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Gelsenkirchen. Als die Sprache auf Thomas Delaney kam, da musste Florian Kohfeldt grinsen: „Unser zweiter Franz, er sieht ihm ja auch etwas ähnlicher.“ Gemeint war natürlich Franz Beckenbauer, der legendäre Libero.
Schon im Dezember hatte Kohfeldt diese fast schon in Vergessenheit geratene Position für Werder wiederentdeckt – damals in Person von Philipp Bargfrede. Der wurde nach dem 2:1-Sieg beim BVB von den Mitspielern als „Franz“ gefeiert. Bargfrede hatte nicht wie sonst als Sechser agiert, sondern war zwischen die Innenverteidiger zurückgerückt. Genauso machte es nun auch Delaney. Aus mehreren Gründen, wie Kohfeldt erklärte. Delaney sollte absichern, damit die Innenverteidiger Niklas Moisander und Milos Veljkovic besser gegen die schnellen Schalker Amine Harit und Yevhen Konoplyanka herausstechen konnten. Gleichzeitig sollte sich der Däne um Mittelstürmer Franco Di Santo kümmern. „Und seine Kopfballstärke war mir auch sehr wichtig“, betonte Kohfeldt und fügte auch noch an: „Thomas war aber ein anderer Franz als Philipp, ein pendelnder.“
Während Bargfrede seien Position konsequent hielt, rückte Delaney bei Bremer Ballbesitz nach vorne, sollte als Sechser die Bälle verteilen. Keine leichte Aufgabe für den 26-Jährigen, die er aber gut meisterte. Nur einmal ließ in Di Santo alt aussehen, was Dank der Abschlussschwäche des Ex-Bremers aber folgenlos blieb. Werder gewann wie in Dortmund 2:1.
Ob Delaney die Rolle nun häufiger einnehmen wird, ist offen. Möglicherweise hat Bargfrede seine Fußprobleme bis zum Pokalspiel am Dienstag schon auskuriert. Dann ist er als Sechser und mögliches Franz-Double natürlich gesetzt – und Delaney dürfte wieder etwas weiter vorne als Achter spielen.