Nach 2:4-Pleite in Darmstadt

Ratloser Clemens Fritz fordert schnelle Reaktion der Werder-Profis

Clemens Fritz, Leiter Profifußball beim SV Werder Bremen, ist nach der 2:4-Niederlage gegen Darmstadt enttäuscht und ein Stück weit ratlos.
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Clemens Fritz, Leiter Profifußball beim SV Werder Bremen, ist nach der 2:4-Niederlage gegen Darmstadt enttäuscht und ein Stück weit ratlos.

Darmstadt – Am Ende war es durchaus noch etwas spannend geworden, doch das konnte den Gemütszustand von Clemens Fritz auch nicht mehr ändern. Der Leiter Profifußball des SV Werder Bremen war „tief enttäuscht“ nach der 2:4-Pleite bei Aufsteiger SV Darmstadt 98, betete eine lange Liste der Bremer Verfehlungen herunter und endete mit einer deutlichen Forderung.

„Die Leistung war 65, 70 Minuten lang nicht der Anspruch, den wir haben. Ich kann alles aufzählen: fehlende Intensität, fehlende Handlungsschnelligkeit, fehlende Zweikampfschärfe. Wir haben dem Gegner zu viel Raum gelassen, ihn die Bälle annehmen lassen. Wir haben zu viele einfache Fehler gemacht. Du musst hier die Basics auf den Platz bringen. So kannst du kein Spiel gewinnen.“, schimpfte Clemens Fritz, lehnte allerdings eine sich gerade für die Abwehr des SV Werder Bremen anbietende Einzelkritik ab: „Wir sollten da keine Jungs rauspicken. Es war von allen eine sehr, sehr schwache Leistung.“

Werder Bremens Leiter Profifußball Clemens Fritz fordert Reaktion von der Mannschaft

Aber wie konnte das passieren? „Ich habe keine richtige Antwort darauf“, gestand Fritz und fügte noch seufzend an: „Nach dem 0:2 hatte ich das Gefühl, die lassen uns laufen hier.“ Werder Bremen wurde vorgeführt, es war kaum noch Gegenwehr zu spüren. Die Mannschaft fiel auseinander. Da konnte auch Trainer Ole Werner in der Pause nicht wirklich gegensteuern. Die eingewechselten Nick Woltemade und Justin Njinmah brachten zwar Schwung ins Angriffsspiel, aber hinten wurde weiter munter gepatzt, sodass beim Stand von 0:4 ein Debakel drohte. Erst nach der Einwechslung von Naby Keita wurde es besser, weil die Darmstädter allerdings auch ihrem hohen Tempo Tribut zollen mussten.

Am Ende blieb der Eindruck: Irgendetwas läuft da beim SV Werder Bremen gehörig schief. Den Heimsiegen gegen Mainz (4:0) und Köln (2:1) folgten zwei 2:4-Pleiten bei den Aufsteigern Heidenheim und nun Darmstadt. „Wir haben gegen Mainz ein gutes Spiel gemacht. Dann fährst du nach Heidenheim und verlierst. Gegen Köln spielst du wieder ordentlich und fährst nach Darmstadt und bekommst wieder vier Tore. Das werden wir ganz klar aufarbeiten“, kündigte Fritz an. Auf die Frage, ob Werder sich nun im Abstiegskampf befinde, antwortete Fritz nur ganz trocken: „Wir haben nie etwas anderes gesagt. Aber wir haben auch einen Kader, der sich entwickeln kann.“ Davon ist auswärts allerdings bislang fast nichts zu sehen. „Es fällt mir echt schwer, eine Erklärung dafür zu finden“, meinte Fritz und formulierte dann eine deutliche Forderung an die Profis: „Es ist wichtig, schon unter der Woche im Training eine Reaktion zu sehen.“ (kni/dco)

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