SVW-Trainer erklärt Metaphern

Vom leeren Rucksack zum Boxkampf: So erklärt Werder-Coach Thioune seine Bildsprache

Daniel Thioune wählt gerne eine bildhafte Sprache, um die Situation bei Werder Bremen zu beschreiben. Jetzt verrät der Trainer, was dahintersteckt.

Bremen – Erst war es der leere Rucksack, dann folgten verschiedene Gedankenräume, ein zartes Pflänzchen – und zuletzt ein Boxkampf. Was all diese Begriffe gemeinsam haben? In den vergangenen zwei Monaten nutzte Daniel Thioune sie immer wieder, um die Situation des SV Werder Bremen bildlich zu beschreiben. Der Cheftrainer greift bei öffentlichen Auftritten gerne auf Metaphern zurück, wenn es um die Einordnung der Situation seiner Mannschaft geht. „Da geht es vor allem um Vereinfachung“, erklärt der 51-Jährige nun in einem „Sky“-Interview. „Wir sind nicht immer alle in der Lage, das zu greifen, was wir am Ende auch auf dem Platz einfordern. So ist es einfacher nachzuvollziehen, als wenn ich zu komplex über Positionen und deren Aufgaben spreche.“

Spricht auf Pressekonferenzen des SV Werder Bremen gerne in Bildern: Trainer Daniel Thioune.

Daniel Thioune erklärt seine Bildsprache als Trainer des SV Werder Bremen

Thioune malt seine Botschaften also bewusst in Bildern – und das schon seit Beginn seiner Bremer Amtszeit. Anfangs war häufig vom „leeren Rucksack“ die Rede, den er mit sich trage und in den seine verunsicherten Spieler ihre Probleme hineinlegen könnten. Später sprach er von einem „zarten Pflänzchen“, das nach zwei Siegen in Serie gesät worden sei und das bis zum Saisonende – mit dem Ziel Klassenerhalt – zu einem stabilen Baum heranwachsen solle. Zuletzt bemühte Daniel Thioune immer wieder das Bild des Boxkampfs. Die Botschaft dahinter: Nicht den gesamten Saisonendspurt als große, kaum zu bewältigende Aufgabe betrachten, sondern Schritt für Schritt vorgehen, also von Runde zu Runde. „Ich halte es für sinnvoll, sich nicht immer nur große Ziele zu setzen, sondern auch in kleineren Etappen zu denken. So verstehen die Spieler, dass man einzelne Runden verlieren kann und am Ende trotzdem als Sieger hervorgeht“, sagt der Coach des SV Werder Bremen.

Gezielt vorbereitet oder gar geplant seien die Bilder allerdings nicht, versichert Thioune. Vielmehr würden sie spontan aus der Situation heraus entstehen. „Es geht eher darum, dass ich grundsätzlich ein klares Bild vor Augen habe. Ich bin dabei sehr authentisch und plane das nicht bewusst“, erklärt der Trainer des SV Werder Bremen. „Das ist einfach ein Stück weit Daniel Thioune.“ (bvo)

Rubriklistenbild: © gumzmedia

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