Werder-Profis in der Einzelkritik
Werder Bremen in der Einzelkritik: Sechsmal Note 5, zweimal glatte 6
Der SV Werder Bremen hat sein Auswärtsspiel bei Aufsteiger Darmstadt 98 deutlich mit 2:4 (0:2) verloren und dabei eine über weite Strecken erschreckend schwache Leistung gezeigt. Die Werder-Profis in Noten mit Einzelkritik.
Jiri Pavlenka: Der Torhüter konnte einem regelrecht leidtun: Musste aus seinem Strafraum machtlos mit ansehen, wie sich seine Vorderleute vorführen ließen. An den Gegentoren traf ihn keine Schuld, Kempes Elfmetertreffer war aber ärgerlich für ihn, weil er die Ecke geahnt hatte. Note 3
Amos Pieper: Hatte auf der rechten Abwehrseite enorme Probleme und ließ sich ein ums andere Mal viel zu einfach überspielen. Im Spielaufbau zudem fehlerhaft und unsicher. Brachte dann auch das 0:3 per schlampigem Pass auf den Weg. Note 6
Christan Groß (bis 86.): Der Routinier kehrte in die Startelf zurück – allerdings nicht in gewohnter Rolle. Ersetzte den verletzten Stark als zentralen Innenverteidiger und erwischte dabei einen ganz schlechten Tag. Unnötige Fouls und vermeidbare Ballverluste prägten seinen Auftritt. Verschuldete zudem den Handelfmeter, der zum 0:4 führte. Note 6
Werder Bremen in Noten gegen Darmstadt 98: Zweimal glatte Note 6 für überforderte Bremer
Milos Veljkovic: Rückte beim SV Werder auf die linke Seite der Dreierkette, wo Kapitän Friedl weiter verletzt fehlte. Sah bei den ersten beiden Gegentoren schlecht aus. Vor dem 0:1 agierte er zu zaghaft gegen Flankengeber Mehlem, vor dem 0:2 hob er das Abseits auf. In der Schlussphase dann Torschütze des 2:4. Note 5
Mitchell Weiser: Seine Offensivstärke ist enorm wichtig für Werder, in Darmstadt war davon aber so gut wie gar nichts zu sehen. Sein Missverständnis mit Borré leitete das 0:1 ein. Hatte Probleme mit der körperbetonten Gangart des Gegners. Bereitete später per Flanke Demans 1:4 vor. Note 4,5
Senne Lynen (bis 45.): Der Neuzugang aus Belgien begann zum zweiten Mal in Folge als Sechser und fand dabei überhaupt nicht ins Spiel. Im Zentrum ging es oft viel zu schnell für ihn, zudem leistete er sich Fehlpässe, die Angriffe im Keim erstickten. Gelbvorbelastet in der Pause ausgewechselt. Note 5,5
Olivier Deman: Vor dem 0:1 zu weit weg von Torschütze Bader und auch sonst lange mit unglücklichem Auftritt. War auf der linken Seite zwar sporadisch darum bemüht, Akzente nach vorne zu setzen, das Zusammenspiel mit den Kollegen klappte dafür aber viel zu selten. Immerhin: Besorgte per Kopfball den Treffer zum 1:4. Note 4,5
Werder Bremen in Noten gegen Darmstadt 98: Die Einzelkritik für schwache Bremer
Romano Schmid (bis 69.): Zu Beginn war ihm das Selbstvertrauen der vergangenen Wochen durchaus anzumerken. Probierte viel und beschäftigte den Gegner – Ertrag brachte das allerdings nicht ein, weil ihm Durchschlagskraft und Präzision fehlten. Tauchte mehr und mehr ab. Note 5
Jens Stage (bis 86.): Wichtig war seine Rettungstat am zweiten Pfosten gegen Bader, ansonsten hätte es schon früher 0:2 gestanden. Strahlte insgesamt aber wenig Präsenz aus und schaffte es im Zentrum nicht, sich gegen robuste Darmstädter zu behaupten. Vor dem 0:3 nicht konsequent genug. Note 5,5
Marvin Ducksch: Hatte das Abschlusstraining am Samstag abbrechen müssen, stand aber trotzdem von Beginn an auf dem Platz, wo ihm fast nichts gelang. Forderte zwar anfangs viele Bälle, setzte seine guten Ideen aber viel zu ungenau um. Note 5,5
Rafael Borré (bis 45.): Der Kolumbianer war zwar vorne viel unterwegs, aber es hapert noch deutlich an der Abstimmung mit den Kollegen. Blieb ohne nennenswerten Abschluss und deshalb nach Hälfte eins auch in der Kabine. Note 5
Werder Bremen in Noten gegen SV Darmstadt 98: Joker Justin Njinmah und Nick Woltemade sorgen für Belebung
Nick Woltemade (ab 46.): Sollte der lahmen Offensive Schwung verleihen und kämpfte dabei um jeden Ball. War an der Entstehung des 1:4 beteiligt. Note 3,5
Justin Njinmah (ab 46.): Werders Top-Joker stach dieses Mal nicht, verzeichnete aber immerhin die ein oder andere Situation, die für etwas Entlastung sorgte. Spielte den vorletzten Pass auf Weiser vor dem Treffer zum 1:4. Note 3,5
Naby Keita (ab 69.): Zweiter Bundesliga-Einsatz im Werder-Trikot. Ließ seine Klasse erneut hier und da aufblitzen, leite so auch das 2:4 ein. Zu mehr reichte es aber auch nicht. Note –
Nicolai Rapp (ab 86.): Saisondebüt für den Defensiv-Allrounder. Note –
Dawid Kownacki (ab 86.): Vergab Sekunden nach seiner Einwechslung die große Kopfballchance zum möglichen 3:4. Note –
Weiter mit der bisherigen Meldung:
Die Werder Bremen-Aufstellung gegen Darmstadt 98: Marvin Ducksch in der Startelf, Marco Friedl fehlt
Update (1. Oktober, 14.30 Uhr): Jetzt ist die Werder-Aufstellung da - und Marvin Ducksch spielt von Beginn an! Die ganze Startelf und alles Weitere zum Spiel lest Ihr im Live-Ticker zur Partie zwischen dem SV Werder Bremen und dem SV Darmstadt 98.
Der SV Werder Bremen ist am 6. Bundesliga-Spieltag am Sonntag (15.30 Uhr im DeichStube-Liveticker) beim SV Darmstadt 98 zu Gast. So könnte die Startelf-Aufstellung von Trainer Ole Werner aussehen.
Bremen - Vor dem Werder-Auswärtsspiel beim SV Darmstadt 98 (Sonntag, 15.30 Uhr im DeichStube-Liveticker) wird die Abwehr zur großen Baustelle für Werder Bremens Cheftrainer Ole Werner: Gleich zwei der drei normalerweise gesetzten Innenverteidiger fallen aus. Während Niklas Stark mit Adduktorenproblemen kämpft, musste Kapitän Marco Friedl das Abschlusstraining am Samstag vorzeitig beenden, offenbar, weil seine Bauchmuskelverletzung doch noch nicht vollständig ausgeheilt ist. Werner muss also Alternativen für seine Startelf-Aufstellung finden - und das nicht nur in der Dreierkette.
Werder Bremen-Startelf-Aufstellung gegen Darmstadt 98: Marvin Ducksch fällt wohl aus, wer stürmt neben Rafael Borré?
Das Aufwärmen vor dem Training war kaum beendet, da war die Einheit für Stürmer Marvin Ducksch am Samstagvormittag auch schon wieder vorbei. Immer wieder griff sich der 29-Jährige mit schmerzverzerrtem Gesicht an den Rücken, als er sich auf den Weg zurück in Richtung Kabine machte. Später reiste Ducksch zwar mit der Mannschaft gen Darmstadt ab, sein Einsatz im Spiel des SV Werder Bremen gegen den Aufsteiger steht aber mehr als auf der Kippe. Vieles spricht dafür, dass neben dem zuletzt überzeugenden Rafael Borré ein anderer Stürmer in der Startelf gegen Darmstadt 98 stehen wird. Dawid Kownacki könnte eine neue Chance bekommen, auch Nick Woltemade ist ein Kandidat.
Während Werner bei der Aufstellung im Mittelfeld auf Bewährtes - sprich auf die beiden Achter Jens Stage und Romano Schmid sowie auf Sechser Senne Lynen - setzen kann, muss er sich für seine Defensive etwas einfallen lassen. Für den verletzten Stark dürfte Milos Veljkovic ins Zentrum der Dreierkette rücken, Anthony Jung wird wohl den Friedl-Part auf der linken Seite übernehmen. Bereits bei Werder Bremens 2:1-Erfolg gegen Köln hatte Friedl verletzungsbedingt gefehlt, was seine Kollegen gut kompensierten. Rechts in der Dreierkette vor Torhüter Jiri Pavlenka ist derweil Amos Pieper gesetzt, die beiden Halbpositionen werden gegen Darmstadt 98 an Olivier Deman (links) und Mitchell Weiser (rechts) gehen. (dco)
