Schiri-Frust beim SV Werder
Clemens Fritz verärgert nach seiner Gelb-Premiere bei Werder Bremen: „Nicht auf FIFA-Niveau“
Nach der 1:2-Pleite gegen Union Berlin und seiner Gelb-Premiere kritisierte Clemens Fritz Schiedsrichter Daniel Schlager deutlich. Werder Bremens Leiter Profifußball monierte aber auch den schwachen Auftritt des SVW.
Bremen – Das hatte schon etwas von einem guten alten Western: Schiedsrichter Daniel Schlager zückte sofort die Gelbe Karte, nachdem ihn Clemens Fritz kurz nach dem Abpfiff angesprochen hatte. Aus Sicht des Unparteiischen waren die Worte offenbar zu heftig, der Leiter Profifußball des SV Werder Bremen kann die Verwarnung dagegen nicht nachvollziehen. Nach der 1:2-Niederlage seines Clubs bei Union Berlin schilderte Fritz seine Sicht der Dinge und äußerte sich dabei auch zum ersten Tor der Gastgeber, bei der eine klare Abseitsposition vorgelegen hatte.
„Ich meine, dass es für mich die erste Gelbe Karte in der Funktion war“, vermutete der Ex-Profi im Gespräch mit der DeichStube und erklärte dann: „Ich habe dem Schiedsrichter gesagt, dass ich die Art und Weise, wie er das Spiel geleitet hat, nicht auf FIFA-Niveau fand. Dafür hat er mir Gelb gezeigt. Für mich war es nicht sein souveränster Tag. Allerdings ist mir auch ganz wichtig zu betonen: Wir haben auch kein gutes Spiel gemacht.“
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Werder Bremen nach 1:2-Pleite bei Union Berlin sauer auf Schiedsrichter Daniel Schlager: „Nicht auf FIFA-Niveau“
Schiri Daniel Schlager hatte ab der 26. Minute sehr oft in seine Brusttasche gegriffen, gleich drei Berliner (Vogt, Gosens und Tousart) und drei Bremer (Lynen, Weiser, Ducksch) sahen bis zur Pause Gelb. Damit bewegte sich der Unparteiische auf Rekordkurs, obwohl die Partie gar nicht so unfair war. Und fast nach jedem Foul wurde nun Gelb gefordert. Die Stimmung in der Alten Försterei war hitzig. Schlager hatte alles andere als deeskalierend gewirkt. Nach der Pause folgten noch zwei weitere Verwarnungen für Werder Bremens Profis Stage und Keita. Und am Ende gab es noch Ärger über einen Hochball in der Nachspielzeit, den Schlager den Gastgebern zusprach, obwohl vor der Spielunterbrechung klar die Bremer in Ballbesitz gewesen waren.
Nach der Partie wurde dann auch viel über das 1:0 von Union Berlin durch Yorbe Vertessen diskutiert. Bei dessen Schuss hatte Teamkollege Mikkel Kaufmann im passiven Abseits direkt vor Werder-Keeper Michael Zetterer gestanden. Schiedsrichter Daniel Schlager und der Video-Assistent sahen darin kein Vergehen, weil Werder Bremens Torhüter nicht nur freie Sicht, sondern auch keine Chance auf eine Torverhinderung gehabt haben soll. Dem widersprach Fritz nun deutlich: „Für mich war es klar Abseits - und der Schiedsrichter hätte sich die Szene per Video noch mal anschauen können. Ich finde die Argumentation im Nachhinein nicht ganz stimmig. Denn der Schiedsrichter hat bei seiner Entscheidung nicht zu bewerten, ob der Torwart den Ball halten kann oder nicht.“ (kni)