Schiri-Frust bei Werder-Pleite

„Das hat mit Fußball nichts zu tun“ - Elfmeter-Zoff bei Werder-Pleite: Experte schimpft, Niemeyer ärgert sich und Schiri Gerach erklärt Pfiff

Der SV Werder Bremen ärgert sich nach der empfindlichen Heimpleite gegen den SC Freiburg auch über eine Elfmeter-Entscheidung von Schiedsrichter Timo Gerach. Auch TV-Experte Didi Hamann schimpft.

Bremen – Horst Steffen wunderte sich: „Ich war überrascht, dass es einen Elfmeter gab“, meinte der Trainer des SV Werder Bremen. Und Peter Niemeyer als Leiter Profifußball ärgerte sich: „Für mich war es ein Foul an Cameron. Es waren genau diese Situationen, die mehrfach gegen uns gepfiffen wurden.“ Keine Frage, die Szene aus der 31. Minute erhitzte die Gemüter – weil sie das Spiel in eine gewisse Bahn lenkte und begünstigte, dass insgesamt schwache Bremer am Ende deutlich mit 0:3 gegen den SC Freiburg verloren.

Schiedsrichter Timo Gerach gab einen umstrittenen Handelfmeter gegen Werder Bremen bei der klaren Heimpleite gegen den SC Freiburg.

Elfmeter-Frust bei Werder Bremen nach Pleite gegen SC Freiburg: „Das hat mit Fußball nichts zutun“

Was war passiert? Im Nachgang eines Freiburger Einwurfs hatte Werder Bremens Neuzugang Cameron Puertas den Ball im eigenen Strafraum klären wollen, wurde dabei jedoch von Ex-Bremer Maximilian Eggestein bedrängt und leicht geschubst – wodurch sich Puertas Arm in Richtung Ball bewegte und diesen schließlich berührte. Schiedsrichter Timo Gerach entschied sofort auf Handelfmeter und rückte auch nach kurzem Austausch mit dem Video Assistent Referee (VAR) nicht von seiner Entscheidung ab. Freiburgs Kapitän Vinzenzo Grifo traf, Werder rannte fortan einem Rückstand hinterher. Nach der Partie erklärte der Unparteiische sein Handeln am „Sky“-Mikrofon: „Das ist sicherlich eine diskussionswürdige Entscheidung. Für mich ist da aber kein Stoßen oder Zerren und schon gar kein Foul vorhanden. Deswegen ist das für mich ein strafbares Handspiel. Und so wurde mir die Szene auch aus Köln bestätigt.“

Dietmar Hamann, Ex-Profi und Experte des Bezahlsenders, hatte da nach Ansicht der Bilder eine ganz andere Meinung. „Diese Situation machen wir zu einer 75-prozentigen Chance, ein Tor zu erzielen. Jetzt kannst du sagen, dass das die Regel ist und diese das hergibt – aber wenn das so ist, dann müssen wir die Regel ändern“, schimpfte der 52-Jährige und nahm Werder Bremens Cameron Puertas in Schutz. „Er spielt doch nicht absichtlich den Ball mit der Hand. Er nimmt den Ball schlecht an, doch dann kriegt er einen Schubser und dadurch bekommt er den Ball an die Hand. Das will er ja nicht.“ Hamanns knallhartes Urteil deshalb: „Wenn mir einer erzählt, dass das gerecht oder im Sinne des Fußballs ist, dann hat er keine Ahnung. Das hat mit Fußball nichts zu tun und ist schlichtweg falsch.“

Schiedsrichter-Frust bei Werder Bremen nach herber Pleite gegen SC Freiburg: „Es lief einiges gegen uns“

In Maximilian Eggestein äußerte sich in den Katakomben des Weserstadions auch ein unmittelbar Beteiligter zu den Ereignissen vor dem Kasten des SV Werder Bremen. „Klar, es ist ein Stoß, aber mein Gefühl sagt mir aktuell, dass der noch im Rahmen war“, meinte der 28-Jährige. „Sowas passiert bei Standardsituationen. Ich muss mir die Szene aber nochmal anschauen. Wenn es zu viel war, dann würde ich es auch sagen – dann hätten wir Glück gehabt, dass es der Schiedsrichter gepfiffen hat.“ Am Ende mussten die Gastgeber mit der Entscheidung leben, und das taten sie auch. So betonte ein ob der dürftigen Leistung mächtig enttäuschter Peter Niemeyer: „Es lief einiges gegen uns. Nichtsdestotrotz sollten wir uns an die eigene Nase fassen.“ (mbü/nag)

Rubriklistenbild: © dpa/Carmen Jaspersen

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