort gefunden. Da geht es um Intensität und auch ein Stück weit um Emotionalität. Da war uns Darmstadt in der ersten Halbzeit deutlich überlegen. Das war ganz weit weg von dem, was wir spielen wollten.Das ist für uns natürlich sehr, sehr enttäuschend. Wir brauchen in Spielen mit negativen Spielverläufen zu lange, um eine Antwort zu geben. Wir müssen schauen, dass wir uns als Mannschaft Stabilität erarbeiten. Wir waren heute als Mannschaft aber nicht auf dem Platz, was Widerstand, Emotionalität und Intensität angeht. Deshalb haben wir vollkommen zurecht auch in der Höhe verloren. Das war heute im Endeffekt viel zu wenig, um Bundesliga-Fußball zu spielen.“

Marvin Ducksch (Werder-Stürmer): „Eine absolut verdiente Niederlage. Wenn du erst nach dem 1:4 anfängst, Fußball zu spielen, dann hast du das Spiel ganz klar verdient verloren. Jetzt stehen wir wieder hier. Nach einem guten Comeback letzte Woche gegen Köln fangen wir uns heute wieder vier Gegentore. Wie wir uns die Gegentore fangen, ist bodenlos. Wir haben den Gegner im Vorfeld analysiert und sehr genau gewusst, wo unsere Räume sind. Aber wir haben sie nicht bespielt. Wir hatten immer wieder freie Räume, haben die Bälle da aber einfach nicht reinbekommen. Warum das so ist, weiß ich nicht. Und die Gegentore verteidigen wir richtig schlecht. Wenn wir so verteidigen wie heute, wird es schwer in der Liga Punkte zu holen. Das ist nicht das erste Mal, dass uns das passiert. Das ist auch nicht das zweite Mal – das war schon häufiger so. ich freue mich, wenn wir aufhören diese Fehler zu machen.“

„Dafür gibt es keine Erklärung“: Die Stimmen zur Niederlage des SV Werder Bremen in Darmstadt

Christian Groß (Werder-Kapitän gegen Darmstadt): „Dafür gibt es keine Erklärung, da drehen wir uns im Kreis. Wir schaffen es immer wieder, zu Hause gute Spiele zu machen und drei Punkte einzufahren, aber auswärts schaffen wir es nicht, annähernd an diese Leistungen anzuknüpfen. Wir verlieren absolut verdient. Wir haben es nicht einmal geschafft, einen Fuß in die Tür dieses Spiels zu bekommen – vielleicht minimal nach dem 1:4. Wir wussten, was auf uns zukommt, aber wir haben es wieder nicht geschafft, von Beginn an voll da zu sein. So werden wir auswärts keinen Punkt holen. Natürlich kann man das auch ein Stück als Entwicklung sehen, wenn man es nicht schafft nach einem guten Spiel wieder ein gutes Spiel abzuliefern. Wichtig ist es, in Ruhe über dieses Spiel zu sprechen.“

Clemens Fritz (Leiter Profifußball beim SV Werder Bremen): „Wir sind alle sehr enttäuscht. Die Leistung war 65, 70 Minuten lang nicht der Anspruch, den wir haben. Ich kann alles aufzählen: fehlende Intensität, fehlende Handlungsschnelligkeit, fehlende Zweikampfschärfe. Wir haben ihnen zu viel Raum gelassen, die Bälle annehmen lassen. Zu viele einfache Fehler gemacht. So kannst du kein Spiel gewinnen. In Summe waren es zu viele Fehler und wir hatten zu wenig Intensität. Nach dem 0:2 hatte ich das Gefühl, die lassen uns laufen hier. Wir haben die Emotionen vermissen lassen. Wir haben gegen Mainz ein gutes Spiel gemacht, dann fährst du nach Heidenheim und verlierst, spielst ordentlich gegen Köln und fährst nach Darmstadt und bekommst wieder vier Tore. Das müssen wir ganz klar aufarbeiten. Die Jungs sind aber selbstkritisch genug. Wir sitzen alle in einem Boot.“

Mit Material von DAZN

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