Das sagen Werder-Coach Werner und Co.

„Richtig stark“: Werder Bremen macht auf St. Pauli „weiteren Schritt in die richtige Richtung“ – die Stimmen zum Spiel

Der SV Werder Bremen feiert einen 2:0-Auswärtssieg gegen den FC St. Pauli - die Stimmen zum Spiel.
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Der SV Werder Bremen feiert einen 2:0-Auswärtssieg gegen den FC St. Pauli - die Stimmen zum Spiel.

Hamburg – Die nächsten drei Punkte sind im Sack: Der SV Werder Bremen hat sich nach Toren von Derrick Köhn und Marvin Ducksch mit 2:0 (1:0) beim FC St. Pauli durchgesetzt und steht vorerst auf Platz sieben in der Bundesliga-Tabelle. Die Stimmen zum Spiel von Trainer Ole Werner und Co..

Ole Werner (Trainer des SV Werder Bremen): „Das war ein sehr reifer und kontrollierter Auftritt – genau das, was du auswärts brauchst. Trotz der frühen Gelben Karten haben wir wenig zugelassen, was von der ganzen Mannschaft richtig stark war. Wir haben die klareren Chancen gehabt und waren ein Stück weit effektiver als der Gegner, weil wir die Momente, in denen Platz da war, sehr gut ausgespielt haben.“

Derrick Köhn (Werder-Torschütze zum 1:0): „Wir wussten, dass es auf St. Pauli kein einfaches Spiel wird. Aber wir hatten einen guten Plan, den wir gut umgesetzt haben. Wichtig war, dass die 0 hinten steht und wir vorne die Dinger machen. Bei meinem Tor hat mich Jens (Stage, d. Red.) gut gesehen. Ich bin Hamburger Jung und habe in der Jugend beim HSV gespielt. Gegen St. Pauli treffen, mag ich sehr gerne. Jetzt wollen wir das letzte Spiel gegen Union Berlin auch noch gewinnen und dann schauen wir mal, wo wir stehen.“

Der Defensive sei Dank: Werder Bremens Sieg beim FC St. Pauli in der Taktik-Analyse!

Werder Bremen gewinnt auf St. Pauli - die Stimmen zum Spiel von Trainer Ole Werner, Marvin Ducksch und Co.

Marvin Ducksch (Torschütze für Werder Bremen zum 2:0-Endstand, sein 50. Pflichtspieltreffer für den SVW): „Wir hätten vielleicht noch die eine oder andere Chance mehr herausspielen können, aber wir haben überragend verteidigt. Wir haben über die volle Spielzeit nichts zugelassen, jeder einzelne hat alles gegeben. So ist es ein verdienter Sieg. Das Tor hat Zetti (Michael Zetterer, d. Red.) überragend eingeleitet, aber das ganze Tor war überragend gespielt. Jetzt warten wir erst mal das letzte Spiel des Jahres gegen Union ab und dann wird geschaut. Wenn wir das Spiel positiv bestreiten, ist es natürlich klar: Wenn wir da oben mitspielen, wollen wir da oben stehenbleiben. Auswärts sind wir sehr stabil, das wollen wir zu Hause auch bestätigen.“

Marvin Ducksch über seinen Torjubel mit Werder-Mannschaftsarzt Dr. Georg Tsironis: „Ich hatte die ganze Woche über Probleme an der Leiste und habe ihn vor dem Spiel gefragt, ob ich eine Tablette nehmen soll oder nicht. Dann hat er mir eine gegeben und das hat im Spiel dann sehr gut funktioniert.“

Peter Niemeyer (Werders Leiter Profifußball): „Ich würde schon sagen, dass wir eine sehr reife Leistung von uns gesehen haben, dass wir gut gespielt haben, dass wir natürlich auch unsere Chancen genutzt haben. Ich glaube, dass wir ein sehr stabiles Auswärtsspiel gesehen haben von uns.“

Marco Friedl (Werder-Kapitän): „Wir wussten, dass St. Pauli sehr wenig zulässt, sehr kompakt steht und es wirklich ordentlich macht. Im Spiel mit Ball und auch gegen den Ball. Deswegen haben wir gewusst, dass wir nicht viele Chancen haben werden. Die haben wir genutzt. Ich finde schon, dass wir sehr souverän gespielt haben, wenig zugelassen haben. Sehr reifer Auftritt von uns und dann in den richtigen Momenten zweimal zugeschlagen. Das war ein weiterer Schritt in die richtige Richtung – Kompliment an die Mannschaft! Wir wollen den Lauf jetzt auch gegen Berlin mitnehmen, weil auch heute hat man es gesehen: Es wird uns nichts geschenkt. Wir müssen ans Limit gehen. Auch heute war es kein einfaches Spiel, viele Wege, die wir machen mussten. Das wollen wir noch einmal gegen Berlin machen und dann haben wir eine sehr gute Hinrunde gespielt.“

„Ein cooles Auswärtsspiel für alle Bremer“: Die Stimmen zum Werder-Sieg gegen den FC St. Pauli

Michael Zetterer (Werder-Torwart): „Ein cooles Auswärtsspiel für alle Bremer. Wenn wir so verteidigen, werden wir die allermeisten Spiele gewinnen, weil wir vorne einfach die Qualität haben, die Tore zu machen. Wir haben die Dinger heute eiskalt weggemacht. Das 2:0 nehmen wir gerne mit und nächste Woche haben wir noch ein Spiel, das wir unbedingt gewinnen wollen.“

Clemens Fritz (Werder-Sportchef): „In der ersten Halbzeit hatten wir die eine oder andere Möglichkeit, haben aber die falsche Entscheidung getroffen. Gerade im Passspiel hätte man es noch ein bisschen besser ausspielen können. Gerade in der ersten Halbzeit kann man vielleicht ein Tor mehr machen, aber in Summe kann ich mich wirklich nur wiederholen: Ein großes Kompliment an die Mannschaft. Auch wie wir das wegverteidigt haben, wir haben ja kaum etwas zugelassen bis auf den einen Kopfball von Starki, der an die eigene Latte geht. Ich fand dass es Jojo (Eeggestein, d. Red.) in der ersten Hälfte gut gemacht hat, wie er sich hat fallen lassen und die Bälle in den Zehnerraum abgelegt hat, da musste man ein bisschen vorsichtig sein. In der zweiten Hälfte war es ein bisschen wilder, aber am Ende haben wir zu Null gewonnen, eine super Leistung, wir sind zufrieden.“

Alexander Blessin (Trainer FC St. Pauli): Ich glaube, dass wir in der ersten Halbzeit nicht so ein gutes Spiel gemacht haben. Wir haben in Räume gespielt, wo die Bälle sofort zurückgekommen sind. Wir haben Werder dadurch immer wieder Möglichkeiten gegeben. Das wollten wir besser machen.  Wir kommen dann gut raus und man hat in den ersten zwei Minuten gemerkt, dass da was geht, und dann kommt da ein Rhythmus-Bruch. Das war natürlich von unserer Seite ganz, ganz bescheiden. Da hätte ich schon ein bisschen mehr Feingefühl erwartet, gerade bei dem Wetter. ch will aber jetzt mit Sicherheit nicht eine Ausrede suchen, das war generell kein gutes Spiel von uns. Wir sind nicht in die Zweikämpfe reingekommen. Wir haben sehr viele Räume gelassen und sind nicht nachgerückt. Zum Schluss haben wir es ein bisschen mutiger probiert und dann haben wir ein paar Chancen gehabt, aber es war dann einfach zu spät. Da wünsche ich mir, dass wir mal von Anfang an auch Kante zeigen und richtig in die Zweikämpfe reingehen. Also die Basics, die man uns normalerweise nie vorwerfen kann, die haben heute, also zu Beginn, einfach gefehlt. Wir sind nicht richtig ins Spiel gekommen.

Mit Material von Sky und Werder.de

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