Bittere Werder-Pleite
Nur das Debakel verhindert: Werder Bremen bei Pleite in Darmstadt lange Zeit völlig von der Rolle
Werder Bremen verliert nach einer lange Zeit ganz schwachen Leistung verdient mit 2:4 (0:2) gegen den SV Darmstadt 98. Der Spielbericht der DeichStube.
Darmstadt – Die Achterbahnfahrt geht weiter – und diese Tour in Hessen tat richtig weh: Denn der SV Werder Bremen zeigte bei der verdienten 2:4 (0:2)-Pleite beim bislang sieglosen Aufsteiger Darmstadt 98 lange Zeit eine erschreckend schlechte Leistung, ein Debakel drohte.
Nach der Einwechslung von Naby Keita bewies das Team von Trainer Ole Werner in den letzten 20 Minuten zumindest Moral und kam durch die Tore von Olivier Deman (70.) und Milos Veljkovic (79.) noch einmal heran. Doch die Hypothek durch die Darmstädter Treffer von Matthias Bader (5.), Tim Skarke (25.), Marvin Mehlem (50.) und des Ex-Bremers Tobias Kempe (62. Handelfmeter) war einfach zu groß. Mit sechs Punkten aus sechs Spielen hat Werder Bremen zwar noch etwas Abstand zur Abstiegszone, aber diese völlig unterschiedlichen Leistungen deuten auf eine ganz anstrengende Saison hin. Und drei Auswärtsniederlagen zum Auftakt einer Bundesliga-Saison hat Werder zum letzten Mal vor 26 Jahren erlebt.
Werder Bremen vom Start weg völlig indisponiert gegen forschen SV Darmstadt 98
„Das war ganz weit weg von dem, was wir spielen wollten. Der Zwischen- und Endstand sind hochverdient. Wir sind mit der Emotionalität und Intensität des Gegners nicht klargekommen und haben keinen Moment gefunden, uns in das Spiel reinzuarbeiten“, ärgerte sich Werner nach dem Spiel. Der Coach hatte nach dem 2:1-Sieg in der Vorwoche gegen den 1. FC Köln durch die verletzungsbedingten Ausfälle von Niklas Stark und Marco Friedl in der Dreierkette improvisieren müssen. In der Mitte der etatmäßigen Innenverteidiger Amos Pieper und Milos Veljkovic gab Sechser Christian Groß den Abwehrchef und übernahm dabei auch Friedls Kapitänsbinde. Ein Offensivproblem hatte sich dagegen erledigt. Marvin Ducksch meldete sich nach seinen Rückenproblemen im Abschlusstraining rechtzeitig fit und stürmte neben Rafael Borré. Im Mittelfeld des SV Werder Bremen blieb mit Senne Lynen, Romano Schmid und Jens Stage alles beim Alten – genauso wie auf den Außenbahnen mit Mitchell Weiser und Olivier Deman. Erstmals seit elf Monaten saß der so lange verletzte Felix Agu auf der Bank – genauso wie Naby Keita, der eine Woche zuvor gegen Köln seine Werder-Premiere gefeiert hatte.
Der SV Darmstadt 98 begann forsch – wie die Lilien das gerne in ihrem mit 17.810 Zuschauern ausverkauften Stadion am Böllenfalltor tun. Die Gäste wurden dennoch davon überrascht, kamen überhaupt nicht hinterher. Nach einem Missverständnis von Weiser und Borré eroberten die Gastgeber den Ball – und dann ging es für alle Bremer viel zu schnell. Vor allem für Veljkovic, der Flankengeber Marvin Mehlem nicht hart genug attackierte. Matthias Bader vollendete völlig frei per Direktabnahme zum 1:0 (5.). Wie vor zwei Wochen schon beim anderen Aufsteiger Heidenheim lag Werder Bremen früh zurück. Nach vorne ging fast gar nichts. Ducksch hatte zwar ein, zwei gute Ideen, seine Bälle waren aber fast immer zu ungenau. Von seinen Kollegen war derweil gar nichts zu sehen oder nichts Gutes: So stand Veljkovic bei einem Pass von Fabian Nürnberger viel zu tief, hob damit das Abseits auf und ebnete damit Tim Skarke den Weg zum verdienten 2:0 (25.). „Wenn wir so verteidigen, wie heute, verlieren wir jedes Spiel“, monierte ausgerechnet Veljkovic nach der Partie.
Werder Bremen kassiert in Darmstadt wieder eine verdiente Pleite beim Aufsteiger - und präsentiert sich ganz schwach
Das 0:2 war ein noch größerer Wirkungstreffer für die Bremer, denen nichts mehr gelang. Torchancen? Fehlanzeige! Werder Bremen bekam überhaupt kein Tempo auf den Rasen. Fast alle Spieler standen völlig neben sich. Das galt ganz speziell auch für Lynen, der in der Pause genauso ausgewechselt wurde wie Borré. Für das Duo kamen Nick Woltemade und Justin Njinmah. Werner wollte endlich mehr Offensive sehen. Der Trainer wurde erhört. Nach einer Freistoß-Hereingabe von Ducksch gab es gleich die erste Werder-Chance, allerdings durch einen Darmstädter. Klaus Gjasula köpfte die Kugel an den eigenen Pfosten (48.). Wer nun an die Wende glaubte, wurde schnell enttäuscht. Nach einem fiesen Fehlpass von Pieper am eigenen Strafraum verzichtete Stage auf einen Rettungsversuch, sodass Mehlem auf 3:0 erhöhen konnte (50.). Es war der Höhepunkt eines gruseligen Bremer Auftritts und roch gewaltig nach Vorentscheidung.
Zumindest die beiden Joker hatten etwas dagegen. Woltemade bediente Njinmah, der an 98-Keeper Marcel Schuhen scheiterte (56.). Es war allerdings nur ein kurzes grün-weißes Lebenszeichen. Denn wenig später bekam der völlig indisponierte Groß im Strafraum einen Honsak-Schuss an die Hand, die allerdings hoch oben neben seinem Kopf nichts zu suchen hatte. Schiedsrichter Martin Petersen hatte es übersehen, doch der Video-Assistent griff ein. Den fälligen Strafstoß für Darmstadt 98 versenkte Tobias Kempe (62.), womit sich auch ein Fluch fortsetzte: Erneut traf ein Ex-Bremer gegen Werder Bremen, wie in dieser Saison schon David Philipp (Viktoria Köln), Maximilian Philipp (SC Freiburg), Jan-Niklas Beste und Eren Dinkci (beide 1. FC Heidenheim) sowie Davie Selke (1. FC Köln).
Werder Bremen wacht bei verdienter Pleite gegen den SV Darmstadt 98 viel zu spät auf
Die mitgereisten Fans der Gäste waren nicht zu beneiden, durften sich dann aber trotzdem ein bisschen freuen: Denn der lange verletzte Keita kam diesmal schon wesentlich früher aufs Feld als gegen Köln (69.). Und siehe da, nur eine Minute später klingelte es bereits im Darmstädter Kasten – wenn auch ohne Mithilfe von Keita. Weisers Flanke nutzte Deman per Kopf zu seinem ersten Werder-Tor. Sollte da doch noch etwas gehen? Ja! Denn Keita spielte einen klugen Pass auf Ducksch, den Groß genauso clever durchließ. Ducksch bediente Veljkovic – und plötzlich stand es nur noch 2:4 aus Sicht des SV Werder Bremen (79.). Da wurden in Darmstadt böse Erinnerungen wach. Vor zwei Wochen hatte das Team von Torsten Lieberknecht nach einer 3:0-Führung nur 3:3 gegen Borussia Mönchengladbach gespielt.
Es war nun fast ein Spiel auf ein Tor. Und wer weiß, was noch passiert wäre, hätte der eingewechselte Dawid Kownacki in der 87. Minute aus kürzester Distanz nicht genau auf Keeper Schuhen geköpft. So blieb es bei der verdienten Niederlage, die nach einer knallharten Analyse schreit. Denn schon in Heidenheim hatte Werder Bremen die Punkte derart leichtfertig hergeschenkt. „Ich glaube, wir müssen uns bei den Fans entschuldigen und nächste Woche deutlich, deutlich besser sein“, meinte Veljkovic. Die Bremer sollten nicht darauf vertrauen, dass es daheim trotz der beiden Siege gegen Mainz und Köln besser läuft. Denn der nächste Gegner Hoffenheim ist da am nächsten Samstag gewiss ein anderes Kaliber. (kni)
Werder Bremen gegen SV Darmstadt 98 - weiter mit dem Liveticker:
Werder Bremen verliert verdient beim SV Darmstadt 98: Der Liveticker zum Nachlesen!
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17.30 Uhr: Damit verabschieden wir uns für heute vom Live-Ticker. Für Werder geht es nächste Woche Samstag um 18.30 Uhr mit einem Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim im Weserstadion weiter. Trotz der Werder-Niederlage allen Lesern noch einen schönen Restsonntag!
17.25 Uhr: Trotz Schluss-Offensive eine unter dem Strich verdiente Niederlage für Werder. Auch beim zweiten Aufsteiger hagelt es somit eine 4:2-Auswärtsniederlage. Nach einer gruseligen ersten Hälfte, hatte Werder zu Beginn der zweiten Halbzeit mit einem Pfostentreffer die große Chance, legt sich auf der Gegenseite allerdings selbst das dritte Gegentor in den Kasten. Darmstadt war über die gesamte Spielzeit die aktivere und clevere Mannschaft, die Bremer kamen nie wirklich in ihren Ryhthmus. Dazu gab es mehrere Aussetzer in der Defensive, wie beim vierten Gegentreffer, bei dem Groß ein eindeutiges Handspiel im Strafraum begeht. Die beiden späten Tore von Deman und Veljkovic brachten zwar noch kurze Hoffnung, doch die Bremer hatten mit ihrer Leistung hier und heute keinen Punkt verdient!
90+6 Min.: Und dann ist Schluss! Werder verliert mit 2:4 in Darmstadt!
90+3 Min: Deman mit der späten Gelben Karte und es ist ein Foul der Kategorie: Purer Frust. Der Belgier sieht zu Recht die Verwarnung von Schiedsrichter Petersen. Werder kommt nicht mehr zu Offensivaktionen.
90+1 Min.: Werder versucht zwar alles, aber Darmstadt macht es jetzt clever in den Zweikämpfen. Die Bremer kommen aktuell nicht mehr wirklich gefährlich in den Strafraum.
90 Min.: Es gibt fünf Minuten Nachspielzeit!
89 Min.: Die regulär letzten zwei Minuten des Spiels laufen. Geht hier noch was für Werder?
87 Min.: Und wird fast belohnt! Ein langer Ball findet direkt Kownacki, doch der polnische Stürmer scheitert aus aussichtsreicher Position mit seinem Kopfball an Schuhen! Die Großchance für das 3:4.
86 Min.: Nochmal ein später Doppelwechsel bei Werder: Rapp und Kownacki sind im Spiel für Groß und Stage. Werner geht All-In!
85 Min.: Pieper gewinnt in der Defensive den Zweikampf, treibt die Kugel nach Vorne, um dann einen Diagonalball auf Ducksch ins Aus zu befördern. Ducksch schimpft lautstark mit seinem Abwehrspieler.
84 Min.: Doch Werder ist am Drücker! Keita ist sofort präsent auf dem Platz und reißt das Spiel an sich.
83 Min.: Fast die Entscheidung für Darmstadt! Doch einen Konter spielen die Linien zuerst nicht gut aus, sodass Honsak aus spitzem Winkel knapp neben den linken Pfosten schießt.
Werder Bremen gegen Darmstadt 98 im DeichStube-Liveticker: Werder wieder am Drücker! Gelingt das Wunder?
79 Min.: Geht hier doch noch was für Werder? Keita mit einem tollen Pass auf den startenden Ducksch, der läuft von der linken Seite in den Strafraum und bedient vor dem Tor Veljkovic. Der serbische Innenverteidiger war noch aufgrund einer vorherigen Ecke mit aufgerückt und im Strafraum geblieben. Werders Nummer 13 muss die Kugel aus kurzer Distanz nur noch über die Linie schieben. Es steht nur noch 4:2 für Darmstadt.
79 Min.: Tooor für Werder! Was ist denn jetzt hier los? Veljkovic mit dem Tor zum 2:4 aus Werder-Sicht!
76 Min.: Darmstadt meldet sich mal wieder in der Offensive an. Nach einem Eckball verlängert Klarer die Kugel auf den zweiten Pfosten, dort kommt Honsak angerauscht. Der Stürmer ist allerdings etwas überrascht, sodass sein Abschluss doch deutlich über das Tor geht.
74 Min.: Gibt es hier womöglich doch noch ein Wunder? Werder ist zu mindestens weiter am Drücker und versucht den Schwung des Treffers auszunutzen.
71 Min.: Ein Lichtblick für Werder! Weiser mit einer punktgenauen Flanke von der rechten Seite auf den zweiten Pfosten. Dort läuft Deman an und köpft die Kugel genau neben den linken Pfosten ins Netz.
71 Min.: Das Tor wird allerdings noch überprüft, da möglicherweise eine Abseitsposition im Vorfeld des Treffers vorgelegen haben soll. Doch der Treffer zählt!
70 Min.: Tor für Werder! Deman mit dem Treffer zum 1:4-Anschluss!
69 Min.: Keita kommt für Schmid auf den Platz.
68 Min.: Woltemade kommt in einem Zweikampf mit Klarer zu spät und begeht somit das Foul. Draußen macht sich unterdessen Naby Keita bereit.
65 Min.: Das Ergebnis spricht Bände. Das ist ein total gruseliger Auftritt von Werder. Es bahnt sich ein echtes Debakel für Grün-Weiß an.
62 Min.: Die Entscheidung auf Strafstoß zu zeigen war übrigens gerechtfertigt. Groß bekommt den Ball nach einem Abschluss von Honsak aus kurzer Distanz an den Arm. Die Distanz ist zwar kurz, aber der Arm von Werders Nummer 36 ist viel zu weit oben, sodass die Entscheidung in Ordnung geht.
62 Min.: Kempe tritt an und trifft mit viel Dusel unten links ins Eck. Pavlenka ist in der Ecke und auch am Ball, aber kann die Kugel nicht mehr entschärfen. Es steht 4:0 für Darmstadt 98! Und es trifft erneut ein Ex-Bremer gegen Werder - bereits der fünfte Spieler in dieser Saison, dem das gelingt.
62 Min.: Und es gibt den Elfmeter für Darmstadt!
61 Min.: Es wird gerade ein möglicher Strafstoß gegen Werder vom VAR überprüft!
58 Min.: Werder drückt und Njinmah bringt ordentlich Belebung. Der junge Stürmer schickt Ducksch in den Strafraum, der versucht Schuhen zu umkurven, aber legt sich die Kugel zu weit vor, sodass er nicht mehr zum Abschluss kommt. Der anschließenden Pass von Weiser in den Strafraum landet bei Woltemade, doch sein Abschluss wird im letzten Moment von einem Darmstädter geblockt. Beste Phase von Werder.
56 Min.: Kaum gesagt, schon gibt es den Abschluss durch Njinmah. Der Stürmer wird tief geschickt, wackelt seinen Gegenspieler aus und kommt mit dem linken Fuß zum Abschluss. Doch Schuhen ist rechtzeitig unten und kann den Schuss parieren. Trotzdem ein Lebenszeichen von Werder.
54 Min.: Aus dem Bremer-Gästeblock hallt es „Werder, Werder, Werder“- Rufe. Doch aktuell wirkt es hier nicht so, als würden die Grün-Weißen nochmal in das Spiel zurückfinden.
50 Min.: Ein Gegentor, dass den heutigen Bremer-Auftritt zusammenfasst. Gerade als Werder besser aus der Pause kommt, spielt Pieper einen abenteuerlichen Pass am eigenen Strafraum auf Stage, der die Kugel durchlässt, sodass Bader den Ball in die Füße bekommt. Dieser spielt sofort den Steckpass auf Mehlem, der alleine auf Pavlenka zuläuft und kaltschnäuzig links unten verwandelt. Werder haut sich die Tore selbst ins Tor.
50 Min.: Auf der Gegenseite gibt es das 3:0 für Darmstadt!
48 Min.: Und fast der Anschlusstreffer! Nach einem Ducksch-Freistoß prallt der Ball an den Oberkörper von Gjasula und von dort an den Pfosten. Ein Zufallsprodukt und dennoch die größte Chance im bisherigen Spiel für Werder.
47 Min.: Ole Werner setzt also ein offensives Zeichen mit seinen beiden Wechseln. Wir sind gespannt, ob sein Team dieses Signal auf den Platz übertragen kann.
Werder gegen Darmstadt 98 im DeichStube-Liveticker: Die zweite Halbzeit läuft und Werder wechselt offensiv!
46 Min.: Die Mannschaften sind zurück auf dem Feld. Bei Werder gibt es zwei Wechsel: Woltemade und Njinmah kommen in die Partie, dafür bleiben Borre und Lynen in der Kabine . Die zweite Halbzeit läuft!
16.19 Uhr: Eine erste Hälfte zum Vergessen für Werder. Wie in Heidenheim bringt ein frühes Gegentor die Bremer in Rückstand und in der Folge auch komplett aus dem Konzept. In der eigenen Offensive finden die Mannen von Trainer Ole Werner keinerlei Lösung, sodass der Rückstand komplett in Ordnung geht und ernsthafte Abschlüsse von Werder in den ersten 45 Minuten Mangelware sind. Dazu sind beide Gegentore nicht gut und mit viel zu viel Abstand im Zweikampf verteidigt. Da muss eine eindeutige Leistungssteigerung im zweiten Spielabschnitt her, um in Darmstadt noch Punkte mitzunehmen.
45+1 Min.: Und dann ist Pause! Werder geht mit einem 0:2-Rückstand in die Halbzeit.
45 Min.: Es gibt eine Minute Nachspielzeit in der ersten Hälfte!
45 Min.: Weiser versucht es mit dem Außenristpass in den Lauf von Deman, doch auch dieser Ball gerät zu lang, sodass die Situation verpufft.
44 Min.: Veljkovic unterbindet mit einem guten Stellungsspiel einen Darmstädter-Konter. Kurz danach verliert Werder dennoch wieder den Ball. Das Bremer-Passspiel lässt hier ordentlich zu Wünschen übrig.
42 Min.: Wir würden gerne kurz vor der Pause etwas Positives über dieses Spiel schreiben, aber Werder findet hier die ersten 40 Minuten wirklich so gut wie nicht statt. Darmstadt 98 arbeitet hart gegen den Ball und hat sich selbst mit zwei guten Angriffen belohnt.
40 Min.: Das Spiel wird ruppiger! Mehlem erwischt Deman im Luftduell deutlich mit dem Ellbogen. Viele Freistöße für Werder in dieser Phase. Mehlem sieht folgerichtig den Gelben Karton.
38 Min.: Doch Ducksch scheitert bei seiner Flanke an der Ein-Mann-Mauer. Leider bezeichnend diese Aktion!
38 Min.: Borre holt einen Freistoß auf Höhe der Torauslinie am linken Strafraumrand heraus. Ducksch steht bereit...
35 Min.: Bei einem folgenden Freistoß steht Weiser am zweiten Pfosten im Abseits. Unglückliche Aktionen von Werders Nummer acht.
34 Min.: Einen Ducksch-Freistoß von der rechten Seitenlinie können die Darmstädter zunächst klären, jedoch vor die Füße von Weiser. Dem Bremer Rechtsaußen misslingt allerdings die Ballannahme, sodass es nicht gefährlich wird.
33 Min.: Skarke mit dem Steckball auf Pfeiffer, doch das Zuspiel gerät etwas zu weit, sodass Pavlenka die Kugel aufnehmen kann. Bei Werder geht seit dem zweiten Gegentor nichts in der Offensive.
31 Min.: Lynen sieht die Gelbe Karte! Der Belgier mit einem gruseligen Fehlpass im Aufbauspiel und dann mit einem taktischen Foul, um Schlimmeres zu verhindern. Symptomatisch diese Szene für den bisherigen Bremer-Auftritt.
28 Min.: Groß lässt sich viel zu einfach im Zweikampf gegen Pfeiffer abkochen. Dessen Hereingabe klärt gerade noch so Lynen mit der Fußspitze. Werder wirkt ordentlich geschockt nach dem zweiten Gegentreffer.
Werder Bremen gegen Darmstadt 98 im DeichStube-Liveticker: Werder desolat! Darmstadt erhöht die Führung
25 Min.: Das ist einfach nicht gut genug verteidigt von Werder, in dieser Situation besonders von Veljkovic. Erst hebt der Serbe das Abseits bei einem langen Ball auf Skarke auf, dann kommt er nicht mehr wirklich in den Zweikampf, sodass Skarke von der Strafraumlinie in das lange Eck schlenzen kann. Pavlenka trifft keine Schuld.
25 Min.: Unfassbar! 2:0 für Darmstadt!
22 Min.: Groß kommt an der rechten Außenbahn deutlich zu spät und holt seinen Gegenspieler von den Beinen. Den anschließenden Freistoß köpft ein Darmstädter deutlich über das Tor. Die neuformierte Innenverteidigung von Werder wirkt dennoch nicht sattelfest.
21 Min.: Stage mit einer wichtigen Rettungsaktion! Eine Flanke von der linken Seite landet fast erneut am zweiten Pfosten beim aufgerückten Bader, doch Stage spritzt im letzten Moment dazwischen und bereinigt die Aktion.
17 Min.: Doppelchance für Werder! Erst scheitert Ducksch mit einem Freistoß zentral an Schuhen, danach trifft Borre das Außennetz. Der Kolumbianer stand bei seiner Aktion zuvor allerdings im Abseits. Dennoch: Werder wird besser!
15 Min.: Gute Idee von Ducksch. Mit einem Kontakt leitet der Stürmer den Ball in die Schnittstelle zu Schmid weiter, doch der Pass gerät ein wenig zu weit, weshalb Schuhen im Kasten der Lilien sich die Kugel schnappen kann.
13 Min.: Werder versucht nun mit vermehrtem Ballbesitz Ruhe in das eigene Spiel zu bekommen, doch dafür sind die Pässe noch zu ungenau. Häufig grätscht ein Darmstädter in die Bremer-Kombinationen dazwischen. Somit entsteht nicht wirklich ein Spielfluss.
Werder Bremen gegen Darmstadt 98 im DeichStube-Liveticker: Werder geschockt nach frühem Rückstand
10 Min.: Das erste Lebenszeichen in der Offensive der Grün-Weißen. Ducksch und Schmid bekommen allerdings die Kugel nicht wirklich am Strafraum unter Kontrolle. Am Ende schließt Borre ab, doch sein Schuss kullert in die Arme von Torwart Schuhen.
8 Min.: Das hat sich Werder ganz anders vorgestellt. Darmstadt bringt von Beginn an die gewohnte Aggresivität auf den Rasen. Damit tut sich die Elf von Ole Werner bis jetzt sehr schwer.
5 Min.: Das geht viel zu einfach aus Werder-Sicht! Wie in Heidenheim der frühe Rückstand für die Bremer. Über links wird Mehlem geschickt und von Veljkovic nur begleitet. Die Flanke des Darmstadt-Spielers landet am zweiten Pfosten beim völlig ungedeckten Matthias Bader, der die Kugel aus acht Metern einschiebt. Olivier Deman hatte den Torschützen in seinem Rücken vergessen.
5 Min.: Die Führung für Darmstadt 98! Bader trifft für die Lilien.
3 Min.: Deman kommt an der Außenlinie deutlich zu spät gegen Bader. Schiedsrichter Martin Pedersen lässt den Gelben Karton aber noch in der Brusttasche.
2 Min.: Die erste Chance der Partie geht an die Hausherren! Fabian Nürnberger nimmt die Kugel an der Strafraumkante direkt aus der Luft. Das Leder landet auf dem Tornetz. Gefährlicher Abschluss.
1. Min.: Pieper wird gleich in ein Laufduell gegen Skarke geschickt, der Bremer behält die Oberhand und klärt den Ball.
Werder Bremen im Liveticker gegen Darmstadt 98: Die Partie läuft
1. Min.: Das Spiel läuft!
15.29 Uhr: Christian Groß und Fabian Holland stehen bei der Seitenwahl.
15.27 Uhr: Die Spieler betreten den Rasen. Es geht hier also jeden Augenblick los!
15.22 Uhr: Bei Darmstadt 98 gibt es übrigens noch einen verletzungsbedingten Wechsel in der Startformation. Emir Karic hat es beim Aufwärmen erwischt, dafür startet Fabian Nürnberger.
15.21 Uhr: Gespielt wird heute übrigens im Merck-Stadion am Böllenfalltor. Die Arena bietet insgesamt Platz für 17 810 Zuschauer. Das Spiel ist ausverkauft. Laut Werder ist mit ungefähr 2 500 Bremern im Stadion zu rechnen. Wie immer also eine tolle Unterstützung auf den Rängen.
15.15 Uhr: Interessant dürfte heute die Verteilung des Ballbesitzes werden. Mit jeweils nur 45 Prozent Ballbesitz in den bisherigen fünf Spielen gehören sowohl Werder als auch Darmstadt nämlich zu den drei schlechtesten Teams der Bundesliga. Mal schauen, wer von beiden Teams heute das Heft des Handelns in die Hand nimmt.
15.10 Uhr: Da die bisherige Bilanz von Werder in Darmstadt nicht so viele positive Anhaltspunkte für heute mitgebracht hat, wollen wir noch einmal kurz auf deutlich fröhlichere Zahlen für alle Werder-Fans blicken. Denn während Darmstadt vor diesem Spieltag gemeinsam mit dem VfL Bochum die schlechteste Defensive der Liga gestellt hat, ist Werder nach den Bayern und Leverkusen die drittbeste Mannschaft im Erspielen von Großchancen. Wenn das Team von Ole Werner auch heute daran anknüpfen kann, dann dürfte Werder zu einigen Möglichkeiten kommen.
15.05 Uhr: Vor dem Spiel äußert sich Ole Werner im DAZN-Interview zum Zustand von Marvin Ducksch: „Es sieht beim Aufwärmen mit seinem Rücken ganz gut aus, deshalb kann er auch von Beginn an spielen.“ Zu der Entscheidung für Christian Groß in der Innenverteidigung erklärt der Cheftrainer, dass Rapp und Jung sich für mehrere Positionen bei einer Einwechslung anbieten und deshalb zu Spielbeginn erstmal auf der Bank sitzen.
14.58 Uhr: Allgemein wird es mal wieder Zeit für einen Werder-Auswärtssieg. Der letzte liegt nämlich schon fast ein halbes Jahr zurück. Beim Gastspiel im April in Berlin durften sich die Werder-Fans zuletzt über drei Punkte in der Fremde freuen. Und bekanntlich machten die Werder-Anhänger jene Partie in Berlin damals zu einem wahren Heimspiel.
14.54 Uhr: Nicht wirklich rosig sieht allerdings der Blick für Werder auf die bisherige Bilanz in direkten Duellen gegen Darmstadt 98 aus. In bislang zehn Duellen zwischen beiden Teams gab es nämlich noch keinen Auswärtssieg. Während im Weserstadion Werder klar die Oberhand hatte, sprangen für Grün-Weiß am Böllenfalltor bislang in fünf Spielen erst zwei magere Punkte heraus. Beim letzten Gastspiel vor fast genau zwei Jahren gab es für Werder in der 2. Bundesliga eine 3:0-Pleite. Den letzten Punktgewinn in Darmstadt erzielten die Bremer auf den Tag genau vor sieben Jahren. Beim 2:2-Unentschieden war damals noch ein gewisser Serge Gnabry unter den Bremer-Torschützen.
14.50 Uhr: Unbedingt verhindern möchten die Bremer heute ein ähnliches Erlebnis, wie vor zwei Wochen. Auch dort reiste Werder an einem Sonntag zu einem Aufsteiger und musste nach schlechter Leistung eine schmerzhafte Niederlage hinnehmen. Eine weitere Parallele ist, dass Darmstadt (ähnlich wie vor zwei Wochen Heidenheim) noch auf den ersten Saisonsieg wartet. Die Lilien sind mit nur einem Punkt aus fünf Saisonspielen gestartet und somit noch nicht so wirklich im Bundesliga-Oberhaus angekommen. Aus Bremer-Sicht ist zu hoffen, dass Werder hier heute nicht erneut den Aufbaugegner spielt.
14.47 Uhr: Der Sieg gegen den 1. FC Köln vergangenes Wochenende wurde im Bremer-Lager ausgiebig gefeiert. Besonders die Leistung in der zweiten Halbzeit machte Mut, dass die Neuverpflichtungen Werder auf ein besseres Niveau verhelfen können. Mit nun sechs Zählern aus fünf Partien ist der Saisonstart solide. Aktuell steht das Team von Ole Werner in der Tabelle auf Rang zwölf, kann bei einem heutigen Sieg allerdings sogar bis auf Tabellenplatz acht vorrücken.
14.43 Uhr: Geleitet wird die heutige Begegnung übrigens vom Unparteiischen Martin Petersen. An den Seitenlinien assistieren ihm dabei Alexander Sather und Robert Wessel. Als VAR im Kölner Keller ist Johann Pfeiffer im Einsatz.
14.39 Uhr: In der bisherigen Spielzeit dürfte eine der größten Fragen für Werder-Fans wohl die nach Ex-Bremern im Kader des Gegners sein. Und auch bei Darmstadt 98 gibt es einen Spieler mit einer Vergangenheit am Osterdeich. Mittelfeldroutinier Tobias Kempe, der zwischen 2006 und 2010 den Weg von Werders-Nachwuchsabteilung bis hin zur zweiten Mannschaft machte, steht heute in der Startelf der Gastgeber.
14.37 Uhr: Wie gewohnt folgt nun auch die erste Elf des heutigen Gegners: Darmstadt 98. Trainer Torsten Lieberknecht vertraut zu Beginn folgender Besetzung: Schuhen – Klarer, Karic, Maglica, Bader, Holland – Gjasula, Kempe, Mehlem, Skarke – Pfeiffer
14.33 Uhr: Den Ausfall von Niklas Stark kompensiert Ole Werner somit durch Christian Groß. Der Routinier rutscht somit in die Mitte der Dreierkette und Veljkovic rückt auf die linke Seite. Groß läuft dazu heute als Kapitän auf. Marvin Ducksch hat es trotz Problemen im Abschlusstraining rechtzeitig geschafft fit zu werden und beginnt erneut im Sturm neben Rafael Borré. Und auch der unter der Woche erkrankte Naby Keita hat es zu mindestens auf die Bank geschafft.
Werder Bremen gegen Darmstadt 98 im DeichStube-Liveticker: Marvin Ducksch steht in der Startelf!
14.28 Uhr: Da ist die Werder-Aufstellung! Ole Werner schickt folgende Spieler ins Rennen: Pavlenka – Pieper, Groß, Veljkovic – Weiser, Lynen, Deman – Stage, Schmid – Borré, Ducksch. Auf der Bank sitzen damit zunächst Zetterer (ET), Jung, Kownacki, Bittencourt, Njinmah, Keita, Rapp, Woltemade und Agu. Kapitän Marco Friedl hat es damit nach seiner Bauchmuskelverletzung noch nicht wieder in den Kader geschafft. Damit ist Felix Agu zum ersten Mal seit elf Monaten im Kader der Grün-Weißen.
14.15 Uhr: Moin aus der Deichstube! In etwas mehr als einer Stunde gastiert der SV Werder Bremen am sechsten Spieltag bei Darmstadt 98. Während die Lilien noch auf den ersten Saisonsieg warten, wollen die Bremer heute den positiven Schwung aus dem Köln-Spiel mitnehmen. Trainer Ole Werner muss dabei allerdings seine Startelf umbauen, da Abwehrchef Niklas Stark verletzt in Bremen geblieben ist. Wie es um die angeschlagenen Marvin Ducksch, Marco Friedl und Naby Keita steht, erfahren wir in Kürze bei der Aufstellung.
Der SV Werder Bremen im Liveticker gegen den SV Darmstadt 98: Anpfiff am Böllenfalltor ist um 15.30 Uhr, der Live-Ticker startet gegen 14.30 Uhr mit den Startelf-Aufstellungen beider Mannschaften. Alle Tore, News und Infos vom Bundesliga-Spiel gibt es dann hier live im Liveticker der DeichStube.
Werder Bremen gegen SV Darmstadt 98 - der Vorbericht:
Bewährungsprobe am „Bölle“: Werder Bremen will in Darmstadt nachlegen – und damit eine große Chance nutzen
Der SV Werder Bremen spielt am Sonntag (15.30 Uhr, DeichStube-Liveticker) auswärts gegen den SV Darmstadt 98 und will eine große Chance nutzen. Der Vorbericht der DeichStube.
Spiele am Böllenfalltor sind unangenehm. Das weiß der SV Werder Bremen aus eigener, leidvoller Erfahrung. Schließlich gab es in den bisher sechs Auswärtspartien beim SV Darmstadt 98 (4x Bundesliga, 1x zweite Liga, 1x DFB-Pokal), drei Niederlagen, zwei Unentschieden und folglich: nur einen einzigen Sieg. Wenn die Bremer nun am Sonntag ab 15.30 Uhr (im DeichStube-Live-Ticker) zum siebten Mal bei den „Lilien“ gastieren, soll die Bilanz aufgebessert werden, klar. Was allerdings selbst im Erfolgsfall einmal mehr unangenehm werden dürfte, wenn auch auf andere Art und Weise. Vielleicht trifft es das Wort „schmerzhaft“ an dieser Stelle besser.
Werder Bremen gegen SV Darmstadt 98 im Liveticker: Trainer Ole Werner will mehr Verlässlichkeit in der eigenen Leistung
Denn: An den ersten fünf Spieltagen hat der noch sieglose Aufsteiger SV Darmstadt 98 bereits 15 Gelbe Karten kassiert, dazu einmal glatt Rot gesehen. Rustikaler ging bis dato kein anderer Club zu Werke. Werder Bremen wird also auf Widerstand treffen, auf einen Gegner, der nach vier Pleiten und einem Remis, welches sich am Ende auch wie eine Niederlage anfühlte, weil aus einer 3:0-Führung gegen Gladbach noch ein 3:3 wurde, endlich in der Bundesliga ankommen will.
„Für uns wird es vor allem darum gehen, dass wir von der Intensität und auch von der Frische im Kopf her ein gutes Niveau erreichen“, betont Werder Bremens Cheftrainer Ole Werner, der seine eigene Mannschaft ebenfalls noch im Findungsprozess verortet. Zur Erinnerung: In den vergangenen Wochen waren die Bremer Auftritte gerne von einem Ende der Leistungsskala zum anderen gesprungen. War der jüngste Auftritt gegen den 1. FC Köln (2:1) ansprechend, war der davor in Heidenheim (2:4) phasenweise katastrophal. Der davor wieder, beim 4:0 über den FSV Mainz 05, kam beinahe rauschhaft daher. Die große Bremer Aufgabe (und sicher auch ihr Ziel für das Spiel am Böllenfalltor) ist es nun, eine Art Verlässlichkeit in die eigene Leistung zu bekommen und ungeachtet des Ergebnisses fußballerisch nie unter ein bestimmtes Niveau zu sinken. Um somit negative Ausschläge so gering wie möglich zu halten.
Werder Bremen gegen SV Darmstadt 98 - Bundesliga-Spiel im Live-Ticker: Ole Werner mit großem Respekt vor „Lilien“
„Du musst in der Bundesliga immer an der absoluten Leistungsgrenze spielen“, betont Ole Werner – und ergänzt: „Das trifft auf alle Mannschaften zu und nochmal mehr für eine Mannschaft, die nach wie vor noch in einer Entwicklung ist.“ Den expliziten Zusatz „so wie wir“ sparte sich der 35-Jährige an dieser Stelle zwar, dass er Werder Bremen genau dieser Gruppe zuordnet, wurde aber auch so mehr als deutlich.
„Wir sind nach wie vor noch dabei, uns in gewissen Dingen zu finden. Als die Gruppe, die wir jetzt sind, haben wir eben noch nicht alle Momente, die in einem Spiel auftauchen können, gemeinsam erlebt“, sagte Werner. Und so betrachtet wird auch das Böllenfalltor für die Bremer im Herbst 2023 Neuland, denn auf ein derart körperbetont-intensiv spielendes Team sind sie in der aktuellen Zusammensetzung noch nicht getroffen. Was nicht bedeuten soll, dass der SV Darmstadt 98 keinen Fußball spielen kann. Im Gegenteil: Ole Werner hat großen Respekt vor den „Lilien“: „Sie werden versuchen, ihre Stärken, also das Tempo im vorderen Bereich, den variablen Spielaufbau und die Standards, gegen uns ins Spiel zu bringen. Ich rechne jedenfalls nicht damit, dass sich Darmstadt nur hinten einigelt und versteckt, sondern dass sie uns unter Druck setzen wollen. Darauf müssen wir Antworten finden.“
Schon gelesen? So sehen Fans das Bundesliga-Spiel Werder Bremen gegen SV Darmstadt 98 live im TV und im Livestream!
SV Werder Bremen gegen SV Darmstadt 98 im Liveticker: Ole Werner sieht „ordentlich Feuer“ im Training
Gelingt das, würden die Grün-Weißen eine große Chance nutzen. Schließlich ist das Darmstadt-Spiel so etwas wie ein Stimmungsthermostat für den Bremer Herbst, der in diesen Tagen bereits vorsichtig über den Osterdeich lugt. Bei einem Auswärtssieg hätte Werder Bremen nach sechs Spieltagen neun Punkte auf dem Konto, was allgemein als ordentlicher bis guter Saisonstart eingeschätzt werden dürfte. Mit Selbstvertrauen ließe es sich danach in sie anstehenden Duelle mit den Topclubs Hoffenheim (7. Oktober) und Dortmund (20. Oktober) gehen. Nach einer Pleite in Darmstadt würden diese Spiele das Umfeld angesichts der Qualität der Gegner hingegen wohl wieder arg in Unruhe versetzen.
Ein Szenario, das Werder Bremen am Sonntag verhindern will. Da trifft es sich gut, dass Cheftrainer Ole Werner unter der Woche Folgendes bei seinem Team beobachtet hat: „Die Mannschaft macht einen guten Eindruck, im Training war ordentlich Feuer drin. Das ist genau das, was wir haben wollen. Jeder versucht, um seinen Platz zu kämpfen, hier und da sogar mal ein bisschen drüber.“ Kann am Böllenfalltor sicher nicht schaden. (dco)