Ordentliche Leistung
Werder-Coach Horst Steffen erklärt: Deshalb erhielt Cameron Puertas in Leipzig den Vorzug
Cameron Puertas stand gegen RB Leipzig wieder in der Startelf des SV Werder Bremen. Warum – und wie sich der Mittelfeldspieler präsentierte.
Bremen – Dreimal in Folge hatte er zuvor auf der Bank gesessen, während des Auswärtsspiels bei RB Leipzig (0:2) durfte Cameron Puertas dann mal wieder von Beginn an für den SV Werder Bremen auflaufen. Das war durchaus eine kleine Überraschung – schließlich hatten die Resultate des Teams in den Vorwochen stets gestimmt, hatte es entsprechend wenig Anlass zu Veränderungen gegeben. Nach der Partie gegen die Sachsen, in der Puertas eine ordentliche Leistung gezeigt hatte, erklärte Chefcoach Horst Steffen seine Entscheidung.
Plötzlich wieder in der Startelf des SV Werder Bremen: Warum Cameron Puertas gegen RB Leipzig wieder von Beginn ran durfte
„Ich hatte das Gefühl, dass wir gegen RB einen Balleroberer brauchen. Cameron ist in seinem Spiel unglaublich aktiv, wehrhaft und haut dazwischen“, sagte der 56-Jährige, der genau das von seinem Spieler geboten bekommen hatte. Auch Werder Bremens Fußball-Chef Clemens Fritz lobte: „Er ist einfach unangenehm für den Gegner, weil er ein Meister im Bälleklauen ist.“ Cameron Puertas war auf dem Platz viel unterwegs und erledigte seine Aufgaben gegen den Ball diszipliniert. Offensiv setzte er ebenfalls den einen oder anderen Impuls, wie etwa beim Traumpass auf Jens Stage vor dessen riesiger Konter-Chance.
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Neben den rein taktischen Überlegungen gab es für Chefcoach Steffen noch einen weiteren Grund, in Leipzig erstmals seit dem Heidenheim-Spiel Mitte Oktober wieder auf Cameron Puertas in der Startelf zu setzen. „Er hat in den vergangenen Wochen einfach gut trainiert und ist mit seiner Situation gut umgegangen. Ich wollte ein Zeichen setzen, dass gute Trainingsarbeit auch belohnt wird.“ Ein Vorgehen, mit dem der Trainer alle Profis des SV Werder Bremen bei Laune und den Konkurrenzkampf innerhalb des Kaders automatisch hochhalten möchte: „Wir haben viele gute Jungs. Ich bin froh, dass wir je nach Gegnerverhalten und eigener Ausrichtung variieren können.“ Ganz ähnlich sah es Clemens Fritz: „Cameron ist ein sehr offener Typ, der das alles für sich sehr gut einordnen kann. Auch wenn er mal nicht spielt, arbeitet er sehr intensiv an sich.“ (dco/mbü)
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