Werder-Transfer-News

Neuer Werder-Stürmer Cedric Itten verrät Transfer-Details – und hat jetzt „Stress“ mit einem HSV-Profi

Werder Bremens Sommer-Neuzugang Cedric Itten spricht erstmals öffentlich über seinen Wechsel und verrät dabei interessante Transfer-Details.

So richtig glauben kann Cedric Itten selbst noch nicht, was gerade in seinem Leben passiert. Der Schweizer ist einerseits mit der Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko dabei, andererseits stürmt er demnächst für den SV Werder Bremen. „Es sind richtige Highlights meiner Karriere. Bei einem so großen Verein zu unterschreiben und zwei Tage zuvor sein WM-Debüt zu geben...“, sagte der 29-Jährige jetzt während einer Medienrunde im Mannschaftsquartier. „Ich habe lange für diese Ziele gearbeitet, und dann ist es sehr speziell, diese innerhalb so kurzer Zeit zu erreichen.“ Der Angreifer verriet auch, wie der Transfer über die Bühne ging – und warum er auf der anderen Seite des Atlantiks bereits zu spüren bekam, was es bedeutet, demnächst erstmals ein Nordderby zu erleben.

Werder Bremens Neuzugang Cedric Itten spricht erstmals öffentlich über seinen Wechsel an die Weser.

Wegen Wechsel zu Werder Bremen: Neuzugang Cedric Itten hat „Stress“ mit HSV-Profi Miro Muheim

Werders Duelle mit dem Hamburger SV hatten nach längerer Abstinenz bereits während der abgelaufenen Bundesliga-Saison für traditionell erhöhte Pulswerte bei allen Beteiligten gesorgt – und da beide Vereine die Klasse hielten, gibt es in den kommenden zwölf Monaten zwei garantierte Neuauflagen. Cedric Ittens Wechsel zu Werder Bremen war allein deshalb bei der „Nati“ bereits Thema, ehe überhaupt alles unter Dach und Fach war. Teamkollege und HSV-Profi Miro Muheim verpasste ihm direkt eine neckische Bemerkung. „Er hat mir gesagt, dass wir kein Wort mehr miteinander sprechen werden, sobald ich unterschrieben habe“, erzählte Itten lachend. „Das war natürlich ein Spaß, wir verstehen uns super. Es ist cool, demnächst in seiner Nähe zu sein. Wir werden sicher das eine oder andere Mal gemeinsam Essen gehen.“

Eine Selbstverständlichkeit ist es allerdings nicht, dass Cedric Itten wirklich an der Weser landete. Nach dem Abstieg von Fortuna Düsseldorf in die Drittklassigkeit verlor der ursprünglich bis 2029 laufende Vertrag des Profis im Rheinland seine Gültigkeit – und rief folglich die Konkurrenz auf den Plan. Das Buhlen um den nun ablösefreien Offensivakteur begann. „Es waren wirklich sehr, sehr viele Möglichkeiten da, was ein schönes Zeichen ist“, sagte Cedric Itten, der sich bei seiner Entscheidungsfindung intensiv mit der Familie und seinen Beratern besprach. Auch von Nationalcoach Murat Yakin holte er sich eine Empfehlung ein. Und natürlich war auch Werder Bremen nicht untätig.

„Sie haben sich schon früh um mich bemüht. Ich freue mich, denn es ist ein Traditionsverein, der immer noch sehr familiär ist.“ Und der in Daniel Thioune aktuell einen Coach hat, der Cedric Itten bereits aus gemeinsamen Tagen bei der Fortuna kennt. „Der Trainer hat sich bereits im Pre-Camp in St. Gallen um mich bemüht. Danach blieb der Kontakt über die Berater bestehen“, schilderte Itten. Werders Verantwortliche hatten sich zudem in die Schweiz aufgemacht, um während Ittens letztem freien Tag vor dem Abflug in die USA noch einmal das Interesse zu bekräftigen. Itten: „Danach war für mich schnell klar, dass ich das machen möchte.“ Gesagt, getan: Nach Informationen der DeichStube läuft der Kontrakt des Stürmers bis 2029.

Werder Bremens Neuzugang Cedric Itten verrät Transfer-Details: „Mit der Zeitverschiebung war es speziell“

Bis dieser aber tatsächlich signiert wurde, dauerte es noch etwas. Der zugehörige Medizincheck erfolgte im WM-Quartier in San Diego, wo Werders Physiotherapeut Florian Lauerer aktuell Teil des Schweizer Staffs ist und somit das Bindeglied zwischen den Ärzten vor Ort und den SVW-Bossen am Osterdeich bildete. Doch das blieb nicht die einzige Besonderheit. „Mit der Zeitverschiebung war es etwas speziell“, gestand Cedric Itten. „Es wurden teilweise Dinge entschieden oder entwickelten sich, da wurde ich jeweils erst am nächsten Morgen informiert.“ Am vergangenen Sonntag wurde dann endgültig Vollzug gemeldet – die Unterschriften waren da bereits gesetzt worden. Weil Werder Bremen aber die Abläufe des zweiten WM-Auftritts der Eidgenossen gegen Bosnien am vergangenen Donnerstag (4:1) nicht beeinflussen wollte, wählten alle Beteiligten den Bekanntgabe-Termin am Wochenende. Sogar Fotos von Cedric Itten mit einem Werder-Trikot machten schnell die Runde. Wie die Zeitung „Blick“ berichtet, steckte ein glücklicher Zufall dahinter. Und dieser hatte mit Cameron Puertas zu tun.

Der Mittelfeldakteur, der aus Lausanne stammt und zuletzt an den SV Werder Bremen verliehen war, hat einige Freunde bei der Nationalelf und sein bisheriges Trikot mit auf die Reise gegeben. So landete die Leihgabe auf ganz kurzem Wege bei Cedric Itten, und der schlüpfte hinein. Ansonsten gilt der ganze Fokus in diesen Tagen aber noch dem schweizerischen Dress, am Mittwoch (21 Uhr MESZ) steht das letzte Gruppenspiel gegen Kanada für Itten und Co. an. Je nach Ergebnis winkt anschließend in der K.o.-Runde ein fußballerisches Schwergewicht als Kontrahent. Doch Itten hat keine Lust auf Was-wäre-wenn-Rechnereien. „Wir denken nicht ans Resultat, für uns geht es ums Gewinnen und darum, so den ersten Rang zu holen. Wir sehen dann, wer unser nächster Gegner sein wird.“ (mbü)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Sportfoto Zink / Wolfgang Zink

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