Werder-Einzelkritik gegen den SCF
Werder in Noten gegen Freiburg: Cameron Puertas steht neben sich, Karim Coulibaly unglücklich
Der SV Werder Bremen kassiert nach enttäuschender Leistung im Heimspiel gegen den SC Freiburg eine herbe 0:3-Pleite. Die Spieler in der Einzelkritik mit Noten.
Mio Backhaus: Wurde von seinen Kollegen zu Beginn häufig ins Aufbauspiel mit einbezogen und löste die Aufgaben mit Ball am Fuß gut. Lange Zeit kaum gefordert, wenn doch einmal, war er zur Stelle. Bei den Gegentoren ohne jede Chance, verhinderte sogar noch das 0:4. Note 3
Werder Bremen in Noten gegen SC Freiburg: Karim Coulibaly unterläuft ein Eigentor
Yukinari Sugawara (bis 73.): Der Rechtsverteidiger strahlte Ruhe in seinen Aktionen aus, setzte offensiv allerdings kaum Impulse. Wählte in den allermeisten Fällen die sicherere Variante und verzichtete aufs Risiko. Note 4
Karim Coulibaly: Dritter Startelfeinsatz in Folge für den 18-Jährigen, der erneut den Part des linken Innenverteidigers übernahm. Gegen Adamu oft auf der Höhe, später dann aber unglücklich bei seinem Eigentor. Im Aufbauspiel mit Ungenauigkeiten. Note 4,5
Marco Friedl: Werders Kapitän erledigte seinen Job im Abwehrzentrum lange abgeklärt und trug dazu bei, dass von Freiburgs Offensive anfangs kaum Gefahr ausging. Ließ Adamu vor dem 0:2 dann aber in seinem Rücken entwischen. Note 4
Felix Agu: Agierte gegen den Ball aufmerksam auf der linken Abwehrseite und sorgte dafür, dass Freiburgs Beste offensiv kaum zur Entfaltung kam. Im Spiel nach vorne dafür mit wenig Akzenten, auch wenn er nimmermüde anrannte. Vor dem 0:2 dann mit einem Ballverlust, der den Gegentreffer einleitete. Note 4,5
Jens Stage (bis 60.): Mit gutem Stellungsspiel sorgte der Däne dafür, dass Werders Zentrum lange dichthielt und Freiburg zum Aufbau über die Flügel gezwungen war. Eroberte wichtige Bälle, konnte das Offensivspiel aber kaum ankurbeln. Baute im zweiten Durchgang mehr und mehr ab. Note 4
Werder Bremen-Noten gegen SC Freiburg: Romano Schmid und Cameron Puertas mit schwacher Leistung
Senne Lynen: Brachte vor der Pause zwar bemerkenswerte 94,3 Prozent seiner Zuspiele an den Mann – viel Raumgewinn sprang dabei aber nicht heraus. Vergab eine vielversprechende Chance, als ihm ein Distanzschuss verunglückte. Hälfte zwei lief dann nahezu komplett an ihm vorbei. Note 4,5
Romano Schmid (bis 73.): Rückte vom rechten Flügel wieder auf die Zehnerposition, wo er viel probierte, sich durch Ungenauigkeiten aber selbst um den Lohn brachte. Agierte oft unglücklich – sein verschossener Elfmeter stand sinnbildlich dafür. Note 5,5
Cameron Puertas: Es war ein komplett gebrauchter Nachmittag für den Neuzugang. Kam auf dem rechten Flügel anfangs kaum zur Geltung, verursachte den Handelfmeter zur Freiburger Führung und holte sich eine unnötige Gelbe Karte ab. Note 5,5
Justin Njinmah (bis 60.): Kehrte für den verletzten Mbangula in die Startelf zurück und beschäftigte die Freiburger Defensive durchaus mit seinen Vorstößen und Dribblings. Das Problem: Viel Ertrag brachte das nicht ein. Note 4,5
Marco Grüll: Der Österreicher erhielt erneut den Vorzug vor Boniface und Topp als einzige Sturmspitze und sammelte Pluspunkte als nimmermüder Anläufer. War in viele Aktionen eingebunden, ohne dabei jedoch besonders hervorstechen zu können. Note 4
Werder Bremen-Einzelkritik mit Noten gegen SC Freiburg: Victor Boniface ohne nennenswerten Einfluss
Isaac Schmidt (ab 60.): Sortierte sich zunächst auf dem offensiven rechten Flügel ein, ehe er wenig später in die Viererkette zurückrückte. Ließ Scherhant vor dem 0:3 viel zu einfach flanken. Note 4
Victor Boniface (ab 60.): Wurde bei seiner Weserstadion-Premiere lautstark gefeiert, als er ins Spiel kam. Auf dem Platz dann ohne nennenswerte Aktionen. Note 4,5
Patrice Covic (ab 73.): Der Youngster sollte für frische Impulse sorgen, fand aber nicht mehr in die Partie. Note -
Keke Topp (ab 73.): Spielte als zweite Spitze neben Boniface, konnte sich aber nicht in Szene setzen. Note -
Leonardo Bittencourt (ab 77.): Auch der Routinier konnte das Ruder nicht mehr herumreißen. Note -
Weiter mit der Aufstellung:
Werder-Aufstellung gegen den SC Freiburg: Yukinari Sugawara schafft es in die Startelf - Samuel Mbangula nicht dabei
Welche Startelf schickt Horst Steffen im Bundesliga-Spiel des SV Werder Bremen gegen den SC Freiburg ins Rennen? So könnte die Aufstellung aussehen!
Update (20. September, 14.20 Uhr): Da ist die Startelf-Aufstellung des SV Werder Bremen – Justin Njinmah ersetzt Samuel Mbangula, der verletzt fehlt. Hier gibt‘s die komplette Aufstellung des SV Werder Bremen gegen SC Freiburg im DeichStube-Liveticker.
Bremen – Wenn eine Mannschaft in der Fußball-Bundesliga auswärts mit 4:0 gewinnt, dann gibt es für den Trainer am folgenden Spieltag eigentlich keinen Grund, um an seiner Startelf-Aufstellung Veränderungen vorzunehmen. Und da dem SV Werder Bremen zuletzt genau dieses Kunststück in Mönchengladbach gelang, dürfte auch Coach Horst Steffen intensiv darüber nachdenken, ob es tatsächlich personelle Wechsel braucht. Der Haken an der Sache: Vielleicht wird er im Heimspiel gegen den SC Freiburg am Samstag (15.30 Uhr, DeichStube-Liveticker) zu Umstellungen gezwungen.
Werder Bremen-Aufstellung gegen SC Freiburg: Stehen Yukinari Sugawara und Samuel Mbangula in der Startelf?
Zuletzt ließ der 56-Jährige nämlich offen, ob Rechtsverteidiger Yukinari Sugawara (Schulterprobleme) und Offensivakteur Samuel Mbangula (Oberschenkelprobleme) rechtzeitig wieder einsatzbereit sein würden. Sollte Letzterer, der gegen Gladbach sein erstes Tor im Werder-Trikot erzielt hatte, tatsächlich ausfallen oder zunächst geschont werden, dürfte Justin Njinmah gegen den SC Freiburg in die Startelf des SV Werder Bremen zurückkehren. Als Sugawara-Alternative stünde Isaac Schmidt bereit.
Ansonsten sieht es aktuell nicht nach einer veränderten Formation aus. Innenverteidiger Niklas Stark hat zwar seine Gelb-Rot-Sperre abgesessen, fehlt nun aber aufgrund von Hüftbeschwerden. Somit dürften abermals Kapitän Marco Friedl und Youngster Karim Coulibaly das Zentrum von Werder Bremens Viererkette bilden, während Amos Pieper nach längerer Verletzungspause zumindest wieder im Kader stehen sollte. In der Offensive kommt für Victor Boniface ein Einsatz von Beginn an wohl weiterhin noch zu früh, weshalb abermals Marco Grüll den Vorzug in der Startelf-Aufstellung erhalten dürfte.
So sehen Fans das Bundesliga-Spiel von Werder Bremen gegen Freiburg live im TV und im Livestream!
Werder Bremen-Aufstellung gegen SC Freiburg: Marco Grüll dürfte erneut in der Bremer Startelf stehen
Sollte bei Horst Steffen doch auf einer bestimmten Position kurzfristig ein Umdenken stattfinden, wird er seine Beweggründe intern offen kommunizieren, wie er unter der Woche mitteilte. „Jungs, die schon zwei, drei Mal auf der Bank gesessen haben, bekommen nicht noch einmal extra ein Gespräch. Aber wenn es Härtefälle gibt, dann passiert das schon“, sagte Werder Bremens Chefcoach. „Bisher waren alle sehr verständnisvoll. Das sieht man dann auch an der Art, wie Spieler aufgetreten sind, wenn sie eingewechselt wurden. Ein Vertrauensverlust war da jeweils nicht zu erkennen.“ Ein Umstand, auf den der Übungsleiter großen Wert legt, eine gewisse Harmonie bei allem Konkurrenzdenken ist ihm wichtig. „Es ist mein Bestreben, dass alle Spieler in ihrem Selbstvertrauen bleiben – selbst diejenigen, die nicht im Kader stehen, dürfen ihr Selbstbewusstsein nicht davon abhängig machen, wie viel Spielzeit sie haben“, betonte Steffen, der daher nach eigenem Bekunden gerade diese Profis auch einfach mal fragt, wie es ihnen gehe. „Die Spieler sollen sich gesehen fühlen“, nennt er das. „Häufig gelingt es, aber auch nicht immer.“ (mbü)
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